„Einfach weggesprengt“ – Vortrag und Gespräch zum Thema Kirchenzerstörung in der DDR

Sprengung der Katharinenkirche Magdebburg
Im April 1964 wurde die im Krieg schwer beschädigte Katharinenkirche in Magdeburg gesprengt, um Platz zu schaffen für den sozialistischen Stadtumbau.

Fast 60 Kirchen mussten in der DDR dem sozialistischen Stadtumbau weichen. „Einfach weggesprengt“ lautet das Motto eines Vortrags- und Gesprächsabends am 20. Juni um 19.30 Uhr in Magdeburg, mit dem die Landeszentrale an die Zerstörung von Kirchen in der DDR erinnern will.

Zwischen 1947 und 1987 wurden in der sowjetisch besetzen Zone und in der DDR fast 60 Kirchengebäude auf Anordnung der SED-Führung gesprengt oder abgerissen. Die Stadt Magdeburg war in besonderer Weise davon betroffen. Auf staatliche Anweisung verschwanden allein hier neun der kriegsbeschädigten Kirchen aus dem Stadtbild – davon vier der sechs Hauptkirchen. Im Rahmen ihres DDR-Geschichtsprojektes möchte die Landeszentrale dieses bislang wenig beachtete Thema bei Vortrag und Gespräch in der Wallonerkirche (Neustädter Str. 8) aufgreifen. Als Referenten konnten Dr. Christian Halbrock, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Bildung und Forschung beim Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen in Berlin, sowie der Architekt Michael Sußmann, langjähriger Kirchenoberbaurat in Magdeburg, gewonnen werden.

Hier finden Sie die vollständige PM.

Erfolgreiche Premiere – Aktionstage „Netzpolitik & Demokratie“ in Sachsen-Anhalt beendet

Aktionstage

Eine positive Bilanz der ersten Aktionstage „Netzpolitik und Demokratie“ hat der Koordinator der Aktionstage, Thomas Erling, für Sachsen-Anhalt gezogen.

Es war eine Premiere und eine erfolgreiche noch dazu: Erstmals haben die Zentralen für politische Bildung und ihre Partnerinnen und Partner vom 7. bis zum 9. Juni bundesweite Aktionstage Netzpolitik & Demokratie veranstaltet. Allein in Sachsen-Anhalt seien in diesem Rahmen insgesamt 20 Veranstaltungen realisiert  worden, so Thomas Erling, Bundeskoordinator der Aktionstage und gleichzeitig verantwortlich für die Planung der Veranstaltungen in Sachsen-Anhalt. „Unsere Rechnung ist aufgegangen und alle Angebote sind gut angenommen worden.“ So habe das Programm in den Städten Halle (Saale), Magdeburg, Merseburg, Wolfen und Wittenberg circa 300 interessierte Bürgerinnen und Bürger jeden Alters erreicht. Zudem seien der Magdeburger TEDx Salon und eine Veranstaltung in Wittenberg in das Programm der ersten Streamingkonferenz der Bundeszentrale für politische Bildung aufgenommen worden, die ca. 30.000 Menschen in ganz Deutschland erreicht habe.

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Ausschnitt Bild Demonstration Identitäre

Simon Raulf

Begriffe wie „Heimatschutz“, „Leitkultur“ oder „Umvolkung“ wirken auf den ersten Blick neutral und harmlos. Dass sich ihre Sprecher damit aber einer rechtsextremen Denktradition bedienen und weitreichende Ziele verfolgen, zeigt Simon Raulfs Analyse.

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Fachtag befasst sich mit Erscheinungsformen und Gefahrenpotenzial des Linksextremismus

Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg
Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg

Die Proteste gegen den G20-Gipfel im vergangenen Jahr, bei denen es in der Hamburger Innenstadt zu gewalttätigen Ausschreitungen kam, haben den Linksextremismus einmal mehr in den Fokus der öffentlichen Debatte gerückt. Bei einem Fachtag am 13. Juni in Dessau-Roßlau will sich die Landeszentrale dem Phänomen zuwenden und Wege zur Prävention aufzeigen. 

