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Neues von der Landeszentrale für politische Bildung

Lesekonzert zu Geschichte und Gegenwart rechter Gewalt in Deutschland am 9. November in Halle

Zu einem besonderen Lesekonzert mit dem Ensemble Opus 45 und dem Schauspieler Roman Knižka unter dem Motto "Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen …" laden die Landeszentrale für politische Bildung und das Theater Halle am 9. November 2019 um 19.30 Uhr ins "neue theater" ein. Schlaglichtartig beleuchtet das Programm einschneidende Ereignisse in der Entwicklung der extremen Rechten seit der Gründung der Bundesrepublik, unter anderem die Schändung der Kölner Synagoge im Jahr 1959, das Attentat auf Rudi Dutschke, das Oktoberfestattentat in München, die Pogrome von Solingen und Rostock, die rechtsextremen Terrorakte des NSU, den Mord an Walter Lübcke, der versuchte Massenmord an Juden am Versöhnungstag (Jom Kippur) in Halle/Saale. Zu Gehör kommen harte Fakten in Form von Reportagen, Stimmen von Opfern rechter Gewalt sowie das Zeugnis einer Neonazi-Aussteigerin.

Hier geht es zur vollständigen Ankündigung des Programms.

Der Krieg auf dem Smartphone oder: Zuhause bleibt überall

Filmvorführung und Gespräch am Samstag, 16. November 2019 um 18:30 Uhr im Studiokino, Moritzplatz 1A in Magdeburg

Auf der Flucht hatte die Digitalisierung einen ganz besonderen Stellenwert für Geflüchtete: Das Smartphone und die sozialen Netzwerke waren für sie unerlässliche und überlebenswichtige Kommunikations- und Orientierungswerkzeuge. Doch welche Rolle spielen Smartphone und Digitalisierung im Leben der Geflüchteten, nachdem sie ihr Ziel erfolgreich erreicht haben?

In der Veranstaltung wird zunächst die beeindruckende Dokumentation „Nachrichten aus Syrien - The War On My Phone“ (Laufzeit ca. 86 Min.) gezeigt, in der eindrucksvoll verdeutlicht wird, dass das Smartphone für die vier Protagonisten, die selbst bereits erfolgreich nach Deutschland geflüchtet sind, ein Werkzeug darstellt, das ihnen hilft, den Sinn des Lebens, die Hoffnung und ihre sozialen Beziehungen nicht zu verlieren. Anschließend werden sich Prof. Dr. Carola Richter, Professorin für Internationale Kommunikation an der FU Berlin, Elke Sasse, Regisseurin des präsentierten Films, sowie zwei Geflüchteten-VertreterInnen des Landesnetzwerks der Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt e.V. (LAMSA) in einem offenen Gespräch dem Thema widmen.

Neuer CampusPublik-Artikel: Zur Staatsräson

Der Schock sitzt vielen politischen Eliten noch in den Knochen. Nach der 19. Bundestagswahl brach die FDP als erste Partei in der Geschichte der BRD die Koalitionsgespräche in der Sondierungsphase ab. Eine schwarz-gelb-grüne, sogenannte Jamaika-Koalition kam nicht zustande. Etwas weniger überraschend war das darauffolgende Einlenken der SPD. Nach ihrer krachenden Wahlpleite mit einem Verlust von 5,2 Prozent bekam die ehemals große Volkspartei gerade einmal 20,5 Prozent der Stimmen und erteilte deshalb der Regierungsverantwortung zunächst eine Absage. Doch auf Grund des hohen politischen Drucks nach dem Jamaika-Aus lenkte die SPD ein und begab sich in Sondierungsgespräche mit dem alten Koalitionspartner, der Union. Ein halbes Jahr nach der Bundestagswahl wurde der Koalitionsvertrag der erneuten Großen Koalition (GroKo) unterschrieben. Während dieses halben Jahres wurde die SPD in den Medien immer wieder in den Zusammenhang mit dem Begriff der Staatsräson gebracht. Doch was ist eigentlich damit gemeint?

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Aktionstage Netzpolitik & Demokratie

Die "Bundesweiten Aktionstage Netzpolitik & Demokratie" fanden im letzten Jahr zum ersten Mal statt. Über einhundert Veranstaltungen zu netzpolitischen Themen wurden durch die Zentralen für politische Bildung und ihre PartnerInnen realisiert - für´s erste Mal war das stattlich. Nun geht es in die zweite Runde: Vom 14. bis zum 16. November werden die "Bundesweiten Aktionstage Netzpolitik & Demokratie" in diesem Jahr sein und alle sind aufgerufen, sich zu beteiligen...habt Ihr ein interessantes Veranstaltungsformat für uns? Dann gebt dem Koordinierungsteam Bescheid via
aktionstage(at)netzpolitische-bildung.de oder direkt uns via:
thomas.erling(at)sachsen-anhalt.de

Organisationen können sich genau so beteiligen wie Einzelpersonen. Hier gibt es weitere Hinweise.

