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Neues von der Landeszentrale für politische Bildung

Vergessene Vertreibung: Erinnerung an Zwangsaussiedlungen vor 70 Jahren

Auf Geheiß der DDR-Staatsführung wurden ab Ende Mai 1952 unter dem Tarnnamen „Aktion Ungeziefer“ als politisch unzuverlässig eingestufte DDR-Bürgerinnen und -Bürger entlang der innerdeutschen Grenze zwangsausgesiedelt.  Anlässlich des 70. Jahrestages der „Aktion Ungeziefer“ wollen die Landeszentrale für politische Bildung, die Evangelische Erwachsenenbildung, das Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum und die Beauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit drei Veranstaltungen an das Schicksal der Zwangsausgesiedelten erinnern und mit Historikern sowie Betroffenen ins Gespräch kommen. Dazu sind drei Exkursionen an die frühere innerdeutsche Grenze geplant:

11. Juni, 8.30 bis 19 Uhr: Börde – Hötensleben und Lockstedt,

25. Juni, 8.15 bis 19.30 Uhr: Altmark – Jübar, Jahrsau und Salzwedel,

3. Juli, 10 bis 20.30 Uhr: Harz – Sorge und Benneckenstein.

Startpunkt und Zielpunkt ist jeweils der Zentrale Omnisbusbahnhof (ZOB) in Magdeburg. Die Teilnahme kostet 15 Euro bei Inanspruchnahme der Busfahrt. Für Teilnehmende, die sich vor Ort der Exkursion anschließen, ist der Besuch der Veranstaltungen kostenlos. Interessierte aus ganz Sachsen-Anhalt sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen zu den jeweiligen Programmen der Exkursionen gibt es hier.

Anmeldungen bitte an die Landeszentrale richten per E-Mail: netzwerk(at)sachsen-anhalt.de oder Tel.: 0391/567-6460

Aktionstag zum Thema „Jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt“ am 14. Mai

Die Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland ist vielfältig und reicht bis ins Jahr 321 zurück. Auch auf dem Gebiet des heutigen Landes Sachsen-Anhalt ist jüdisches Leben seit über 1000 Jahren nachweisbar. Anlässlich des Jubiläums „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ und im Nachgang der Aktion "Eine Stadt für alle" wollen Courage-Schulen aus Magdeburg und dem Umland mit einem Aktionstag am 14. Mai auf die reiche Geschichte und das aktuelle jüdische Leben im Land hinweisen.

Hier geht es zur vollständigen PM.

Literarisches Kammerkonzert über jüdisches Leben in Deutschland

Festkonzert im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Sachsen-Anhalt mit Batsheva Dagan, Roman Knižka und dem Bläserquintett OPUS 45: „Ich hatte einst ein schönes Vaterland …“, dichtete Heinrich Heine 1832 im Pariser Exil. Der bekannte Schauspieler Roman Knižka und das Bläserquintett OPUS 45 wählten diese Worte als Leitspruch ihres literarischen Kammerkonzerts über jüdisches Leben in Deutschland, das am 23. Mai in Magdeburg von der Landeszentrale für politische Bildung im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Sachsen-Anhalt veranstaltet wird. Ehrengast ist die Autorin, Psychologin und Auschwitz-Überlebende Batsheva Dagan, mit der es zu Beginn ein etwa 30-minütiges Podiumsgespräch gibt. 

Der Eintritt ist frei. Es wird um Anmeldung gebeten per E-Mail unter: netzwerk(at)sachsen-anhalt.de

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Allstedter Gespräch: „Thomas Müntzer – Ein Wegbereiter der Demokratie?“

Zum Auftakt einer neuen Gesprächsreihe fragt eine Podiumsdiskussion am 5. Mai um 18.30 Uhr, ob Thomas Müntzer ein Wegbereiter der Demokratie war. Die Allstedter Gespräche, die bis zum 500. Jahrestag der Bauernkriege wichtige Wegmarken beleuchten sollen, sind eine Kooperation der Landeszentrale mit Museum Burg und Schloss Allstedt.

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Landeszentrale sucht Beiträge zum Thema digitale Medien und Politik

Für eine neue Online-Publikation im Rahmen des Formats „CampusPUBLIK“ ist die Landeszentrale für politische Bildung auf der Suche nach wissenschaftlichen Qualifikationsarbeiten von Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeitenden aus Sachsen-Anhalt zum Thema "Digitale Medien und Politik". Dazu zählen Hausarbeiten, Bachelor- und Masterarbeiten oder vergleichbarer Abschlüsse. „Wir freuen uns insbesondere über Beiträge aus den Themenbereichen politische Kommunikation und neue Medien – gern auch mit Sachsen-Anhalt-Bezug“, so die zuständige Referentin, Diana Doerks. 

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„Verzerrte Wirklichkeit“: Der Ukraine-Krieg im Spiegel der (neuen) Medien

Der Krieg in der Ukraine ist derzeit das beherrschende Thema in den Medien. Gleichzeitig spielen die sozialen Netzwerke in der Wahrnehmung der russischen Invasion eine immer größere Rolle. Vor welchen Herausforderungen die Medien und Nutzer dadurch stehen, thematisiert ein Podiumsgespräch unter dem Motto „Verzerrte Wirklichkeit“ am 2. Mai in der Magdeburger Lukasklause. Das Gespräch kann auch live auf dem YouTube-Kanal der Landeszentrale für politische Bildung verfolgt werden: https://youtu.be/iF9S7Rf5Rj8

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Schülermedientage vom 4. bis 6. Mai: Fakten gegen Fake News

Anlässlich des Internationalen Tages der Pressefreiheit am 3. Mai gibt es auch in Sachsen-Anhalt wieder Schülermedientage, die gemeinsam von der Landeszentrale und fjp-media organisiert werden. Im Mittelpunkt der Angebote für Schulen vom 4. bis 6. Mai stehen Themen wie der Wert der Pressefreiheit, der Umgang mit Fake News am Beispiel des Ukraine-Krieges oder die Frage, warum Demokratie und Medien zusammengehören.

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Spenden für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine

Die Landeszentrale für politische Bildung ist Mitglied im neu gegründeten Hilfsnetzwerk für Überlebende der NS-Verfolgung, das den etwa 42.000 Überlebenden des nationalsozialistischen Terrors sowie deren Familien in der Ukraine schnell und unbürokratisch helfen will. Angesichts des Krieges in der Ukraine und der dramatischen Situation vieler betroffener Familien ist aktuell ein Spendenkonto eingerichtet worden. Das Hilfsnetzwerk freut sich über jede Spende:

Spendenkonto bei der Berliner Volksbank:
Empfänger: Kontakte-Kontakty
Kennwort: Hilfsnetzwerk NS-Verfolgte
IBAN: DE59 1009 0000 2888 9620 02
BIC: BEVODEBB

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Podiumsgespräch zur Radikalisierung bei den Corona-Protesten

„Radikal ins Abseits? Wie Querdenker und Rechtsextreme die Corona-Proteste nutzen“ ist eine Podiumsdiskussion überschrieben, zu der die Landeszentrale für politische Bildung und die Stadtbibliothek Magdeburg am 5. April um 19.30 Uhr einladen.

