Rückblick: Themen & Veranstaltungen 2018

Im folgenden finden Sie eine Übersicht der Themen, die die Landeszentrale in 2018 besonders beschäftigten.

Vielerlei Veranstaltungen wurden dazu organisiert und ein reger Austausch konnte stets stattfinden.

Beirat des Netzwerkes für Demokratie und Toleranz hat sich konstituiert

Beirat des Netzwerkes für Demokratie und Toleranz

Der neue Beirat des Netzwerkes für Demokratie und Toleranz hat sich am 27. November in der Staatskanzlei in Magdeburg konstituiert. Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch als Schirmherrin begrüßte in Vertretung von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff die alten und neuen Mitglieder im Beirat und übergab ihnen die Berufungsurkunden für die fünfjährige Amtsperiode. Dabei bedankte sie sich bei den Vertreterinnen und Vertretern aus Kunst und Kultur, Wirtschaft, Politik, Sport, Gewerkschaften, Medien, Kirche und Zivilgesellschaft für das ehrenamtliche Engagement. Zugleich verwies sie auf die zentrale Aufgabe des Gremiums, allen Formen des Extremismus entgegenzuwirken und das Wertefundament der Gesellschaft zu stärken. Der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Maik Reichel, berichtete aus der Arbeit des Netzwerkes im zurückliegenden Jahr. Im Anschluss entwickelte sich eine angeregte Diskussion über die Schwerpunkte der Arbeit des Beirates im Blick auf die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen - vom Hass im Internet bis hin zur Stärkung des Courage-Schulnetzwerkes.

„Das kleine Liverpool“ – Lesekonzert zum legendären Magdeburger „Café Impro“

Legendäres Café Impro

Das frühere „Café Impro“ in Magdeburg kann durchaus als der „Starclub“ des Ostens bezeichnet werden. Bei einem Lesekonzert mit Ludwig Schumann und Gregor Schienemanns Rock ´n Classic am 29. November um 19.30 Uhr im Elbfoyer des MDR-Landesfunkhauses wird die Geschichte des legendären Musiktreffpunktes wieder lebendig. Hier trafen sich nicht nur die Fans, sondern auch die Jazz-, Beat- und schließlich die Rockgrößen der DDR. In den 1970er Jahren war Magdeburg für die DDR-Rockmusik das, was Hamburg für die westdeutsche Szene bedeutete. Und natürlich saß die Staatssicherheit immer mit am Tisch.   

Buchautor Ludwig Schumann war auf den Spuren des legendären Musikclubs unterwegs, hat fleißig in den Archiven gestöbert und mit den Protagonisten von einst gesprochen. Anlässlich der Lesung am 29. November werden durch Gregor Schienmanns Rock ´n Classic auch Rockstücke in neuem Gewand erklingen, Nachgespieltes von den „Kellergeistern“ bis zu Liedern von „Silly“. Der Eintritt ist frei.

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Podiumsdiskussion: Europa künftig auf sich selbst gestellt?

Podiumsdiskussion: Europa auf sich selbst gestellt?

Um die Zukunft der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik geht es bei einer Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Wissenschaft, Kirche und Politik am 29. November um 18 Uhr im Hotel Ratswaage in Magdeburg (Ratswaageplatz 1-4). Es informieren und diskutieren Prof. Dr. Johannes Varwick vom Lehrstuhl für internationale Beziehungen und europäische Politik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Elvin Hülser, Geschäftsführer und Referent für Friedensfragen des Antikriegshauses Sievershausen, Eva Hadem, Beauftragte für Friedensarbeit der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, sowie Anna Cavazzini (Bündnis 90/Die Grünen), langjährige Sprecherin der BAG Europa. Durch den Einsatz der interaktiven Plattform „SLIDO“ soll gezielt auf Meinungen und Fragen aus dem Publikum eingegangen werden.