Was ist eigentlich unter Linksextremismus zu verstehen? Welche Organisations- und Protestformen gibt es, wie groß ist das Gewaltpotenzial? Wie kann Prävention aussehen? Diesen und anderen Fragen werden bei der Tagung im Fürst Leopold Hotel Dessau der Berliner Politikwissenschaftler Prof. Dr. Hans-Gerd Jaschke, der Leiter der Abteilung Verfassungsschutz im Ministerium für Inneres und Sport, Jochen Hollmann, und Prof. Dr. Wolfgang Kühnel von der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin nachgehen. Den Abschluss bildet eine Podiumsdiskussion zum Thema „Prävention gegen Linksextremismus – aber wie?“.

Hier finden Sie die vollständige PM und das Tagungsprogramm.

Christoph Dieckmann liest in Dessau-Roßlau und Wernigerode aus seinem Buch "Mein Abendland"

Christoph Dieckmann
Christoph Dieckmann ist seit mehr als 25 Jahren für die Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ als Reporter und Autor unterwegs.

Nach dem Auftakt seiner Lesetour durch Sachsen-Anhalt am 31. Mai in Aschersleben kommt der vielfach ausgezeichnete Autor und Publizist Christoph Dieckmann in dieser Woche nach Dessau Roßlau (4. Juni, Bauhaus Dessau) und nach Wernigerode (7. Juni, Kirche St. Sylvestri). Er liest jeweils um 19.30 Uhr aus seinem jüngsten Buch „Mein Abendland – Geschichten deutscher Herkunft“. Die Essays und Reportagen behandeln vergangenes und gegenwärtiges Zeitgeschehen. Es geht um die Flüchtlingskrise und Pegida, Titos Jugoslawien und Putins Russland, europäische Werte und universale Menschenrechte. Vieles in seinen Überlegungen dreht sich aber um das untergegangene Land, aus dem er kommt. So verschwindet ein Kind, dann ein Staat. Die DDR-Nationalmannschaft ersteht neu, in Dresden demonstriert das Volk – wie 1989? Bei allem historischen Blick fehlt es den Texten des Publizisten nicht an individueller Erinnerung: „Ostdeutsch bleibe ich nebst vielen anderen Zutaten meiner multiplen Identität“. 

Die Lesung ist Teil des aktuellen Geschichtsprojektes der Landeszentrale für politische Bildung unter dem Motto „Ermutigung – Lebenswelt, Repression und Widerstand in der DDR und Osteuropa nach 1945“.

Hier finden Sie die Pressemitteilungen zu den Lesungen in Dessau-Roßlau und Wernigerode.

Staffelstab übergeben: Neuer Ansprechpartner für den Publikationsservice

Neuer Ansprechpartner in der Publikationsstelle
Jan Bartelheimer (li.) hat die Aufgaben von Wilfried Welz übernommen.

Seit Anfang Mai 2018 ist Jan Bartelheimer neuer Ansprechpartner für den Publikationsservice der Landeszentrale für politische Bildung. Der 36-jährige Politikwissenschaftler übernimmt diesen Aufgabenbereich von Wilfried Welz, der ihn fast 25 Jahre verantwortet hat. Zur symbolischen „Buchübergabe“ sind beide in der Literaturstelle in der Leiterstraße 2 in Magdeburg zusammengekommen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landeszentrale freuen sich über den neuen Kollegen, setzen auf eine gute Zusammenarbeit und wünschen ihm allzeit eine glückliche Hand bei Literaturauswahl und Lesungen.