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„Frieden machen“: Wanderausstellung macht in Wolmirstedt Station

Kann man Frieden „machen“? Und was bedeutet Frieden überhaupt? Die multimediale Wanderausstellung „Frieden machen“ stellt Prinzipien, Instrumente und Kontroversen der zivilen Friedensarbeit vor. Auf Vermittlung der Landeszentrale für politische Bildung wird sie ab 30. März nach den Corona-Einschränkungen erstmals wieder in Sachsen-Anhalt im Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasium Wolmirstedt gezeigt.

Hier geht es zur vollständigen PM und zum Bericht von der Ausstellungseröffnung.

Sachsen-Anhalt: Europa-Ticket zum „Europäischen Jahr der Jugend“

Im Rahmen des „Europäischen Jahres der Jugend“ starten die Europa-Institutionen im Land jetzt eine besondere Aktion. Junge Menschen aus Sachsen-Anhalt können sich um kostenlose Zugtickets für Fahrten in Europa bewerben. Nähere Informationen zum Wettbewerb gibt es auf folgender Internetseite: www.europa-ticket.de

Hier geht es zur vollständigen PM.

Kampagne informiert über Fake News und Verschwörungserzählungen

Desinformationen, Fake News und Verschwörungserzählungen sind weit verbreitet und begegnen uns nicht nur in der digitalen Welt. Dagegen wendet sich eine neue Plakat- und Postkartenkampagne der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt unter dem Motto „Facts first“. Mit sieben Karikatur-Motiven soll ein Beitrag zum Erkennen solcher Narrative geleistet und zum Dialog angeregt werden. Die zentrale Botschaft „Checkt immer zuerst die Fakten!“ wird durch einen QR-Code auf den Plakaten und Postkarten zu weiterführenden Faktencheck-Angeboten unter http://lpb.sachsen-anhalt.de/online-angebote/faktencheck vertieft.

Bei Interesse können Plakate und Postkarten der Kampagne per E-Mail bei diana.doerks(at)sachsen-anhalt.de bestellt werden.

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Krieg in Europa – Russland als (neue) imperiale Macht im Osten?

Russland marschiert in die Ukraine ein und versucht sich damit (wieder) als Hegemonialmacht in Osteuropa zu etablieren. Welche Herausforderungen dies für die EU bedeutet, diskutieren wir am 17. März um 19 Uhr  auf dem YouTube- und Facebook-Kanal des Europe Direct Magdeburg. Mit dabei sind Gemma Pörzgen, Journalistin und Chefredakteurin der Zeitschrift OST-WEST. Europäische Perspektiven, und Siebo Janssen, Politikwissenschaftler, Moderation: Jochen Leyhe. Die Veranstaltung des ED und der Landeszentrale wird auf dem YouTube-Kanal des ED übertragen: https://youtu.be/vwLkSV5_Th4

Hier geht es zur vollständigen PM.

Ukrainekrieg – Europa vor einer neuen Weltordnung?

Die Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine für Europa sowie aktuelle Fragen der Außen- und Sicherheitspolitik stehen im Mittelpunkt eines Podiumsgespräches, das am 2. März um 18 Uhr online auf dem YouTube-Kanal des Europe Direct Magdeburg übertragen wird: https://youtu.be/pjnEP3POFMA. Es diskutieren Prof. Dr. Johannes Varwick, Professor für Internationale Beziehungen und europäische Politik an der Martin-Luther-Universität, Prof. Ulrich Brückner, Professor für European Studies an der Stanford University in Berlin, und Dr. Jörg Wojahn, Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland.

Hier geht es zur vollständigen PM.

Krieg in der Ukraine: Rechtfertigung Putins nicht unwidersprochen lassen

Den gestrigen Angriff Russlands auf die Ukraine hat der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Maik Reichel, als gewalttätigen Akt gegen einen souveränen europäischen Staat verurteilt und verstärkte Anstrengungen gegen Fake News und geschichtliche Verdrehungen sowie den Einsatz für ein notwendiges Demokratieverständnis und Rechtsstaatsprinzip angemahnt.

Hier ist die Erklärung im Wortlaut.

Neuauflage der „Politischen Landeskunde“ erschienen

Wer einen Überblick über die politischen Schwerpunktthemen in Sachsen-Anhalt, die Parteienlandschaft, Landtag und Verfassung erhalten möchte, kommt an der politischen Landeskunde nicht vorbei. In den zurückliegenden Monaten war es das am stärksten nachgefragte Buch im Literaturangebot der Landeszentrale für politische Bildung. Jetzt ist eine überarbeitete und aktualisierte Auflage erschienen.

„Sachsen-Anhalt – eine politische Landeskunde“ ist in der Literaturstelle der Landeszentrale erhältlich und bestellbar unter der Nr. 017 auf: https://lpb.sachsen-anhalt.de/service/literaturangebot/

Hier geht es zur vollständigen PM.

Lernorte Auschwitz, Treblinka, Babyn Yar: Gedenkstättenfahrten

Fahrten zu KZ-Gedenkstätten sind für Jugendliche eine Herausforderung, für Lehrkräfte und Begleitpersonen allerdings meist ebenso. Mit drei Studienfahrten nach Treblinka (12.-17.6.), Auschwitz (4.-10.9.) und Babyn Yar (25.9.-1.10.) will die Landeszentrale für politische Bildung den Pädagoginnen und Pädagoginnen sowie Multiplikatoren in der Jugendarbeit ganz praktische Anregungen bieten. „Mit unserer Reihe von Fortbildungen für Lehrkräfte sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren möchte wir gemeinsam mit den Kooperationspartnern in den Gedenkstätten die Schulen und Jugendeinrichtungen im Land ermutigen, von den bestehenden Möglichkeiten Gebrauch zu machen“, betonte der Direktor der Landeszentrale, Maik Reichel.

Weitere Informationen zu den Studienfahrten finden Sie im Flyer und in der PM.

Online-Talks: Medien- und Demokratiebildung zusammendenken

Anlässlich des internationalen Safer Internet Day 2022 am 8. Februar laden die Netzwerkstelle Medienkompetenz und die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt Interessierte zu einer digitalen Talk-Reihe ein. Mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und pädagogischer Praxis wollen wir von 9 bis 16.30 Uhr unter dem Motto "Demokratiebildung zusammendenken – Fit für die Demokratie, stark für die Gesellschaft" aktuelle Probleme der digitalen Vernetzung thematisieren und der Frage nachgehen, wie Medienbildung einen Beitrag für eine lebendige Demokratie leisten kann.

