Ausstellungen

Der Publikationsservice der Landeszentrale für politische Bildung führt im Bestand eine Reihe an verschiedenen Plakatausstellungen, die von Einrichtungen oder Institutionen des Landes Sachsen-Anhalt bestellt werden können. Nachfolgend sind die jeweiligen Ausstellungen mit Titel und Inhalt aufgeführt, die für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit eingesetzt werden können. Kontaktieren Sie uns unter:

Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt
Leiterstraße 2
39104 Magdeburg

Tel.: 0391 567 6463
E-Mail: lpb(at)sachsen-anhalt.de

 

 

Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19

Titelbild Ausstellung "Die Macht der Gefühle"

Wir leben in Zeiten der Daueraufgeregtheit. Fakten werden durch gefühlte Wahrheiten infrage gestellt. Radikale aller Couleur finden mit einfachen Antworten auf komplexe Fragen immer mehr Zuspruch. Die politische Mitte weiß mit den aufgeheizten Emotionen oft nichts anzufangen. Sie ist von der politischen Kultur der alten Bundesrepublik geprägt, in der das Gebot der Nüchternheit galt.

Hier setzt die Ausstellung „Die Macht der Gefühle“ an, die Ute und Bettina Frevert für die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ sowie die Bundesstiftung Aufarbeitung erarbeiten. „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19“ wählt eine emotionsgeschichtliche Perspektive auf die vergangenen 100 Jahre. Die Schau verdeutlicht die politische und gesellschaftliche Wirkungsmacht von Emotionen wie Angst, Hoffnung, Liebe oder Wut. Sie nimmt heutige Erscheinungsformen von 20 Gefühlen zum Ausgangspunkt und zeigt deren historische Entwicklung im 20. Jahrhundert auf: Konjunkturen, Wandel und Kontinuitäten. (Text: Bundesstiftung Aufarbeitung)

Umfang: 22 Plakate, DIN A1

 

 

Der Kommunismus in seinem Zeitalter

Titelbild Ausstellung "Der Kommunismus"

Der Kommunismus war die größte und tiefgreifendste Massenbewegung des 20. Jahrhunderts. Die Parteien der „Kommunistischen Internationale“ waren, wie von Lenin gefordert, „neuen Typs“. Als Kaderorganisationen verlangten sie von ihren Mitgliedern totale Hingabe und absolute Disziplin. Sobald eine kommunistische Partei die Macht errungen hatte, mussten alle Bürger sich ihrer „Führung“ aktiv unterordnen. Dieser gewaltsam durchgesetzte, zu Recht als „totalitär“ bezeichnete Anspruch auf die Gestaltung aller Lebensbereiche hat zahllose Existenzen zerstört und Abermillionen Menschenleben vernichtet. Und er hat immense geistige sowie soziale Verwüstungen hinterlassen.

Aber die Kommunisten konnten in ihren Hochzeiten auch einen erstaunlichen jugendlichen Enthusiasmus sowie bedeutende intellektuelle und künstlerische Energien mobilisieren – bevor die permanenten Überspannungen in Erschöpfung, Passivität, Zynismus
oder Dissidenz mündeten. Dennoch kam der jähe Kollaps des „Sozialistischen Lagers“ und der Sowjetunion nach 1989 unerwartet –ebenso unerwartet wie der Aufschwung Chinas unter der ungebrochenen Diktatur der Kommunistischen Partei. Beides lässt die historische „Karriere“ des Weltkommunismus seit 1917 umso erklärungsbedürftiger erscheinen. (Text: Bundesstiftung Aufarbeitung)

Umfang: 25 Plakate, DIN A1

Militär und Gesellschaft in Deutschland seit 1945

Titelbild Ausstellung "Militär und Gesellschaft"

Das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren wurde zum Ausgangspunkt eines vier Jahrzehnte währenden Kalten Krieges, in dem sich die Demokratien des Westens und die kommunistischen Diktaturen des Ostens hochgerüstet gegenüberstanden. In Europa hatte sich bereits in den ersten Nachkriegsjahren ein Eiserner Vorhang gesenkt. Dieser verlief mitten durch Deutschland, das kurz zuvor noch einen Eroberungskrieg geführt und große Teile der europäischen Juden ermordet hatte. Es war dem Kalten Krieg geschuldet, dass aus dem ehemaligen und nun zweigeteilten Kriegsgegner 1949 die westdeutsche Bundesrepublik und die ostdeutsche DDR hervorgingen, die alsbald fest in das jeweilige Bündnissystem eingebunden waren: politisch, ökonomisch, gesellschaftlich und militärisch.

Die Ausstellung zeichnet die Geschichte der „Wiederbewaffnung“, den Aufbau der westdeutschen Bundeswehr und der ostdeutschen Nationalen Volksarmee, deren Integration in NATO und Warschauer Pakt sowie die damit einhergehenden politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen nach. Sie wirft Schlaglichter auf den Alltag von Wehrdienstleistenden und Soldaten in beiden deutschen Staaten, auf den gesellschaftlichen Wandel und dessen Auswirkungen auf das Verhältnis von Gesellschaft und Militär sowie auf die Rolle von Frauen in den Streitkräften vor und seit 1990. (Text: Bundesstiftung Aufarbeitung)

Umfang: 20 Plakate, DIN A1

Voll der Osten. Leben in der DDR

Titelbild Ausstellung "Voll der Osten"

In den achtziger Jahren zog Harald Hauswald durch Ost-Berlin und fotografierte, was ihm vor die Linse kam. Er knipste, was andere Fotografen übersahen oder für uninteressant hielten: Kleine Szenen des Alltags, einsame und alte Menschen, verliebte junge Pärchen, Rocker, Hooligans und junge Leute, die sich in der Kirche für Frieden und Umweltschutz einsetzten.

OSTKREUZ Agentur der Fotografen und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur laden mit der Ausstellung „Voll der Osten. Leben in der DDR“ zu einer Bilderreise in die Zeit der Teilung ein. Gezeigt wird eine ungeschminkte DDR-Realität, an die sich heute selbst Zeitzeugen kaum mehr erinnern. (Text: Bundesstiftung Aufarbeitung)

Umfang: 20 Plakate, DIN A1