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Konferenz zur Reform der EU-Agrarpolitik nach 2020 in Dessau-Roßlau

Konferenz zur EU-Agrarpolitik

Um das Spannungsfeld von neuen EU-Prioritäten, Erwartungen im ländlichen Raum sowie ökologischer Verantwortung geht es bei einer Konferenz des Europa-Informationszentrums Sachsen-Anhalt / Magdeburg am 28. November von 10.30 bis 16.30 Uhr im Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau. Vertreter aus Wissenschaft, Bundes- und Landesverwaltung und Verbänden diskutieren auf dieser hochrangig besetzten Konferenz die künftige Entwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union. Dazu werden unter anderem Dr. Josefine Loriz-Hoffmann, Generaldirektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der Europäischen Kommission, Dr. Hermann Onko Aeikens, Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, sowie Prof. Dr. Claudia Dalbert, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt, erwartet. 

Die Konferenz zur Reform der EU-Agrarpolitik nach 2020 behandelt Themen wie den Klimawandel, Umweltschutz und die Zukunft der bäuerlichen Betriebe ebenso wie finanzielle Kürzungen, mehr nationales Engagement, Vorschläge zu Greening und Kappung. Zudem werden die Fragen und Meinungen des Publikums durch die interaktive App „SLIDO“ in die Veranstaltung eingebracht. 

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Anmeldung und weitere Informationen unter: https://edic-md.eu/

„Zwischen Planwirtschaft und Baukultur“ – Veranstaltung am 21. November in Dessau-Roßlau befasst sich mit der Architektur in der DDR

DDR-Architektur: Bahnhof in Sangerhausen
Bahnhof in Sangerhausen

DDR-Architektur prägt das Gesicht vieler Städte in Ostdeutschland bis heute. Unter welchen Umständen und wirtschaftlichen Zwängen diese Bauten entstanden sind und welchen Wert sie noch heute haben, thematisiert eine gemeinsame Veranstaltung von Architektenkammer Sachsen-Anhalt und Landeszentrale für politische Bildung am 21. November im Bauhaus Dessau.

In der DDR war Architektur weitgehend namenlos. Planungen erfolgten überwiegend in Kollektiven großer Kombinate. Waren Architekten in der DDR deshalb angepasst? Haben sie sich Nischen gesucht? Wie verstanden es kreative Menschen, mit dem verplanten Mangel zurechtzukommen? Wie entstand tatsächlich die Architektur, die uns gerade in den kriegszerstörten Städten heute noch umgibt? Was ist ihr Wert? Was bedeutet ihr Verlust? Diesen Fragen will die gemeinsame Veranstaltung am 21. November ab 15.30 Uhr  unter dem Titel „Architektur in der DDR zwischen Planwirtschaft und Baukultur“ in Dessau-Roßlau nachgehen. Eingebettet ist sie in das DDR-Geschichtsprojekt der Landeszentrale.

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Bundesweiter Vorlesetag: Landeszentrale für politische Bildung ist wieder mit dabei

Bundesweiter Vorlesetag

Bereits zum 15. Mal laden die Stiftung Lesen, die Wochenzeitung „Die Zeit“ und die Deutsche Bahn Stiftung am 16. November zum bundesweiten Vorlesetag ein. Die Landeszentrale für politische Bildung ist dabei wieder mit von der Partie. So wird der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Maik Reichel, am Freitag mit gutem Beispiel vorangehen und um 9 Uhr in der Stadtbibliothek Weißenfels aus dem Buch „Storm oder Die Erfindung des Fußballs“ von Jan Birck vorlesen. „Lesen macht nicht nur Spaß, es öffnet neue Welten und stellt einen Schlüssel für die Entwicklung der Kinder dar“, so der Direktor. In Magdeburg ist Martin Hanusch, Referent im Netzwerk für Demokratie und Toleranz, ab 8.45 Uhr an der Grundschule „Am Umfassungsweg“ unterwegs.

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„Revolution: Alles wird gut!“ – Theatervorstellungen des Brachland-Ensembles in Stendal und Halle

Theaterstück "Revolution: Alles wird gut!"