Die kurzen Talks finden in 30-minutigen Slots am 8. Februar 2022 auf BigBlueButton statt: https://medienkompetenz.bbbconf.de/ale-vne-tmf-xje

Hier geht es zum vollständigen Programm.

Online-Buchvorstellung „Umkämpftes Asyl“ mit dem Autor Patrice Poutrus

Die Auseinandersetzung um die Asylpolitik hat die Bundesrepublik Deutschland von Anfang an begleitet. Bereits über die konkrete Anwendung der im Grundgesetz verankerten Formel „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht“ wurde heftig diskutiert. Nach der Wiedervereinigung gipfelten die Debatten in der Grundgesetzänderung von 1993. Der Erfurter Zeithistoriker Patrice Poutrus zeichnet die Entwicklung nach und beschreibt in seinem Buch, was die Debatte über die Jahrzehnte hinweg kennzeichnete. Im Gespräch mit der Journalistin Susann Lehmann stellt er am 25. Januar um 19.30 Uhr seine zeithistorische Studie vor. 

Wir bitten um Anmeldung unter E-Mail: martin.hanusch(at)sachsen-anhalt.de oder webteam(at)stadtbibliothek.magdeburg.de bzw. telefonisch unter: 0391/5404884. Nach erfolgter Anmeldung erhalten Sie rechtzeitig vor der Videokonferenz die Zugangsdaten.

Liebeserklärung an die Demokratie – Landeszentrale zieht positive Bilanz

Die Landeszentrale für politische Bildung kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie konnten rund 52.000 Menschen in Sachsen-Anhalt erreicht werden. Schwerpunktthemen waren u.a. die Wahlen und die zunehmende Polarisierung in der Gesellschaft.

Hier geht es zur vollständigen PM.

Gemeinsam können wir die Corona-Pandemie überwinden

Nur gemeinsam können wir die Corona-Pandemie überwinden. Eine Corona-Impfung hilft uns allen, wieder ins normale Leben zurückzukehren. Jede Einwohnerin, jeder Einwohner unseres Landes hat die Möglichkeit, sich gegen das Virus impfen und boostern zu lassen. Nutzen Sie diese Chance und schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen! Bewahren Sie sich Ihre Gesundheit!

Alle wichtigen Informationen rund um das Corona-Virus und das Impfen: https://coronavirus.sachsen-anhalt.de

„Im Frühling hat man keine Lust zu sterben!“ – Gastspielreihe an Schulen zu Ende gegangen

„Im Frühling hat man keine Lust zu sterben!“ heißt die szenische Lesung der Figurenspielerin Julia Raab, mit der sie in den vergangenen anderthalb Jahren trotz der Corona-Einschränkungen durch Schulen in ganz Sachsen-Anhalt getourt ist. Nach 30 Schulaufführungen endet die Reihe am 1. Dezember am GutsMuths-Gymnasium in Quedlinburg. Gefördert worden ist das einmalige Erinnerungsprojekt, in dem es um Abschiedsbriefe von Frauen aus der Todeszelle (1943-1945) geht, von der Landeszentrale für politische Bildung und der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt.

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Film "Stimmen aus Hanau" über das rassistische Attentat vom 19. Februar 2020

Der rechtsextreme Terroranschlag am 19. Februar 2020 im hessischen Hanau hat neun Menschen aus dem Leben gerissen und im Nachgang viele Menschen aufgewühlt. „Stimmen aus Hanau“ ist ein Videoprojekt überschrieben, das innerhalb eines Freiwilligen Sozialen Jahres im politischen Leben in der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Annhalt entstanden ist. Die FSJlerin Karla Thomas interviewt in dem Film Menschen, die das Ereignis und seine Folgen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven sehen und schlägt den Bogen nach Sachsen-Anhalt und zum Anschlag von Halle wenige Monate zuvor. Der Film eignet sich hervorragend, um in Schulen, Jugendeinrichtungen und Vereinen über rechtsextremen und rassistischen Terror und seine Folgen für die ganze Gesellschaft zu sprechen.

30 Jahre Sachsen-Anhalt: Sammelband bietet prominente Erinnerungen an die bewegten Anfangsjahre

Anlässlich der Wiedergründung des Landes Sachsen-Anhalt vor 30 Jahren haben der Historiker Mathias Tullner und der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Maik Reichel, einen Sammelband über das „besondere Land an der Mittelelbe“ vorgelegt. Am 20. Juli wird das Buch mit den Erinnerungen von 20 prominenten Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Gesellschaft, Kultur und Kirche in der Magdeburger Lukasklause präsentiert.

Ab dem 20. Juli ist das Buch über die Literaturstelle der Landeszentrale in der Leiterstraße 2, 39104 Magdeburg, erhältlich oder online bestellbar unter: https://lpb.sachsen-anhalt.de/service/literaturangebot/

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Landeszentrale feierte Jubiläum: 30 Jahre im Einsatz für die Demokratie

Mit einem Festakt hat die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt (LpB) am 1. Juli ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. Dazu waren zahlreiche Vertreterinnen und Vertreterinnen aus Politik und Gesellschaft sowie von Kooperationspartnern und Kollegen in den Magdeburger Dom gekommen, um ihre Glückwünsche zu überbringen und ihre Wertschätzung auszudrücken. Nach der Begrüßung durch LpB-Direktor Maik Reichel hob Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch die Bedeutung der Landeszentrale als „gute und wichtige Stütze der Demokratie, unserer Gesellschaft und unseres Selbstverständnisses von gemeinschaftlichem Leben“ hervor. Sachsen-Anhalt sei hier gut aufgestellt.

In Vertretung von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff würdigte Bildungsminister MarcoTullner für die Landesregierung die Arbeit der Landeszentrale gerade im Blick auf die Erinnerungskultur, Demokratiebildung und aktuelle Herausforderungen in einer polarisierten Gesellschaft. Ihr Einsatz sei heute notweniger denn je. „Wenn es sie nicht schon ohnehin geben würde, müsste man die Landeszentrale erfinden“, so Tullner.

Den Festvortrag unter dem Thema „Politische Bildung in ‚Echtzeit‘ – Wie umgehen mit gesellschaftlicher Transformation?“ hielt dann der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), Thomas Krüger. Aktuell stelle der Transformationsprozess die Landeszentralen vor enorme Herausforderungen. Von zentraler Bedeutung sei es hier, die unterschiedlichen Perspektiven in der Gesellschaft wahrzunehmen und zu diskutieren. „Das hat nichts mit Agitation und Propaganda zu tun“, sagte Krüger mit Blick auf manche Vorwürfe an die Adresse der Zentralen für politische Bildung. Dabei machte er auch kein Hehl daraus, dass die politische Bildung an bestimmten Stellen nicht neutral sein kann. Sie sei vielmehr normativ und grundrechtsorientiert. „Wir stehen für etwas, für eine offene Gesellschaft“, betonte der bpb-Präsident. Gleichzeitig müsse die politische Bildung diskursiv sein, Räume öffnen und nicht dogmatische Positionen bestätigen. Nach seiner Ansicht seien dazu neue Ansätze, die Verbindung etwa mit sozialer Arbeit und kultureller Bildung sowie eine stärkere Zielgruppenorientierung notwendig.

