Symposium "Wenn Widerspruch nötig wird: Kirche, Protest und Verantwortung von der DDR bis heute" – 23.06.2026
Beschreibung
Die Selbstverbrennung des Pfarrers Oskar Brüsewitz im Jahr 1976 und die Gründung des Arbeitskreises Solidarische Kirche im Jahr 1986 stehen für zwei unterschiedliche Formen kirchlich geprägten Widerspruchs in der DDR. Während Brüsewitz mit seinem radikalen Protest ein öffentliches Zeichen setzte und damit Sprachlosigkeit und Anpassung herausforderte, entstand mit dem Arbeitskreis Solidarische Kirche ein Netzwerk, in dem Widerspruch gemeinschaftlich artikuliert und demokratische Praxis eingeübt wurde.
50 Jahre bzw. 40 Jahre danach fragt die Veranstaltung in drei kurzen Podien, wie Räume entstehen, in denen Widerspruch möglich wird – damals in der DDR und heute in demokratischen Gesellschaften. Sie verbindet historische Aufarbeitung mit einer Gegenwartsperspektive auf Protest, Zivilgesellschaft und demokratische Verantwortung: innerhalb und außerhalb der Kirche.
Bitte melden Sie sich zur Teilnahme an der Veranstaltung an unter:
https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/.../anmeldung...
Programm
Begrüßung
Dr. Robert Grünbaum, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Ein Zeichen setzen: Oskar Brüsewitz und der radikale Protest
PD Dr. Sabine Stach, Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa, Leipzig
Prof. Dr. Wolfgang Stock, ehem. Vorsitzender des Brüsewitz-Zentrums, Co-Autor „Das Fanal“, Remchingen
Gemeinsam widersprechen: Der Arbeitskreis Solidarische Kirche
Marianne Birthler, Mitbegründerin des Arbeitskreises Solidarische Kirche, Berlin
Prof. Dr. Klaus Fitschen, Institut für Kirchengeschichte der Universität Leipzig
Verantwortung tragen: Kirche in der demokratischen Gesellschaft
Pfarrerin Dorothee Land, Leiterin des Zentrums für Dialog und Wandel der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Cottbus
Dr. Ellen Ueberschär, Vorstandsvorsitzende der Stephanus-Stiftung, Berlin
Moderation: Vera Wolfskämpf
Landeskorrespondentin für Sachsen-Anhalt des Redaktionsnetzwerks Deutschland
Eine Veranstaltung der Bundesstiftung Aufarbeitung in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, dem Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Evangelischen Akademie Berlin
Informationen:
Maik Reichel, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt
Leiterstraße 2
39104 Magdeburg
Tel.: +49 391 567 6450
E-Mail: lpb@sachsen-anhalt.de