Die Landeszentrale für politische Bildung lädt am 16. und 21. November zu zwei besonderen Theatervorstellungen des Brachland-Ensembles ein. Anhand des Stücks „Revolution: Alles wird gut!“ will die freie Theatergruppe den Beweis antreten, dass die Welt viel besser ist als ihr Ruf. Die multimediale Produktion führt das Ensemble am 16. November in Stendal (Theater der Altmark) und am 21. November in Halle ("neues theater") auf.

Trotz aller Meldungen über Krisen, Kriege und Katastrophen begibt sich das Brachland-Ensemble auf die Suche nach dem Besten im Menschen: Anhand von Statistiken, weltweit geführten Interviews in Israel und Palästina, Indien, Kamerun, Ghana, Syrien, Italien, Belgien, Schweden, Griechenland sowie in über 30 deutschen Großstädten, Live-Videokonferenzen und psychologischen Anordnungen mit dem Publikum erarbeiten die Brachland-Mitglieder ein ebenso dokumentarisches wie poetisches Stück, das Schauspiel, Figurentheater, Animation und Live-Video vereint.

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Lesung und Gepräch mit György Dalos zum Thema Demokratie in Ungarn

Lesung mit György Dalos zum Thema Demokratie in Ungarn

Im Rahmen des Geschichtsprojektes „‘Ermutigung‘ – Lebenswelt, Repression und Widerstand in der DDR und Osteuropa“ kommt der aus Ungarn stammende Schriftsteller György Dalos nach Sachsen-Anhalt. Am 13. November liest er im Roncalli-Haus in Magdeburg und am 14. November im Händel-Haus in Halle aus seiner noch unveröffentlichten Autobiografie und spricht über die Geschichte und die aktuelle Entwicklung seines Heimatlandes. (Beginn jeweils 19 Uhr)

Als am 23. Oktober 1956 Studenten der Budapester Universitäten auf einer friedlichen Großdemonstration demokratische Veränderungen forderten, war dies der Anfang einer Revolte, die binnen weniger Tage in einem politischen Umsturz und einer blutigen Invasion endete. Seitdem setzte die ungarische Opposition immer wieder wichtige Impulse für eine demokratische Perspektive Osteuropas. Heute ist Ungarn EU-Mitgliedsstaat, doch die demokratische Verfasstheit des Landes steht vor dem Hintergrund eines erstarkten Rechtspopulismus aktuell in der Kritik.

Das Gespräch mit György Dalos wird von Wolfram Tschiche moderiert. Der Eintritt ist frei.

Novemberrevolution 1918 – Die Stunde der Warlords in Deutschland: Lesung und Gespräch mit Claus Kristen

„Ein Leben in Manneszucht: Von Kolonien und Novemberrevolution“Lesung und Gespräch mit dem Autor Claus Kristen

Das Buch „Ein Leben in Manneszucht: Von Kolonien und Novemberrevolution“ erzählt die Geschichte des Generalmajors Georg Maercker, der sich mit der Niederschlagung von Aufständen einen zweifelhaften Namen gemacht hat. Am 12. November um 19.30 Uhr lädt die Landeszentrale zu Lesung und Gespräch mit dem Autor Claus Kirsten in die Stadtbibliothek Magdeburg ein.

Das Buch von Carl Kristen zeigt das Bild eines Deutschlands am Übergang von der Monarchie zur Demokratie, zwischen Obrigkeitshörigkeit und Freiheitsdenken. In diese Zeit fällt auch die Karriere des Generalmayors Georg Maercker (1865-1924), die sich von den Aufstände und den Völkermord an den Herero und Nama im heutigen Namibia, über den Ersten Weltkrieg bis zur Niederschlagung der Arbeiteraufstände 1918/19 erstreckt.