Künftig werde zudem die aufsuchende politische Bildung wichtiger - weg von einer reinen Angebotsorientierung, stärker hin zu den Menschen und in die Fläche. „Wir müssen mit unseren Angeboten auch dahingehen, wo wir bislang noch nicht wahrgenommen werden“, so Krüger. Denn Demokratie gehe nicht ohne Demokraten. Die Demokratie sei auch kein Erbgut, sondern müsse jeden Tag neu erarbeitet und erstritten werden. „Wenn wir das beachten und uns darum kümmern, steht der politischen Bildung eine große Zukunft bevor.“

„Europa aufs Ohr“ – Monatlicher Politikpodcast des EDIC Magdeburg macht Europapolitik nun hörbar

Mit dem neuen Podcast-Angebot „Europa aufs Ohr“ will das Europe Direct Informationszentrum (EDIC) Magdeburg monatlich über aktuelle Entwicklungen der europäischen Politik informieren. Renommierte Expertinnen und Experten stehen dabei Rede und Antwort. Die aktuelle Folge zum EU-Rechtsstaatsmechanismus ist ab dem 25. Februar verfügbar. Der Podcast ist sowohl auf der Website und über den YouTube-Kanal des EDIC Magdeburg als auch auf Apple Podcast, Deezer, Spotify und Google-Podcasts abrufbar.

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Sachsen-Anhalt-Monitor 2020 "30 Jahre Bundesland Sachsen-Anhalt - 30 Jahre Deutsche Einheit" jetzt online

Seit 2007 liefert der vom Zentrum für Sozialforschung im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung  erstellte Sachsen-Anhalt-Monitor wichtige Aufschlüsse darüber, wie die Sachsen-Anhalter sich und ihr Land, die politischen Institutionen sowie die Demokratie sehen. Im Mittelpunkt der aktuellen Untersuchung, die am 10. Dezember 2020 in Magdeburg vorgestellt worden ist, stehen der Blick auf 30 Jahre Wiedergründung des Landes Sachsen Anhalt und 30 Jahre Deutsche Einheit. Für die Analyse haben die Wissenschaftler über einen Zeitraum von vier Wochen (27.8. bis 24.9.2020) insgesamt 1.142 Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter befragt.

Die 170 Seiten umfassende Publikation kann hier als pdf heruntergeladen werden. Den zugehörigen Tabellenband finden Sie unter diesem Link.

Eine "open data version" des Sachsen-Anhalt-Monitors 2020 kann per E-Mail beim Zentrum für Sozialforschung Halle e.V. (ZSH) angefordert werden. Senden Sie dazu eine E-Mail mit dem Betreff: SAM 2020 - open data und den nachfolgenden Angaben zu Ihrer Person: Name, Vorname und Adresse an folgende E-Mail-Adresse: tobias.jaeck(at)zsh.uni-halle.de

Die Zustellung erfolgt ausschließlich per E-Mail. Anforderungen ohne Angabe zur Person werden nicht berücksichtigt.

Hinweis: Es gelten die datenschutzrechtlichen Bestimmungen zum Schutz personenbezogener Daten.

Wie Wisschenschaft Wissen schafft & zwar für alle

Die Corona-Pandemie verdeutlicht in krasser Weise, wie schwer es ist, wissenschaftliche Erkenntnisse so zu kommunizieren, dass sie von allen nachvollzogen werden können. Doch nicht nur dass: auch die Wege, die zur jeweiligen Erkenntnis führten und die unterschiedlichen Interpretationsweisen bereiten dem/der ein oder anderen oft Kopfschmerzen. Romy und Thomas reden in ihrer neuen Podcast-Folge mit dem Wissenschaftler & Wissenschaftskommunikator Dr. André Lampe über wissenschaftliche Erkenntnisprozesse und die Art und Weise, wie diese für alle gesellschaftlichen Gruppen zu einem Erkenntnisgewinn führen können.

Hier geht's zur Podcastfolge in der Soundcloud

Warum diskriminierungsfreie Sprache wichtig ist und warum der Begriff Political Correctness hinkt

Wir reden mit dem Journalisten und ehemaligen Antidiskriminierungs-Berater des Landesnetzwerks Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt e.V. Keywan Tonekaboni über Politische Korrektheit und die Gründe, warum dieser Begriff nicht ganz das trifft, was eigentlich wichtig ist: eine diskriminierungsfreie Kommunikation in allen Bereichen unseres Lebens überall und immer.

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Du bist Politik digital jetzt auf YouTube

Am 24. April begannen wir mit der Veranstaltung "Beschränkung von Freiheits- und Bürgerrechten - Corona-Pandemie und Grundrechte" unsere Reihe DU BIST POLITIK digital ganz offiziell. Seitdem wurden weitere Online-Streams und Podcasts zu ganz unterschiedlichen Themen veröffentlicht. Unsere Video-Streams gibt es nun auch auf unserem YouTube-Kanal 'on demand' zu sehen.

Hier geht's zu den Filmen der Reihe DU BIST POLITIK digital und

hier direkt zum YouTube-Channel der Landeszentrale.

Neuer CampusPublik-Artikel online:

Der Sommer 2019 wurde vom Thema des Klima- und Umweltschutzes dominiert und auch perspektivisch scheint dieser Trend zunächst nicht abzureißen. Greta Thunberg und der von ihr inspirierten Fridays-for-Future Bewegung ist es gelungen, seit 2018 nachhaltig Druck auf die Politik aufzubauen und so ihre Themen sowohl auf nationaler Ebene als auch auf der internationalen Bühne auf die Agenda setzen zu können und dort auch selbstbewusst zu vertreten. Zuletzt wurde dies beim Wirtschaftsforum in Davos im Januar 2020 deutlich. Doch wie schaffen es Themen auf die Agenda von Regierungen? Und welche Aussicht auf einen rapiden Politikwechsel bestehen? - fragt Simon Raulf in seiner Arbeit "Das Potential eines Rapiden Politikwechsels in Anbetracht der Debatte um den Klimawandel im Sommer 2019"

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Neuer CampusPublik-Artikel jetzt online:

Im Zuge der Corona-Krise äußerte sich auch der Deutsche Ethikrat, der u.a. als Beratungsgremium der Bundesregierung in ethischen Fragen fungiert. Vor allem seine Statements zu möglichen Lockerungen der Alltags-Beschränkungen stießen allseits auf großes Interesse. Doch was ist dieser Ethikrat eigentlich und wie ist er zusammengesetzt.