Kammerkonzert und Lesung mit dem Ensemble „Opus 45“ und dem Schauspieler Roman Knižka

Das Ensemble "Opus 45" und der Schauspieler Roman Knižka

Es wird eine ungewöhnliche musikalische Lesung am kommenden Sonntag, dem 27. Mai, um 12 Uhr im Magdeburger Palais am Fürstenwall: Das Bläserquintett Opus 45 spielt im Festsaal der Staatskanzlei ausschließlich Stücke von Komponisten, die Opfer des nationalsozialistischen Terrors wurden. Der Rezitator und Schauspieler Roman Knižka, bekannt aus vielen Film- und Fernseh-Produktionen, liest dazu Texte von Bertolt Brecht, Kurt Tucholsky, Erich Kästner, Paul Celan, Oskar Maria Graf, Primo Levi, Mascha Kaléko u.v.m. Der Titel des Programms, „Den Nazis eine schallende Ohrfeige versetzen“, ist ein bekannter Satz des überzeugten Pazifisten und Widerstandskämpfers Konrad Reisner. 

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Cover Bild SAM 2018

Am 22. Mai ist der vom ZSH im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung erstellte Sachsen-Anhalt-Monitor "Polarisierung und Zusammenhalt" vorgestellt worden. Für die Analyse haben die beauftragten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über mehrere Monate 1100 Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter befragt und die Ergebnisse auf 144 Seiten zusammengefasst.

Die Publikation kann hier als PDF heruntergeladen werden. 

Den zugehörigen Tabellenband finden Sie hier.

Eine "open data version" des Sachsen-Anhalt-Monitors 2015 kann per E-Mail bei der Landeszentrale für politische Bildung angefordert werden.

Senden Sie dazu Ihre E-Mail mit Betreff: SAM 2018 - open data und den nachfolgenden Angaben zu Ihrer Person: Name, Vorname und Adresse

an politische.bildung(at)lpb.mb.sachsen-anhalt.de

Die Zustellung erfolgt ausschließlich per E-Mail.

Anforderungen ohne Angabe zur Person werden nicht berücksichtigt.

Hinweis: Es gelten die datenschutzrechtlichen Bestimmungen zum Schutz personenbezogener Daten.

Jahreskonferenz des Netzwerkes für Demokratie und Toleranz am 23. Mai in Halle: Wie begegnen wir Hass und Verdruss?

Meile der Demokratie
Bei der diesjährigen Meile der Demokratie in Magdeburg wurde der Meilenschal der Sekundarschule "LebenLernen" entrollt.

Vertreter der Zivilgesellschaft, von Vereinen, Parteien, Kirchen, Gewerkschaften und Verbänden treffen sich anlässlich des Tages des Grundgesetzes am 23. Mai zur Jahreskonferenz des Netzwerkes für Demokratie und Toleranz in den Franckeschen Stiftungen in Halle. Zu den Vorträgen und Workshops werden rund 170 Teilnehmer erwartet. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Gesellschaft dem wachsenden Hass und Verdruss begegnen kann.

Eröffnet wird die Jahreskonferenz von Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch, die gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten Schirmherrin des 2005 gegründeten Netzwerkes ist.

Hier finden Sie die vollständige PM und den Veranstaltungsflyer

Populismus in Europa – Vortrag des Populismusforschers Cas Mudde am 22. Mai in Magdeburg

Cas Muddde
Der niederländische Politikwissenschaftler Cas Mudde von der Universität Georgia (USA) kommt nach Magdeburg.

Der renommierte niederländische Politikwissenschaftler Cas Mudde von der Universität Georgia (USA) wird am 22. Mai in der Landeszentrale für politische Bildung über die Entwicklung und Auswirkungen populistischer Bewegungen in Europa sprechen. Veranstaltungsbeginn ist 18 Uhr. Die Landeszentrale für politische Bildung und das Europe Direct Informationszentrum Sachsen-Anhalt/Magdeburg laden hierzu gemeinsam mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg herzlich ein.