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Kammerkonzert und Lesung mit dem Ensemble „Opus 45“ und dem Schauspieler Roman Knižka in Halle

Ensemble "Opus 45"

Es wird eine ungewöhnliche musikalische Lesung am kommenden Sonntag, dem 11. November, um 19.30 Uhr in der Marktkirche zu Halle: Auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung spielt das Bläserquintett „Opus 45“ ausschließlich Stücke von Komponisten, die Opfer des nationalsozialistischen Terrors wurden. Der Rezitator und Schauspieler Roman Knižka, bekannt aus vielen Film- und Fernseh-Produktionen, liest dazu Texte von Bertolt Brecht, Kurt Tucholsky, Erich Kästner, Paul Celan, Oskar Maria Graf, Primo Levi, Mascha Kaléko u.v.m.

Die Landeszentrale für politische Bildung präsentiert das Programm zum Gedenken an den 80. Jahrestag der Reichspogromnacht. Der Eintritt zu der Konzertlesung ist frei.

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Vortrag von Chaim Noll "Der Beitrag jüdischer Intellektueller am geistigen und politischen Leben der Weimarer Republik" in Halle

Chaim Noll
Chaim Noll (geboren 1954 in Berlin) ist ein deutsch-israelischer Schriftsteller. Er lebt heute in Midreshet Sde Boker in der Wüste Negev.

Um den Beitrag jüdischer Intellektueller am geistigen und politischen Leben der Weimarer Republik geht es beim Vortrag des deutsch-israelischen Schriftstellers Chaim Noll am 8. November um 19.30 Uhr im Stadtmuseum in Halle. Mit der „bürgerlichen Emanzipation“ der Juden begann der Aufstieg der deutschen Juden in akademischen Berufen, in den modernen Wissenschaften, in der Literatur, Musik, Malerei, im Film und anderen Künsten, in Politik und öffentlichem Leben. Ihre Flexibilität und Innovationsbereitschaft machten sie zu „Pionieren der Moderne“. Besonders in der ersten bürgerlichen Demokratie Deutschlands, der Weimarer Republik, führte die jüdische Beteiligung zu einer beispiellosen Blüte des deutschen Kultur- und Wissenschaftsbetriebs, von der Deutschland bis heute profitiert. Sie endete abrupt mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. Albert Einstein, Sigmund Freud, Arnold Schönberg, Max Reinhardt und viele andere aus Deutschland emigrierte Intellektuelle prägten noch für kommende Jahrzehnte die Entwicklung der Wissenschaften und den geistigen Diskurs.

Ort: Stadtmuseum Halle, Große Märkerstraße 10, 06108 Halle.

„Die Revolution rollt“ auch in Sachsen-Anhalt – Erinnerung an die Novemberrevolution vor 100 Jahren

Aktion "Die Revolution rollt"

In diesen Tagen jähren sich das Ende des Ersten Weltkrieges und die Novemberrevolution zum 100. Mal. Daran erinnert die Aktion „Die Revolution rollt“, die das Geschehen von damals an 47 Bahnhöfen nacherlebbar machen will. In Sachsen-Anhalt legt das Projekt am 7. November in Halle, Magdeburg und Dessau-Roßlau Zwischenstopps ein. Die Landeszentrale unterstützt die Aktion um 12.30 Uhr am Hauptbahnhof in Magdeburg.

Im Herbst 1918 begehrte das deutsche Volk auf gegen das überkommene Regime des Kaiserreichs, gegen den seit 1914 tobenden Krieg, gegen Armut, Unfreiheit, Unterdrückung und soziale Benachteiligung. Es war Deutschlands Aufbruch in die Demokratie. Der Funke der Revolution zündete zuerst an der Küste, bei den Matrosen in Wilhelmshaven und Kiel. In wenigen Tagen sprang er auf alle Teile des Landes über – insbesondere durch die Eisenbahn. Diese Ereignisse werden in der Aktion „Die Revolution rollt“ nachgestellt, die der Weimarer Republik e.V. mit Unterstützung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz, der Deutschen Bahn Station & Service AG und zahlreicher Partner nachstellt. Es handelt sich dabei um 15minütige Flashmobs mit Schauspielern und Komparsen, die einen Eindruck davon geben, wie vor 100 Jahren die Demokratie erkämpft wurde.