Chrisopher Isensee stellt in seiner Arbeit "Expertokratie und Moral: Demokratische Legitimität ethischer Politikberatung" fest, dass sogenannte Laien fehlen und plädiert deshalb für eine Öffnung bzw. eine Stärkung des partizipatorischen Charakters im Deutschen Ethikrat.

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Neuer CampusPublik-Artikel: jetzt lesen!

Ungarn unter Viktor Orbán – demokratischer Rechtsstaat oder Autokratie?
Von Steven Kocadag
Nach dem Fall der Sowjetunion sollten die ehemals diktatorisch regierten Teilrepubliken in liberale Demokratien transformiert werden. Im Kontext der Westintegration galt vor allem Ungarn lange Zeit als Paradebeispiel.

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Wege der Erinnerungskultur: Studienreise nach Riga vom 13. bis 19. August

Nachdem die Studienreise nach Riga im letzten Jahr pandemiebedingt abgesagt werden musste, findet in diesem Jahr die Neuauflage statt. Hierfür gibt es noch freie Plätze, für die Sie sich bis zum 1. Juni 2022 anmelden können.

Nach beinahe 300 Jahren fand die reiche jüdische Kultur Rigas in den 1940er Jahren ein abruptes Ende. Zunächst der stalinistische Terror und anschließend die Shoah tilgten jüdisches Leben und jüdische Kultur aus der Stadt. Diesen Ereignissen nachzugehen, erhaltene Spuren zu erkunden und Wege der Erinnerungskultur kennenzulernen ist das Ziel der Studienfahrt, die die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt gemeinsam mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge veranstaltet.

Das Programm und Anmeldeformular finden Sie hier.

Buch des Monats Mai: „Russland – Ukrainekrieg und Weltmachtträume“

Bereits mehr als 75 Tage dauert nun schon der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine unter dem Vorwand der „Entnazifizierung“ und „Entmilitarisierung“. Unerwartet kam dieser Krieg nicht, denn ernsthafte Anzeichen und Warnungen gab es bereits 2014 mit der Annexion der Krim, der teilweisen Besetzung des Donbass und einem zunehmenden Demokratieabbau in Russland. Wohin will  Präsident Wladimir Putin sein Land führen? In unserem aktuellen Buch des Monats Mai greift der Autor und Russlandexperte Manfred Quiring diese zentrale Frage auf und gibt einen aktuellen Einblick in die Verfassung und Situation Russlands. Das Buch „Russland – Ukrainekrieg und Weltmachtträume“ ist erhältlich in der Literaturstelle der Landeszentrale oder bestellbar unter der Nr. 157 auf: https://lpb.sachsen-anhalt.de/service/literaturangebot/

„Krieg im Netz“: Podiumsdiskussion zum Ukraine-Krieg in Merseburg

Der Krieg in der Ukraine hat Auswirkungen bis in den digitalen Raum hinein. Bei einer Podiumsdiskussion am 27. April im Offenen Kanal Merseburg soll es um die Cybermacht Russland gehen, die Abwehrversuche der Ukraine und die Frage, wie der Krieg auch im Internet geführt wird. Die Veranstaltung kann auch live auf dem YouTube-Kanal der Landeszentrale für politische Bildung verfolgt werden: https://youtu.be/iB6padFQhmM

Hier geht es zur vollständigen PM.

Ausstellungseröffnung: „Guten Tag, lieber Feind!" Bilderbücher für Frieden

Anlässlich des Welttages des Buches wird am 23. April um 14 Uhr im Literaturhaus Magdeburg die Ausstellung „Guten Tag, lieber Feind! Bilderbücher für Frieden und Menschlichkeit“ eröffnet. Sie zeigt eine Auswahl origineller internationaler Bilderbücher, die sich auf vielfältige und eindrucksvolle Weise mit den Themen erlebter Gewalt und Flucht auseinandersetzen. 

Die Ausstellung ist vom 23. April bis 18. Juni 2022 im Literaturhaus Magdeburg (Thiemstraße 7, 39104 Magdeburg) zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Hier geht es zur vollständigen PM.

Buch des Monats: Standardwerk der politischen Bildung

Politische Bildung umfasst ein weites Feld. Unbestritten ist ihre Bedeutung für die Stärkung unserer Demokratie im Land. Im neuen „Handbuch politische Bildung“ wird ein umfassender Einblick gegeben in Praxisfelder, didaktische Prinzipien und Methoden, aber auch über politische Bildung im internationalen Vergleich. In der vollständig überarbeiteten Neuauflage des Standardwerkes der politischen Bildung sind zahlreiche Beiträge neu hinzugekommen, alle anderen wurden aktualisiert. So präsentiert das Handbuch in bewährter Form und auf aktuellem Stand alle relevanten Grundlagen der politischen Bildung und macht es zu einer unentbehrlichen Grundlage für Studium, Weiterbildung und Berufspraxis und zu unserem „Buch des Monats“.

Das „Handbuch politische Bildung“ ist erhältlich in der Literaturstelle der Landeszentrale oder bestellbar unter der Nr. 096 auf: https://lpb.sachsen-anhalt.de/service/literaturangebot/

CampusPublik im März: Weniger Fleischkonsum durch Nudging?

Mit dieser Frage hat sich Paula Krollik von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Rahmen ihres Studiums der Politikwissenschaft auseinandergesetzt. Sie zeigt in der neuen CampusPublik-Veröffentlichung, dass das Konzept des Nudging („Stupsen“), einer Strategie zur Verhaltensänderung, großes Potenzial besitzt, den Klimaschutz stärker in unseren Alltag zu integrieren. Als alleinige Maßnahme wird es langfristig aus ihrer Sicht allerdings nicht ausreichen. Dafür wäre eine Veränderung des Wirtschaftssystems nötig. Für sie ist die Realisierung des 1,5-Grad-Ziels des Pariser Klimaabkommens die wichtigste Aufgabe unserer Zeit. Dabei spielt für die Leipzigerin das Schlagwort Klimagerechtigkeit die zentrale Rolle.

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Studienfahrt in die Gedenkstätte Babyn Yar abgesagt

Der Krieg in der Ukraine hat auch direkte Auswirkungen auf die Arbeit der Landeszentrale. Die im Herbst im Rahmen einer Fortbildungsreihe geplante Fahrt nach Babyn Yar muss abgesagt werden. Bei einem Bombenangriff auf den Fernsehturm in Kiew sind auch Teile der nahe gelegenen Holocaust-Gedenkstätte Babyn Yar getroffen worden. Auf dem Areal, damals eine Schlucht am Rande der Stadt, wurden 1941 innerhalb von nur zwei Tagen mehr als 33.000 Juden ermordet.