In den letzten Jahren verzeichnen populistische und anti-europäische Bewegungen wachsenden Zuspruch. Dies gilt nicht nur für nationale, sondern auch für die europäische Ebene. Doch wie entsteht Populismus? Warum erhalten populistische Bewegungen gerade in den letzten Jahren so viel Zulauf? Cas Mudde hat sich diesen Fragen angenommen. Der Wissenschaftler wird einen Überblick über seine Hauptforschungsfrage geben, wie liberale Demokratien sich gegen extremistische Herausforderungen verteidigen und gleichzeitig ihre eigenen Werte erhalten können.

Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung in der Landeszentrale, Leiterstraße 2, 39104 Magdeburg, in englischer Sprache stattfindet!

Europäische Katastrophe, deutsches Trauma: Der Dreißigjährige Krieg - Lesung mit Herfried Münkler am 17. Mai in Magdeburg

Prof. Herfried Münkler
Prof. Herfried Münkler lehrt Politikwissenschaft an der Humboldt-Universität.

Der renommierte Historiker und Politikwissenschaftler Herfried Münkler bietet mit seinem Buch über den Dreißigjährigen Krieg eine packende Gesamtdarstellung, die große Geschichtsschreibung und politische Analyse vereint. Am 17. Mai stellt der Autor das Buch um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Magdeburg (Breiter Weg 109) vor.

Noch heute gilt der „Dreißigjährige Krieg“ als Metapher für die Schrecken des Krieges schlechthin, dauerte es doch Jahrzehnte, bis sich Deutschland von den Verwüstungen erholte, die der längste und blutigste Religionskrieg der Geschichte angerichtet hatte. Der Autor führt in seinem Buch den Krieg in all seinen Aspekten vor Augen, behält dabei aber immer unsere Gegenwart im Blick.

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Wenig beleuchtetes Kapitel der langen Schulgeschichte: „Wendejahre. Schulpforte 1985–1995“

Wendejahre. Schulpforte 1985-1995
Wie war die Wende in Schulpforte? Dieser Frage gehen die Autoren Matthias Haase und Anne Hultsch nach.

Die Landesschule Pforta ist legendär. Friedrich Gottlieb Kloppstock, Johann Gottlieb Fichte,  Friedrich Nietzsche und Leopold von Ranke haben hier bereits die Schulbank gedrückt. Ein bislang wenig beleuchtetes Kapitel ist die Umbruchphase zwischen 1985 und 1995. Unter dem Titel „Wendezeit“ wird am 18. Mai ein Buch in Schulpforte vorgestellt, das hier Abhilfe schaffen soll.

Wie wurde aus der Erweiterten Oberschule Pforte die heutige Landesschule Pforta? Welche Schwierigkeiten galt es dabei zu meistern? Wie haben sich inhaltliche Ausrichtung und äußeres Erscheinungsbild mit dem Ende der DDR und der deutschen Wiedervereinigung entwickelt? Diesen Fragen geht das Buch nach. Anlass für die Präsentation ist das 475-jährige Schuljubiläum. Anstelle einer wissenschaftlichen Abhandlung haben die Autoren Matthias Haase und Anne Hultsch ein Zeitzeugenbuch vorgelegt, in dem ehemalige Schülerinnen und Schüler, Lehrer, Erzieher und Rektoren zu Wort kommen, die die Zeit jeweils aus ihrer Sicht betrachten.

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200 Jahre Karl Marx – Lesung und Diskussion mit dem Biographen Rolf Hosfeld am 9. Mai in Magdeburg

Lesung Marx-Biographie

Karl Marx gilt als einer der einflussreichsten Vordenker des Kommunismus. Doch kaum eine andere Gestalt des 19. Jahrhunderts ist so umstritten wie der Philosoph, Journalist und Wirtschaftstheoretiker. Aus Anlass seines 200. Geburtstages stellt der Kulturhistoriker und Autor Dr. Rolf Hosfeld sein Buch „Karl Marx: Philosoph und Revolutionär – eine Biographie“ am 9. Mai 2018 um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Magdeburg vor. Hosfeld gibt in seinem Buch Einblicke in das unstete Leben des Philosophen, in seine bahnbrechenden Einfälle, aber auch die Irrtümer und Fehler des Denkers und Politikers. Die Landeszentrale für politische Bildung lädt hierzu herzlich ein.