Die Termine in Sachsen-Anhalt auf einen Blick:

7. November, 10.30 Uhr, Halle, Hauptbahnhof; 12.30 Uhr, Magdeburg, Hauptbahnhof; 14.45 Uhr, Dessau-Roßlau, Bahnhof Dessau

Lizzie Doron liest aus „Sweet Occupation“ in der Stadtbibliothek

Lizzie Doron

Die israelische Schriftstellerin Lizzie Doron hat einen hohen Preis für ihr Buch „Sweet Occupation“ gezahlt, denn aufgrund des brisanten Inhalts wurde das Werk in ihrem Heimatland nicht gedruckt. Darin versucht sie die Traumata von Israelis und Palästinensern gleichermaßen zu verstehen. Für viele gilt sie nun als Verräterin, da sie den Dialog mit den Feinden suchte. Am Dienstag, 6. November, stellt Lizzie Doron die von der Autorin Mirjam Pressler ins Deutsche übersetzte Ausgabe um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Magdeburg, Breiter Weg 109, vor.

Die Lesung findet im Rahmen der Magdeburger Tage der jüdischen Kultur und Geschichte statt. Gerhard Miesterfeldt, Vorsitzender der hiesigen Deutsch-Israelischen Gesellschaft, moderiert das Gespräch mit der Autorin, das ins Deutsche übersetzt wird, während ausgewählte Passagen des Buches von der Schauspielerin Corinna Breite vorgetragen werden. Alle interessierten Besucher sind herzlich zur Lesung und zum Gespräch mit Lizzie Doron eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Deutsch-ukrainisches Buchprojekt „Kinder des Krieges“ wird am 8. November in Magdeburg präsentiert

Buchpräsentation "Kinder des Krieges"

„Kinder des Krieges“ heißt ein neues deutsch-ukrainisches Buch, das am 8. November im Magdeburger Katharinenturm der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Das Werk, das die Lebenserinnerungen von 29 Zeitzeugen vereint, ist das Ergebnis langjähriger Kooperationsbeziehungen zwischen der Landeszentrale und Partnern in der Ukraine.

Der im Kiewer Phönix-Verlag in deutscher und ukrainischer bzw. russischer Sprache erschienene Band enthält die Erinnerungen von 29 Männern und Frauen aus beiden Ländern, die die Zeit des Zweiten Weltkriegs als Kinder und Jugendliche miterlebt haben. Aus ganz unterschiedlichen Perspektiven berichten sie über frühe Erlebnisse, die ihr weiteres Leben bis ins hohe Alter bestimmt haben. „Es geht um existenzielle Bedrohungen, um Tod, Zerstörung und grenzenloses Leid, aber auch um Hoffnung, Mitgefühl und menschliche Größe“, so Maik Reichel, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung. Nach der Präsentation ist zudem ein moderiertes Zeitzeugengespräch vorgesehen.

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Lesung und Gespräch mit Chaim Noll am 5. November in der Stadtbibliothek Magdeburg

Chaim Noll
Der Schriftsteller Chaim Noll stammt aus Ostberlin und lebt seit 1995 in Israel.

Im Mai 2018 hat der Staat Israel sein 70-jähriges Bestehen gefeiert. Auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt spricht der israelische Schriftsteller Chaim Noll am Montag, 5. November, um 19.30 Uhr in der Magdeburger Stadtbibliothek über die gesellschaftlichen Entwicklungen und Herausforderungen für den jüdischen Staat in Gegenwart und Zukunft. Ergänzend dazu trägt der Autor Passagen aus seinem Erzählband „Kolja“ vor.

Chaim Noll wurde 1954 unter dem Namen Hans Noll in Ostberlin geboren. Sein Vater war der Schriftsteller Dieter Noll. Er studierte Kunst und Kunstgeschichte in Ostberlin, bevor er Anfang der 1980er Jahre den Wehrdienst in der DDR verweigerte und 1983 nach Westberlin ausreiste, wo er vor allem als Journalist arbeitete. 1991 verließ er mit seiner Familie Deutschland und lebt seit 1995 in Israel.