Mit der in diesem Jahr geplanten Studienfahrt für Lehrkräfte sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sollte vor Ort vermittelt werden, welche Chancen solche Touren mit sich bringen und was es dabei pädagogisch und organisatorisch zu beachten gilt. Die beiden anderen Gedenkstättenfahrten nach Treblinka (12.-17. Juni) und Auschwitz (4.-10. September) bleiben von der Absage unberührt. Hier sind weiterhin noch Anmeldungen möglich per E-Mail: netzwerk@sachsen-anhalt.de oder Fax: 0391/567-6464.

Unser Buch des Monats März: Rassismus

Wo beginnt Rassismus im Kleinen und wo endet er im Großen? Kann es eine Welt ohne Rassismus geben? Klar ist, Rassismus reicht weit zurück und hat viele Gesichter. Rassismus begründet die Ideologie der Überlegenheit des eigenen Volkes aufgrund der Erfindung von Unterschiedlichkeit und ist Kern jeder rechtsextremen oder faschistischen Weltsicht. Dennoch ist der Begriff keineswegs auf kleine rechtsextreme Zirkel beschränkt. Vielmehr lauert er selbst in scheinbar harmlosen Begriffen unserer Alltagssprache. Da am 21. März der „Internationale Tag zur Überwindung der Rassendiskriminierung“ ist, widmen wir unser Buch des Monats diesem Thema. Der Titel ist erhältlich in der Literaturstelle der Landeszentrale oder bestellbar unter der Nr. 105 auf: https://lpb.sachsen-anhalt.de/service/literaturangebot/

Anastasia Gulej: "Das Recht ist auf unserer Seite"

Anastasia Gulej (Jahrgang 1925), ehemalige deutsche Zwangsarbeiterin, Überlebende der Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau und Bergen-Belsen sowie langjährige aktive Zeitzeugin, lebt in Kyjiw und erlebt jetzt zum zweiten Mal einen Krieg hautnah mit. Die Landeszentrale steht in engem Kontakt mit ihr. Gestern schrieb sie uns folgende Zeilen:

 

Seminar für fachliche Begleiter von Gedenkstättenfahrten

Studienfahrten zu Erinnerungsorten der Shoah sind für junge Menschen ein wertvolles Element historisch-politischer Bildung. Zur Umsetzung der Fahrten braucht es fachliche Begleiterinnen und Begleiter, die die Gruppen bei der Vor- und Nachbereitung betreuen und durch ihre fachliche, pädagogische und organisatorische Arbeit unterstützen. Vom 8. bis 10. April 2022 soll das Seminar in der Akademie Haus Sonneck dafür fachlichen Input und pädagogische Tipps liefern sowie den Raum für Diskussionen und Erfahrungsaustausch öffnen. Das Seminar ist für die Teilnehmenden kostenfrei und wird gemeinsam von der Landeszentrale und Arbeit und Leben Sachsen-Anhalt organisiert.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Buch des Monats: „Das politische System Deutschlands“

Unser Buch des Monats Februar ist ein auf den neuesten Stand gebrachtes Standardwerk politischer Bildung. Manfred G. Schmidt erläutert in „Das politische System Deutschlands“ sowohl das Regelwerk, das die Verfassung der Politik vorgibt, als auch die Verfassungswirklichkeit. Ausführlich werden die politischen Institutionen, deren Funktionsweisen sowie der Prozess der politischen Willensbildung behandelt. Zudem wird die Staatstätigkeit in den wichtigsten Feldern der Innen- und Außenpolitik sowie in ihren Wechselwirkungen mit den politischen Institutionen und Prozessen untersucht. Schmidt erörtert die Politik in Deutschland aus der Perspektive des internationalen und historischen Vergleichs und bewertet ihre Stärken und Schwächen. Das Buch ist in der Literaturstelle der Landeszentrale erhältlich und bestellbar unter der Nr. 018 auf: https://lpb.sachsen-anhalt.de/service/literaturangebot/

Wir erinnern und vergessen nicht: 77 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz wird heute wieder der Millionen Opfer des Nazi-Terrors gedacht - auch vom Team der Landeszentrale für politische Bildung. Der Holocaust-Gedenktag zeigt einmal mehr, wie wichtig die Erinnerung und wie notwendig der Einsatz gegen Antisemitismus, Diskriminierung und jede Form des Rassismus auch weiterhin bleibt.

Seit 1996 ist der 27. Januar in Deutschland der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, darunter Millionen Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und politische Gegner des NS-Regimes. Es ist der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, in dem mehr als eine Million Menschen ermordet wurden.

Buch des Monats: „Die 101 wichtigsten Fragen – Holocaust“

Vor 80 Jahren, am 20. Januar 1942, kamen in der Villa Marlier am Großen Wannsee führende Vertreter des nationalsozialistischen Regimes und hohe Ministerialbeamte zusammen, um über die sogenannte „Endlösung der Judenfrage“ zu beraten und den organisierten Massenmord an den in Europa lebenden Juden zu planen. Mit diesem Beschluss wurde das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte eingeläutet. In Erinnerung an die Millionen Opfer und den bevorstehenden Holocaust-Gedenktag am 27. Januar, präsentiert die Landeszentrale für politische Bildung den aktuellen Titel „Die 101 wichtigsten Fragen – Holocaust“. Das Buch von Markus Roth führt in die Vorgeschichte, Ablauf und Folgen des Holocaust ein und beantwortet zahlreiche zentrale Fragen zu Tätern und Opfern. Der Titel ist in der Literaturstelle der Landeszentrale erhältlich und bestellbar unter der Nr. 024 auf: https://lpb.sachsen-anhalt.de/service/literaturangebot/

Schulen setzen mit Stolpersteinputzaktion Zeichen gegen Antisemitismus

Es ist eine besondere Form des Gedenkens und der Erinnerung an die Opfer der NS-Diktatur: Im Rahmen der Aktionswoche „Eine Stadt für alle“ in Magdeburg werden sich 15 Schulen aus der Landeshauptstadt und dem Umland an der diesjährigen Stolpersteinputzaktion beteiligen.