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Neuer CampusPublik-Artikel ist online: "Ausgebremst: Der NSA-Untersuchungsausschuss"

NSA Logo Montage

von Christopher Hamich

Die Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden haben seit 2013 weltweit eine Debatte über digitale Bürgerrechte und die Befugnisse von Geheimdiensten in Gang gesetzt. In Deutschland wurde eigens ein Untersuchungsausschuss eingerichtet, um die Verstrickungen deutscher Nachrichtendienste in die amerikanische Überwachungspraxis aufzuklären und zu kontrollieren. Ob das erreicht wurde, hat Christopher Hamich in einer Studienarbeit untersucht. 

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„Das andere ’68“: Podiumsdiskussion zum Prager Frühling und den Folgen am 26. April in Magdeburg

"Das andere ’68“: Podiumsdiskussion zum Prager Frühling

Der Prager Frühling vor 50 Jahren und die Reformbestrebungen in Polen stehen im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion mit dem früheren DDR-Bürgerrechtler Wolfgang Templin, dem tschechisch-deutschen Schriftsteller Jan Faktor und Dr. Stefan Wolle, zu der die Landeszentrale für politische Bildung  am 26. April um 19.30 Uhr ins Roncalli-Haus in Magdeburg einlädt.

Wenn es um das Jahr 1968 geht, werden vielfach die Studentenproteste in Westeuropa damit assoziiert. Im Osten haben jedoch vor allem der Prager Frühling und die Studentendemonstrationen in Polen Spuren hinterlassen. In einer Podiumsdiskussion im Rahmen des Geschichtsprojektes „‘Ermutigung‘ – Lebenswelt, Repression und Widerstand in der DDR und Osteuropa nach 1945“ sollen deshalb der Ruf nach mehr politischen Freiheiten und die kritische Auseinandersetzung mit staatlicher Willkür und Unrechtsverhältnissen  am Ende der 1960er Jahre in der ČSSR, Polen und der DDR thematisiert werden.

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Wolf Biermann in Halle: „Ein Stück Zeitgeschichte geschrieben“

Wiolf Biermann in der Marktkirche Halle
Knapp 500 Besucherinnen und Besucher waren zur Lesung und zum Gespräch mit Wolf Biermann in der Marktkirche in Halle gekommen.

Zum Auftakt ihres Geschichtsprojektes unter dem Motto „Ermutigung“ – Lebenswelt, Repression und Widerstand in der DDR und Osteuropa nach 1945 war am 23. April Wolf Biermann auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung in der Marktkirche in Halle zu Gast. Anhand seiner Autobiographie „Warte nichts auf bessre Zeiten!“ hat er dort über seine Erfahrungen in und mit der DDR gesprochen. „Wir freuen uns riesig, dass es uns gelungen ist, mit Wolf Biermann einen Zeitzeugen zu gewinnen, der selbst ein Stück DDR-Zeitgeschichte geschrieben hat“, so LpB-Direktor Maik Reichel.

Rekordergebnis bei der „Schulmeile“ - Spendenscheck an Arbeitskreis Stolpersteine für Magdeburg und Förderverein "Neue Synagoge Magdeburg" übergeben

Spendenscheck Schulmeile
Zufriedene Gesichter gab es bei der Übergabe des Spendenschecks im Rathaus in Magdeburg.