Alle interessierten Besucher sind herzlich zur Lesung und zum Gespräch mit Chaim Noll in die Stadtbibliothek Magdeburg, Breiter Weg 109, eingeladen. Der Eintritt ist frei.

 

Christliche Sekundarschule Gnadau erhält den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Als 140. Schule im Land Sachsen-Anhalt wird die Christliche Sekundarschule Gnadau am 1. November in das Courage-Netzwerk aufgenommen. Gefeiert wird die Titelverleihung mit einem großen Fest unter dem Motto „Wir sind bunt!“ in Barby. „Wir freuen uns sehr, dass die Christliche Sekundarschule unser Netzwerk verstärkt und ein Zeichen gegen jegliche Form von Rassismus, Diskriminierung, Gewalt und Mobbing setzen will“, betonte Landeskoordinatorin Cornelia Habisch.

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Politiklehrertag 2018 zum Thema "Antisemitismus heute – Alte Gefahr in neuen Gewändern?"

Beschmiertes Banner für die neue Synagoge in Magdeburg
Bereits mehrfach ist das Banner “Otto braucht eine Synagoge” in Magdeburg zerstört oder antisemitisch beschmiert worden.

Der Politiklehrertag am 7. November in Magdeburg steht unter dem Titel „Antisemitismus heute – Alte Gefahr in neuen Gewändern?“. Zwei Tage vor dem 80. Jahrestag der Reichspogromnacht soll gemeinsam mit  Pädagogen und Multiplikatoren der Bildungslandschaft über die Aktualität des Antisemitismus in unserer Gesellschaft diskutiert und der Frage nach Charakter, dem Kontext und der Verbreitung von Judenhass nachgegangen werden. Als Referenten und Gesprächspartner werden u.a. Prof. Dr. Wolfgang Benz vom Zentrum für Antisemitismusforschung, der Kultur- und Politikwissenschaftler Dr. David Ranan sowie Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung in Magdeburg erwartet. Im zweiten Teil der Tagung geht es um praktische pädagogische Ideen und Konzepte. Veranstalter sind die Landeszentrale für politische Bildung gemeinsam mit der Deutschen Vereinigung Politische Bildung Sachsen-Anhalt.

Den Flyer zum Politiklehrertag finden Sie hier

Zeitzeugengespräche mit Batsheva Dagan und Präsentation von Lehrmaterialien zu „Chika, die Hündin im Ghetto“

Die Holocaust-Überlebende Batsheva Dagan im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern der Saaleschule Halle
Die Holocaust-Überlebende Batsheva Dagan im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern der Saaleschule Halle

Das Thema Holocaust-Erziehung für Kinder am Beispiel des Buches "Chika, die Hündin im Ghetto" steht im Mittelpunkt eines Fachtages, zu dem die Landeszentrale für politische Bildung am 24. Oktober die Holocaust-Überlebende und Autorin Batsheva Dagan in Magdeburg erwartet. Bei dem Fachtag zur Holocaust-Erziehung mit Batsheva Dagan werden erstmals verschiedene Lehrmaterialien zum Thema in der Öffentlichkeit präsentiert. Im Zentrum des thematischen Angebotes steht einmal mehr die Frage, wie man Kindern den Holocaust vermitteln kann, ohne Traumata oder Blockaden auszulösen. Dazu hat die Landeszentrale verschiedene Unterrichtsmaterialien herausgegeben, so dass Schulen und Bildungsträgern künftig ein umfangreiches Themenpaket zur Verfügung steht. "Mit der diesjährigen Fachveranstaltung und der Herausgabe der Materialien kommen wir dem vielfach geäußerten Wunsch von Pädagogen nach, die Kinder altersgerecht an das Thema Holocaust heranführen wollen", so Cornelia Habisch, stellvertretende Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung.

