Unterstützung von Gedenkstättenfahrten in Sachsen-Anhalt in 2017 und 2018

Bild Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn
Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn

Die Landeszentrale für politische Bildung übernimmt in den Jahren 2017 und 2018 zu hundert Prozent die Kosten im Rahmen von Zuwendungen für die Beförderung von Schulklassen in Sachsen-Anhalt einschließlich der pädagogischen Begleitung im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel. Die Anfahrt kann mit dem Bus oder der Bahn erfolgen. Entsprechende Anträge sind an die Landeszentrale zu richten, die dann auch die Verwendungsnachweisprüfung übernimmt.

Ansprechpartnerin ist Frau Hildebrandt:

E-Mail: doreen.hildebrandt(at)lpb.mb.sachsen-anhalt.de

Telefon: 0391 5676454

Download "ANTRAG auf Förderung einer Gedenkstättenfahrt"

Download Förderkriterien

Studienfahrten zu Gedenkstätten in Polen, Ukraine und Lettland

Treblinka
Gedenkort Treblinka in Polen

Im Rahmen einer Kooperation unterstützen das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk (IBB) gGmbH aus Dortmund sowie die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt (LpB) 2018 Gedenkstättenfahrten Jugendlicher aus allen weiterführenden Schulen Sachsen-Anhalts sowie der offenen Jugendarbeit. Die finanziellen Mittel von 140.000,- € kommen hälftig vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Land Sachsen-Anhalt. Reiseorte sind ehemalige deutsche Vernichtungslager in Polen (Auschwitz, Majdanek, Sobibor, Treblinka, Chelmno nad Nerem, Belzec), in Weißrussland (Maly Trostinez), in der Ukraine (Baby Jar) sowie in Lettland (Bikernieki). Die Geschichtswerkstatt Merseburg-Saalekreis e.V. unterstützt als dritter Kooperationspartner bei der pädagogischen Vorbereitung, Begleitung der Gruppen und der Nachbereitung.

Der Antrag (hier zum Download des PDF)

auf Unterstützung durch die o.g. Förderer muss mindestens 3 Monate vor Reisebeginn bei der Geschichtswerkstatt Merseburg-Saalekreis e.V., Roßmarkt 2, 06217 Merseburg eingegangen sein (Posteingang).

Mit der Maßnahme darf nicht vor Genehmigung durch die Bewilligungsbehörde begonnen werden. Als förderrechtlicher Beginn gilt bereits die verbindliche Reservierung oder Buchung. Eine Reservierung oder Buchung vor Erteilung der Bewilligung ist nur dann zulässig, wenn Sie bis zur Erteilung der Bewilligung jederzeit kostenfrei zurücktreten können. Aus diesen Gründen sollten Sie sich vor einer verbindlichen Reservierung oder Buchung unbedingt mit der Geschichtswerkstatt Merseburg bzw. mit der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt in Verbindung setzen und einen vorzeitigen Maßnahmebeginn beantragen. Je eher Sie den Antrag stellen, desto besser können wir Sie ohne Zeitdruck beraten.

Bei Busreisen sind dem Antrag bereits 3 vergleichbare Angebote von Busunternehmen beizufügen. Für die Unterkunft ist die Einholung bzw. Vorlage eines Angebotes ausreichend. Der gestellte Antrag sowie der bestätigte vorzeitige Maßnahmebeginn bedeutet nicht, dass damit bereits eine Genehmigung/Förderung verbunden ist. Die gestellten Anträge werden durch die 3 Kooperationspartner auf Förderfähigkeit geprüft. Nach Abschluss der Prüfung wird der Antragsteller über das Ergebnis in Kenntnis gesetzt.

Der Antrag ist fristgerecht zu stellen, um Nacharbeiten, Korrekturen oder notwendige Abstimmungen vornehmen zu können. Das erleichtert vor allem den Antragstellern die Vorbereitung.

Die Programmgestaltung

Die Erarbeitung und Gestaltung des Programms der Gedenkstättenfahrt obliegt der antragstellenden Schule bzw. Organisation. Im Sinne des partizipativen Konzeptes sollten die Jugendlichen bereits hier unterstützend tätig werden. In den Punkten 5 und 6 des Antrages zur Förderung beschreiben Sie bitte die organisatorische und inhaltlich-didaktische Gestaltung des Aufenthaltes in der Gedenkstätte. Verdeutlichen Sie, mit welchen Formaten gearbeitet wird und wie die Tage sich strukturieren.

Die Reisedauer beträgt 5 Tage. Davon ist an 4 Tagen Ihr pädagogisches Konzept am Gedenkort/in der Gedenkstätte mit jeweils 6 Zeitstunden umzusetzen. Eine thematische Verknüpfung mit Landeskunde/Regionalgeschichte ist möglich. Das ist bereits im Antrag (Punkt 6) erklärend darzustellen. Lesen Sie dazu ausführlich das Merkblatt zur Förderung von Gedenkstättenfahrten des IBB (zum Download hier).

Der finanzielle Förderbetrag beträgt aus Mitteln der LpB und des IBB maximal 360,- €/je reisender Person (bis zu 28 Schüler*innen und 2 Betreuer*innen). Die Leistung eines Teilnehmerbeitrages von mindestens 30,- €/je reisender Person ist verpflichtende Voraussetzung für eine Förderung.

Seitens der Geschichtswerkstatt Merseburg wird für jede Fahrt ein Begleiter ausgewählt, der für die inhaltliche und pädagogische Betreuung zuständig ist, und für dessen Kosten nicht der Antragsteller aufkommen muss. Die Schule berücksichtigt bei der Buchung der Unterkunft lediglich ein Einzelzimmer für diesen Begleiter, die Kosten werden jedoch nicht von der Schule, sondern vom Betreuer selber gezahlt.

Die Vergabe der Förderung erfolgt entsprechend dem Posteingang.

Ansprechpartner

Ansprechpartnerin der Geschichtswerkstatt Merseburg ist Frau Susanne Göhricke:

Fachliche Nachfragen zur Programmkonzeption oder der Begleitung richten Sie bitte an:

E-Mail: gedenkstaettenfahrten18.sachsen-anhalt(at)gmx.de

Telefon: 03461 201280

Ansprechpartnerin der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen - Anhalt ist Frau Hilbrecht:

E-Mail: liane.hilbrecht(at)lpb.mb.sachsen-anhalt.de

Telefon:0391 5676471

Nachbereitung und Dokumentation

Eine Nachbereitung und Dokumentation der geförderten Gedenkstättenfahrt gehört zum konzeptionellen Rahmen. Die Formate zur Darstellung der Ergebnisse der Reise obliegen den Jugendlichen. Möglich sind Fotoserien und –ausstellungen, Texte und Essays, Zeichnungen und Skizzen, PowerPointPräsentationen oder Vorträge in der Schule, Kurzfilme sowie Chat- oder Webeinträge. Informationen zu Formen der Dokumentation erhalten Sie über die Geschichtswerkstatt in Merseburg. Sie haben zusätzlich die Möglichkeit, für diese Arbeiten bis zu 200,- € Förderung zu erhalten. Diese Förderung bezieht sich ausschließlich auf Materialkosten (z.B. Druckkosten). Diese müssen mit Herstellungs- bzw. Kaufbelegen nachgewiesen werden. Honorarkosten sind von der Förderung ausgeschlossen.