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Unser Buch des Monats Dezember: "Querdenken"

Aus aktuellem Anlass haben wir den Titel "Querdenken" in unsere Buchempfehlungen aufgenommen. Das Wort „Querdenken“ ist einstmals positiv besetzt gewesen. Im Zuge der Corona-Pandemie hat es sich zum Inbegriff einer politischen Bewegung gewandelt, deren Anhänger und Sympathisanten als sogenannte Querdenker gegen staatliche Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf die Straße gehen und und sich zunehmend radikalisieren. „Impfgegner, Esoteriker, Lebensreformer rebellieren gemeinsam mit Identitären, Reichsbürgern, Öko-Nazis, mit religiösen Sektierern, Heilpraktikern, Verdrossenen und Aufsässigen, Wirrköpfen und Verschwörungsphantasten. Angefeuert von rechtsextremer Agitation und cleverem Management, radikalisieren sich geängstigte Bürger in einer wenig strukturierten, aber wegen der antidemokratischen Grundstimmung gefährlichen Bewegung. Ursachen, Zusammenhänge und Ziele des 'Querdenkens' werden in den Beiträgen ausgewiesener Fachleute dargestellt und erläutert.“ Das Buch „Querdenken“ ist in der Literaturstelle der Landeszentrale erhältlich und bestellbar unter der Nr. 004 auf: https://lpb.sachsen-anhalt.de/service/literaturangebot/

Zum Jubiläumsjahr Themenheft "Jüdisches Leben in Halle" erschienen

Aus Anlass des Jubiläums "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" - urkundlich belegt seit dem Jahr 321 n. Chr., als der römische Kaiser Konstantin ein Edikt erließ, das die Berufung von Juden in Ämter der Kurie und der Stadtverwaltung in Köln ermöglichte – hat die Stadt Halle kürzlich u.a. in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt ein Themenheft herausgeben. Unter dem Titel „Jüdisches Leben in Halle“ nimmt das Heft insbesondere die baulichen Überlieferungen der jüdischen Gemeinde und der künstlerisch-akademischen Persönlichkeiten in den Blick. Das Heft liegt öffentlich aus und lädt dazu ein auf den Spuren jüdischen Lebens in Halle in Geschichte, Gegenwart und Zukunft zu wandeln

Berufsbildende Schulen „Conrad Tack“ in Burg sind neu im Courage-Netzwerk

Einen besonderen Grund zum Feiern hatten die Berufsbildenden Schulen „Conrad Tack“ in Burg. Am 4. November ist der Bildungseinrichtung offiziell der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen worden – als dritter Schule im Jerichower Land und insgesamt 152. Schule im Land Sachsen-Anhalt. „Wir freuen uns, dass mit der BbS in Burg nun bereits die zehnte Berufsschule zum Netzwerk gehört und ein Zeichen gegen Rassismus und für Courage setzt“, betonte Landeskoordinatorin Cornelia Habisch.

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Schlafgertig mit KonterBUNT: Argumentationstrainings gegen Stammtischparolen

Vorurteile, diskriminierende und menschenverachtende Sprüche begegnen uns öfter als uns lieb ist. Meist erwischen sie uns unerwartet – an der Bushaltestelle, in der Kneipe, auf dem Schulhof, im Betrieb, in Vereinen oder auf der Familienfeier. Wir wollen etwas entgegnen, aber bevor wir reagieren können, ist die Situation auch schon vorüber.

Argumentationstrainings gegen Stammtischparolen sind eine seit mehr als 20 Jahren bewährte Möglichkeit, um sich mit diskriminierenden Parolen auseinanderzusetzen und das Einschreiten dagegen zu lernen. Sie lehnen sich dabei an die gemeinsam von der Niedersächsischen Landeszentrale und der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt entwickelte KonterBUNT-App an. Die Trainings können für Sachsen-Anhalt angefragt werden bei der Landeszentrale für politische Bildung, , Netzwerk für Demokratie und Toleranz, Leiterstr. 2, 39104 Magdeburg, Tel.: 0391/567-6460, E-Mail: netzwerk(at)sachsen-anhalt.de

Buchprojekt vorgestellt: „Jüdische Geschichte in der Region entdecken“

Die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und die Evangelische Landeskirche Anhalts wollen Schülerinnen und Schülern stärker für die jüdische Geschichte in ihrer Region sensibilisieren. In Zusammenarbeit der beiden Institutionen wurde das 2020 erschienene Buch „Jüdisches Leben in Anhalt“ neu aufgelegt und in Klassensätzen an alle weiterführenden Schulen in Anhalt verschickt. Auch Grundschulen erhalten Exemplare zur Ansicht. Am 23. September ist das Projekt im Gymnasium Philanthropinum Dessau der Öffentlichkeit präsentiert worden. Maik Reichel, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, betonte bei der Vorstellung, das Buch solle Schülerinnen und Schülern helfen, die jüdischen Orte in ihrer Region zu entdecken und sich mit ihrer Geschichte und dem jüdischen Leben zu beschäftigen.

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Podiusmdiskussion: "Umbruch oder Abbruch - Was hat die friedliche Revolution gebracht?"

Zum Abschluss ihres mehrjährigen DDR-Geschichtsprojekts hatte die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt am 24. September nach Magdeburg eingeladen. Im Rahmen der Tagung "Aufbruch, Umbruch, Abbruch - Zwischen Partizipation und Verdrossenheit. Ostdeutschland drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall“ diskutierten der Philosoph und Publizist Prof. Dr. Richard Schröder, die Journalistin und Autorin Valerie Schönian sowie die Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Birgit Neumann-Becker, über die Frage, welche Auswirkungen die friedliche Revolution bis heute hat und was für oder gegen ein ostdeutsches Wir spricht. Im YouTube-Video können Sie die Diskussion noch einmal verfolgen.

Ein Gespräch mit dem Politikberater Martin Fuchs über Krisenkommunikation

Richtig zu kommunizieren ist schwer - das wissen wir alle aus unserem Alltag.  In der Politik und in der Wissenschaft ist das nicht anders - auch hier stoßen die Protagonisten immer wieder auf Kommunikationshindernisse. Gerade in Corona-Krisenzeiten wird das noch einmal deutlich. Wie kommuniziert Wissenschaft mit Politik und wie gibt die Politik entsprechende Informationen an die Bürgerinnen und Bürger weiter? Der Politikberater Martin Fuchs spricht in unserer jüngsten "DU BIST POLITIK digital"-Podcastfolge über Fallstricke und Lösungen für eine gute Kommunikation, die am Ende jede und jeden weiterbringt.

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Mehr als eine Stadtgeschichte Halles im 20. Jahrhundert

Im Mittelpunkt des von Daniel Watermann und Susanne Feldmann herausgegebenen Buches "Stadtgeschichte auf Fotografien: Halle (Saale) im 20. Jahrhundert" stehen Motive, die wichtige Ereignisse mit Bezug zur regionalen sowie gesamtdeutschen Geschichte in Halle zeigen. Der zeitliche Bogen reicht dabei vom Besuch des deutschen Kaiserpaars 1903 in der Saalestadt bis zum Eierwurf auf Bundeskanzler Helmut Kohl im Jahr 1991. In der Aufzeichnung aus unserer Livestream-Reihe "DU BIST POLITIK digital" geben Susanne Feldmann als Mitherausgeberin sowie zwei der insgesamt 18 Autorinnen und Autoren - Ute Fahrig, Kuratorin am Stadtmuseum Halle, und Antje Seeger, Leiterin des Bildarchivs am Institut für Kunstgeschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg - einen Einblick in das im Mitteldeutschen Verlag erschienene Buch. 