„Neue Gräben zwischen Ost und West?“ – Im Gespräch mit Roland Jahn

Im Jubiläumsjahr der friedlichen Revolution und 30 Jahre nach dem Mauerfall erscheinen die innerdeutschen Verhältnisse alles andere als harmonisch. Vor diesem Hintergrund kommt der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, am 16. Oktober um 19.30 Uhr im Rahmen des DDR-Geschichtsprojektes „Ermutigung“ der Landeszentrale für politische Bildung zu einem öffentlichen Gespräch in die Stadtbibliothek Magdeburg. Beginn ist 19.30 Uhr. Eintritt frei

Hier geht es zur vollständigen PM. 

Treibland Digitalisierung - Auf dem Weg zu einer neuen Weltanschauung

Buchvorstellung, Filmvorführung & Gespräch am Donnerstag, 14. November 2019, 18:30 Uhr im Studioklub, Moritzplatz 1A in Magdeburg

Die Digitalisierung ist inzwischen in praktisch jedem Bereich unseres Lebens präsent und es wird mit einer immer größeren Selbstverständlichkeit verlangt, dass man sich ihr unterwirft – soll sie doch schließlich unser aller Leben erleichtern und gleichzeitig alle Aspekte des gesellschaftlichen Wandels optimieren. 

Doch tut sie das wirklich? Oder widersprechen sich technischer Optimierungswahn und Lebensqualität eigentlich? Wie kann erreicht werden, dass die Digitalisierung der Menschheit dient – und nicht umgekehrt? Derartige Fragen stellt auch Ulrich Sendler in seinem neuesten Buch „Das Gespinst der Digitalisierung“, das er im Rahmen der Veranstaltung präsentieren wird. An die Buchpräsentation inhaltlich anknüpfend wird eine Folge der Netflix-Serie „Black Mirror“ gezeigt. Abschließend wird es Raum für Diskussionen und Gespräche geben.

Das Ende der Arbeit oder: wie KI, Robotik & Co. Lohnarbeit neu definieren

Veranstaltung am Freitag, 15. November 2019 um 18:30 Uhr im Café Koffij in Halle (Saale), Leipziger Str. 70

Die Digitalisierung stellt unsere Arbeitswelt auf den Kopf – KI, Robotik & Co. übernehmen immer mehr Tätigkeiten, die früher von Menschen ausgeführt wurden. Gerade ArbeitnehmerInnen unterer Einkommenssegmente sind davon verstärkt betroffen. ZukunftsforscherInnen sprechen deshalb schon heute vom Ende der Arbeit. Diese Zukunftsprognose produziert naturgemäß Ängste und provoziert ganz unterschiedliche Reaktionen. Die einen sagen, dass Digitalisierung auch bedeuten müsse, Arbeitsplätze zu schaffen um den Menschen in der traditionellen Form der Erwerbstätigkeit zu halten. Die anderen sehen nun endlich die Chance gekommen, weniger arbeiten zu müssen und sich ihrer absoluten Selbstverwirklichung hingeben zu können. In diesem Zusammenhang wird auch immer wieder das Konzept des allgemeinen Grundeinkommens ins Spiel gebracht. Doch was ist richtig: kann es eine Welt ohne Erwerbstätigkeit geben, in der Roboter all das übernehmen, was wir nicht gern machen? Kann Digitalisierung die Chance bedeuten, all das realisieren zu können, wofür sonst nie Zeit ist? Oder bleibt all das Utopie, weil es dem menschlichen Wesen nicht entspricht, nicht für Geld zu arbeiten?

Das diskutieren:
 Stefanie Janczyk (IG Metall, Leiterin des Ressorts Allg. Sozial- und Arbeitsmarktpolitik)
Thomas Wünsch (Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des LSA)
Petra Sitte (MdB, Die Linke)
Petra Uhlmann (Netzwerk Grundeinkommen LSA)
Nicolas Guenot (Konzeptwerk Neue Ökonomie)

Moderation: 
Romy Höhne

"Einschreiten für Demokratie": Neue App hilft, Stammtischparolen zu kontern

Mit der kostenlosen App „KonterBUNT“ kann man seit dem 11. Juni hilfreiche Strategien aus Argumentationstrainings gegen Stammtischparolen kennenlernen. Die App enthält einen Strategieguide mit zahlreichen Tipps und Ratschlägen, die sich beim Argumentieren bewährt haben. In einem Mini-Game lassen sich verschiedene Reaktionen auf Parolen direkt ausprobieren. Die Tipps wurden von Prof. Klaus-Peter Hufer entwickelt. Er ist Experte für Argumentationstrainings und beschäftigt sich in seinen Büchern seit Jahren mit dem Problem. „Stammtischparolen grenzen aus und sind oft voller Hass. Vom Spruch zur Tat sind die Übergänge fließend. Deswegen sollte widersprochen werden“, so Hufer.

Die App „KonterBUNT“ steht seit dem 11. Juni in den App-Stores von Google und Apple kostenlos zum Download bereit. Sie lässt sich mit den gängigen mobilen Betriebssystemen „Android“ und „iOS“ nutzen.

www.konterbunt.de