Genau 2.274,53 Euro sind von den 18 beteiligten Schulen bei der diesjährigen "Meile der Demokratie" in Magdeburg gesammelt worden. Ein Rekordergebnis der Schulmeile. Am 17. April konnte der Spendenscheck an den Arbeitskreis "Stolpersteine für Magdeburg" und die Vorsitzende des Fördervereins "Neue Synagoge für Magdeburg" e.V., Waltraut Zachhuber, im Rahmen einer Projektpräsentation der Berufsbildenden Schule "Eike von Repgow" im Magdeburger Rathaus übergeben werden. Die Landeskoordinatorin des Netzwerkes Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage, Cornelia Habisch, lobte den Einsatz der Schülerinnen und Schüler. Auch ihre Präsentation zur Stolpersteinverlegung und das jahrelange Engagement auf diesem Feld sei "alle Achtung wert". Ein großes Dankeschön kam schließlich von der Vorsitzenden des Fördervereins Neue Synagoge. "Sie tragen den Gedanken, der hinter den Stolpersteinen steht, in ihrer Schule und weit darüber hinaus weiter", gab Waltraut Zachhuber den Jugendlichen mit auf den Weg.

Veranstaltungsreihe zur „Generation Revolte – Der Mai ’68 und seine Folgen für Europa“ - Ausstellung, Film und Gespräch

Plakat des Atelier Populaire
Plakat "Die Schönheit ist auf der Straße" Montpellier 1968

Die sozialen Proteste des Jahres 1968 sind in vielen Ländern Europas zu einem wichtigen Markstein in der nationalen Geschichte geworden. In den einzelnen Ländern hatten die Studentenproteste verschiedene Beweggründe und nahmen z. B. in Frankreich und Deutschland auch ganz unterschiedlichen Verlauf. Dennoch führten sie in einem gesamteuropäischen Reflex zu einer grundlegenden Neuordnung von Denkweisen und Geisteshaltungen sowie zur Stärkung  zivilgesellschaftlicher Kräfte. Insbesondere die Bewegung in der Bundesrepublik Deutschland war deutlich vom Impulsgeber Paris beeinflusst.

In dem Bestreben, die deutschen Ereignisse des Jahres 1968 in einen internationalen Kontext zu stellen, widmen sich das Institut français Sachsen-Anhalt und die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt dem 50. Jahrestag des „Mai ’68“ mit einer Reihe von Veranstaltungen, die miteinander in Verbindung stehen.

Nähere Informationen – Termine, Orte, Programm – finden Sie im Veranstaltungsflyer.

Landeszentrale fördert Gedenkstättenfahrten neuerdings auch in die Ukraine und nach Weißrussland

Schülerinnen aus Sachsen-Anhalt in der KZ-Gedenkstätte Treblinka
Schülerinnen aus Sachsen-Anhalt in der KZ-Gedenkstätte Treblinka

Die Landeszentrale für politische Bildung will in diesem Jahr Studienfahrten zu KZ-Gedenkstätten in Polen sowie nach Weißrussland, Lettland und in die Ukraine intensivieren. Dazu ist eine Vereinbarung mit dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH Dortmund (IBB) sowie der Geschichtswerkstatt Merseburg-Saalekreis e.V. unterzeichnet worden. „Wir sind sehr froh, dass wir gemeinsam für Kontinuität bei den Gedenkstättenfahrten sorgen können“, betonten LpB-Direktor Maik Reichel, der Beauftragte des IBB Dortmund, Peter Junge-Wentrup, und die Vertreterin des Vorstandes der Geschichtswerkstatt, Edda Scharf. Die Fahrten an diese besonderen Lernorte sollten es Jugendlichen auch 2018 ermöglichen,  „aus der Geschichte für eine gemeinsame europäische Zukunft“ zu lernen. 

Hier finden Sie die vollständige Pressemitteilung.

Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte in Treblinka soll vertieft werden

Dr. Edward Kopówka, Leiter der Gedenkstätte Treblinka, und LpB-Direktor Maik Reichel
In der Gedenkstätte Treblinka übergab LpB-Direktor Maik Reichel eine Bücherspende an den Leiter der Gedenkstätte, Dr. Edward Kopówka, für die Bildungsarbeit vor Ort.