Von der politischen Architektur bis zum Treuhand-Drama: Neue Publikationen im Sortiment der Literaturstelle

In der Literaturstelle der Landeszentrale für politische Bildung sind neue, spannende Publikationen verfügbar. Neben der politischen Architektur deutscher Parlamente geht es dabei um „Rechte Egoshooter“, die Bildungsarbeit gegen Antisemitismus , die "Geschichte der deutschen Wiedervereinigung" oder "Die Treuhand - Ein deutsches Drama".

Nach der zuletzt erfolgten Aktualisierung sind die Publikationsdatenbank und das Bestellsystem jetzt auch wieder erreichbar. Alle Titel, die Sie bei uns in der Literaturstelle vorfinden, können nun in gewohnter Form online über den Warenkorb bestellt werden unter: https://lpb.sachsen-anhalt.de/service/literaturangebot-mit-shop/ oder direkt in der Leiterstraße 2 in Magdeburg abgeholt werden.

Die Literaturausgabe der Landeszentrale hat geöffnet:
Montag, Mittwoch, Freitag: 10.00 - 12.00 Uhr
Dienstag: 13.00 - 16.00 Uhr
Donnerstag: 13.00 - 17.00 Uhr

Ein Gespräch mit Katharina Nocun über Verschwörungstheorien und ihr neues Buch „Fake Facts"

Corona lässt Verschwörungstheorien eine Konjunktur erleben - überall trifft man auf sie, in den sozialen Netzwerken genauso wie im Bekannten- und Verwandtenkreis. Doch was sind Verschwörungstheorien eigentlich, woran erkennt man sie als solche und wie tritt man ihnen entgegen? Und wer sind die Protagonisten, die bei ihrer Verbreitung helfen? Alles Idioten oder doch Menschen, die man ernst nehmen sollte? Darüber haben wir mit der Autorin und Bloggerin Katharina Nocun gesprochen. Nebenbei gibt sie einen exklusiven Vorgeschmack auf ihr neuestes Werk, das sie gemeinsam mit Pia Lamberty realisierte - ihre Buchneuerscheinung "FAKE FACTS: Wie Verschwörungstheorien unser Denken bestimmen". Brandaktuell wird dieses voraussichtlich Mitte Mai erscheinen. Wir konnten es vorher lesen und empfehlen es hiermit wärmstens.

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Vorgestellt: Der Friedenskreis Halle - ein Teil der sachsen-anhaltischen Zivilgesellschaft

Als wichtiger Akteur des zivilgesellschaftlichen Engagements in Sachsen-Anhalt hat der Friedenskreis Halle e.V. eine lange Geschichte, die um das Jahr 1989 beginnt. Romy und Thomas unterhalten sich mit Christof Starke über Vergangenheit und Gegenwart eines Vereins, der sich nicht allein der Friedensarbeit verschrieben hat.

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Leitbild der Landeszentrale ist jetzt Online

„Die Vermittlung der Vorzüge der Demokratie, der Menschenrechte, der Freiheitsrechte des Einzelnen und des friedlichen Miteinanders, des Kompromisses und der Rechtsstaatlichkeit ist eine Kernaufgabe der politischen Bildung.“ So steht es im Leitbild der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und dieser Aufgabe fühlen wir uns verpflichtet. Entwickelt worden ist das Leitbild gemeinsam vom Team der Landeszentrale. Dabei sind auch die Ergebnisse von Klausurtagungen der letzten Jahre mit eingeflossen. Für unsere tägliche Arbeit stellt das Leitbild eine wichtige Grundlage dar. Seine Grundsätze sollen unser Handeln leiten sowie nach innen und außen gelten.

Hier geht's zum kompletten Text.

Zuwendungen der Landeszentrale - ein neuer Erklärfilm zeigt, wie's geht

Die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-​Anhalt fördert Ihr Projekt! Unterstützt werden die verschiedensten Formate der politischen Bildungsarbeit, wie Seminare, Workshops, Vorträge, Ausstellungen und vieles mehr. Unser brandneuer kurzer Erklärfilm zeigt, wie's geht. Für Fragen zu Ihrem Projekt stehen wir Ihnen natürlich gern per Mail zur Verfügung: politische.bildung(at)sachsen-​anhalt.de Wir freuen uns auf Ihre Ideen! Ihr Team der Landeszentrale.

"Einschreiten für Demokratie": Neue App hilft, Stammtischparolen zu kontern

Mit der kostenlosen App „KonterBUNT“ kann man seit dem 11. Juni hilfreiche Strategien aus Argumentationstrainings gegen Stammtischparolen kennenlernen. Die App enthält einen Strategieguide mit zahlreichen Tipps und Ratschlägen, die sich beim Argumentieren bewährt haben. In einem Mini-Game lassen sich verschiedene Reaktionen auf Parolen direkt ausprobieren. Die Tipps wurden von Prof. Klaus-Peter Hufer entwickelt. Er ist Experte für Argumentationstrainings und beschäftigt sich in seinen Büchern seit Jahren mit dem Problem. „Stammtischparolen grenzen aus und sind oft voller Hass. Vom Spruch zur Tat sind die Übergänge fließend. Deswegen sollte widersprochen werden“, so Hufer.

Die App „KonterBUNT“ steht seit dem 11. Juni in den App-Stores von Google und Apple kostenlos zum Download bereit. Sie lässt sich mit den gängigen mobilen Betriebssystemen „Android“ und „iOS“ nutzen.

www.konterbunt.de

Neuer CampusPublik-Artikel: Zur Staatsräson

Der Schock sitzt vielen politischen Eliten noch in den Knochen. Nach der 19. Bundestagswahl brach die FDP als erste Partei in der Geschichte der BRD die Koalitionsgespräche in der Sondierungsphase ab. Eine schwarz-gelb-grüne, sogenannte Jamaika-Koalition kam nicht zustande. Etwas weniger überraschend war das darauffolgende Einlenken der SPD. Nach ihrer krachenden Wahlpleite mit einem Verlust von 5,2 Prozent bekam die ehemals große Volkspartei gerade einmal 20,5 Prozent der Stimmen und erteilte deshalb der Regierungsverantwortung zunächst eine Absage. Doch auf Grund des hohen politischen Drucks nach dem Jamaika-Aus lenkte die SPD ein und begab sich in Sondierungsgespräche mit dem alten Koalitionspartner, der Union. Ein halbes Jahr nach der Bundestagswahl wurde der Koalitionsvertrag der erneuten Großen Koalition (GroKo) unterschrieben. Während dieses halben Jahres wurde die SPD in den Medien immer wieder in den Zusammenhang mit dem Begriff der Staatsräson gebracht. Doch was ist eigentlich damit gemeint?

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