Plakatausstellung "Aufbruch der Demokratie"

Banner Ausstellung "Aufbruch der Freiheit"
Motiv der Ausstellung "Aufbruch der Freiheit"

Mit freundlicher Erlaubnis des Friedenskreis Halle e.V. fertigte die Landeszentrale Kopien der Ausstellung in Form von Plakaten an, die bei der LpB ausgeliehen werden können.

Zur Ausstellung:

Die Demonstrationssprüche der Massenproteste von 1989/90 sind ein eindrucksvolles Zeugnis der historischen Ereignisse vor über 20 Jahren. Geistreiche und griffige Parolen Einzelner, oft spontan entstanden, breiteten sich aus wie Feuer, formten und prägten den gewaltfreien Protest und hinterließen schließlich greifbare Spuren im kollektiven Gedächtnis. 

Heute können wir diese Sprüche als kulturelles Markenzeichen der Friedlichen Revolution betrachten. Sie dokumentieren beides: die Themen, um die es ging, und eben auch den Geist der Zeit, der sonst wenig greifbar ist. Wie Menschen mutig werden, eine eigene Sprache finden und mit Wortspiel und Spott die eingefahrenen Verhältnisse zum Tanzen bringen. Das macht Mut. Der Aufbruch und Neuanfang vor mehr als 20 Jahren hat Früchte gebracht, aber der Geist und auch manche Anliegen von damals sind verflogen. Die Ausstellung will nicht nur erinnern, sondern auch daran anknüpfen und die heutige Generation anregen, von den demokratischen Errungenschaften und Freiheiten aktiv Gebrauch zu machen. 

Gezeigt wird die Entwicklung von den ersten Demonstrationen der friedlichen Revolution im Herbst 1989 bis zur ersten und freien Volkskammerwahl am 18. März 1990, die den Weg zur deutschen Einheit ebnete. Deutlich werden die Vielfalt der Themen, unterschiedliche Schattierungen und konträre Positionen, welche den Protest und das Engagement der Bürgerinnen und Bürger sowie den politischen Diskurs bis zur Volkskammerwahl auszeichneten. In Erinnerung wird gebracht, welche Gefühle, Ängste, Forderungen, Kritik und welche Hoffnungen die Menschen 1989/90 beim zivilgesellschaftlichen ?Aufbruch bewegten. Der Weg in die Demokratie und zur deutschen Einheit verlief nicht so geradlinig und eindeutig, wie er rückblickend erscheinen mag. 

Der Historiker und Ausstellungsmacher Andreas Thulin hat die damaligen Ereignisse in Halle miterlebt und dokumentiert. Teile seiner umfangreichen Sammlung von Demonstrationssprüchen, des „literarischen Volksvermögens“ (Christa Wolf), wurden in dieser Ausstellung mit authentischen Fotographien und Dokumenten aus Halle zusammengestellt, ergänzt durch einen Überblick der historischen Ereignisse.

Die Ausstellungmotive können hier online gesichtet werden