Der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Maik Reichel, überreichte bei seinem Arbeitsbesuch in der Gedenkstätte Treblinka umfangreiche Fachliteratur an den Leiter Dr. Edward Kopówka. Beide sprachen über eine vertiefte Zusammenarbeit im Rahmen von Studienfahrten für Schulklassen, aber auch über Weiterbildungsangebote für Lehrerinnen und Lehrer sowie Multiplikatoren der politischen Bildung. Zur Ausstellungseröffnung "Treblinka. Hölle auf Erden" in Merseburg wird der Direktor der Gedenkstätte vom 14. bis 17. April Sachsen-Anhalt besuchen. In der Schau in der Willi-Sitte-Galerie sind ab 15. April Arbeiten von Jugendlichen aus dem Burg-Gymnasium Wettin, dem Domgymnasium Merseburg und der Sekundarschule "Adolf Holst" in Mücheln zu sehen, die im Oktober 2016 und September 2017 in Treblinka waren.

"Voll der Osten" - Fotoplakatausstellung in der Landeszentrale

Ausstellung "Voll der Osten"
Die Fotos von Harald Hauswald zeigen die DDR-Realität ungeschminkt.

Seit dem 28. Februar hängt die sehenswerte Plakat- und Fotoausstellung "Voll der Osten" über das Leben in der DDR auch in der Landeszentrale für politische Bildung. Die Schau präsentiert auf insgesamt 20 Plakaten mehr als 100 Fotos von Harald Hauswald, der vor allem in den 1980er Jahren den DDR-Alltag fotografisch festgehalten hat. Die Texte stammen aus der Feder des Historikers und Buchautors Stefan Wolle, der ebenfalls in der DDR aufgewachsen ist.
Die Ausstellung, die von der Stiftung Aufarbeitung und der Agentur "Ostkreuz" herausgegeben worden ist, steht als Poster-Set im Format DIN A1 für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit zur Verfügung und kann in der Landeszentrale für politische Bildung bestellt werden unter der E-Mail-Adresse: politische.bildung(at)lpb.mb.sachsen-anhalt.de.

Neue CampusPublik-Rubrik

Bannerbild CampusPublik "LANDESKUNDE"

Mit dem Publikationsprojekt CampusPublik erhalten Studierende die Möglichkeit, ihre Studienarbeiten im Rahmen der Bildungsarbeit der Landeszentrale für politische Bildung online zu veröffentlichen. Die Arbeiten von CampusPublik "LANDESKUNDE" sollten sich mit einem geschichtlich & heimatkundlich relevanten Thema beschäftigen und von einem Dozenten mit "gut" oder "sehr gut" bewertet worden sein.

Bei Interesse an einer Publikation wenden Sie sich bitte via E-Mail an uns: landeskunde(at)campuspublik.de

Politik ist DEINE Sache...

Banner Bild "Politik ist Deine Sache"

...und deshalb sieht die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt als öffentliche Bildungseinrichtung ihre Aufgabe vor allem darin, die Menschen unseres Landes in ihrem politischen Denken und Handeln zu unterstützen.

Kinder und Jugendliche, SeniorInnen, MigrantInnen, Vereine oder öffentliche Institutionen – so vielfältig wie unsere Zielgruppen ist auch unser Angebot. Nach dem Motto »Das Neue braucht FreundInnen« öffnen wir uns als Landeszentrale all jenen, die gemeinsam mit uns das Demokratieverständnis im Land fördern wollen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen zu unserer Arbeit, zu unseren Projekten, zu Fördermöglichkeiten und zu aktuellen Veranstaltungen.

Viel Spaß wünscht Ihnen
Ihr Team der LpB LSA

Cover Edupolis

EDUPOLIS heißt das Journal der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt. In ihm finden Sie vielerlei Informationen zu unseren vergangenen Projekten und zur täglichen Arbeit des gesamten Teams der Landeszentrale. Online stehen Ihnen zwei Versionen zur Verfügung:

Online-Ansicht als Flipbook hier oder Download der einfachen (barrierefreien) Version hier


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