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Profiteure und Opfer: Rüstungsexporte in den Nahen Osten – Lesung und Gespräch mit Markus Bickel

Cover "Profiteure des Terrors"

Das Buch „Profiteure des Terrors“ des renommierten Journalisten Markus Bickel beschreibt, wie die deutsche Rüstungsindustrie an den Unruhen im Nahen Osten verdient und arabische Diktaturen stärkt. Das 2017 veröffentlichte Buch des langjährigen Nahostkorresponden der FAZ wendet sich diesem Phänomen detailliert am Beispiel von sechs Ländern zu. Am 22. Oktober um 19.30 Uhr lädt die Landeszentrale zu Lesung und Gespräch mit dem Autor in die Stadtbibliothek Magdeburg (Breiter Weg 109) ein.

Hier finden Sie die vollständige PM.

 

 

 

 

Filmvorführung "Ballon" und Zeitzeugengespräch in Halle und Magdeburg

Film "Ballon"
Kurz vor dem nächtlichen Start: Der Ballon entfaltet sich.

Mit „BALLON“ hat Michael Bully Herbig den wohl spektakulärsten Fluchtversuch aus der DDR für die große Kinoleinwand verfilm: Die Landeszentrale für politische Bildung präsentiert das Drama, das sich auch als Bildungsangebot für Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 9 eignet, samt Zeitzeugengespräch mit Günter Wetzel, einem der Beteiligten, am 17. Oktober um 18 Uhr in Halle (The Light Cinema Halle-Neustadt) und am 18. Oktober um 19.30 Uhr in Magdeburg (CineStar Magdeburg). Die Filmvorführung und das anschließende Zeitzeugengespräch richten sich vor allem an Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiter, die mit dem Film arbeiten wollen. Bei den  beiden Vorführungen handelt es sich um Veranstaltungen im Rahmen des DDR-Geschichtsprojektes der Landeszentrale für politische Bildung, das bereits seit April 2018 läuft.

Fachtag „Neue Rechte – Die autoritäre Revolte?“ am 11. Oktober in Halle

Neue Rechte - Demo Identitäre Bewegung

Zum Abschluss der vierteiligen Extremismus-Reihe im Jahr 2018 wendet sich die Landeszentale in Kooperation mit dem Lehrstuhl für internationale Beziehungen und europäische Politik der Martin-Luther-Universität am 11. Oktober in Halle dem Phänomen der Neuen Rechten zu.

Die Neue Rechte richtet sich gegen die Liberalisierung der westlichen Gesellschaften und schürt gezielt Ängste in der bürgerlichen Mitte. Eine besondere Rolle spielt dabei die Identitäre Bewegung, die inzwischen von mehreren Verfassungsschutzämtern beobachtet wird. Wie kann politische Bildung mit diesen neuen rechten Strömungen umgehen? Welcher Ideologien bedienen sie sich? Wer gehört überhaupt zur „Neuen Rechten“ dazu und was unterscheidet sie von den alten Neonazis? Diesen Fragen will die vierte Fachtagung im Rahmen der Reihe „Extremismus und Populismus – Herausforderungen an die Demokratie“ der Landeszentrale für politische Bildung nachgehen.

Hier finden Sie die vollständige PM und das Tagungsprogramm.

„Mit allem Freimut ungehindert“ – Liederabend mit Stephan Krawczyk am 26. September in Salzwedel und am 28. September in Sangerhausen

Stephan Krawczyk
Der Liedermacher und frühere DDR-Dissident Stephan Krawczyk kommt Ende September für zwei Konzerte nach Sachsen-Anhalt.

Im Rahmen des DDR-Geschichtsprojektes der Landeszentrale kommt der frühere Bürgerrechtler, Liedermacher und Schriftsteller Stephan Krawczyk am 26. September um 20 Uhr in den Club Hanseat nach Salzwedel und am 28. September um 19 Uhr in die Jacobikirche in Sangerhausen. Freimütig und ungehindert singt, liest und spricht er darüber, was ihm wesentlich ist. Der Eintritt zu beiden Konzerten ist frei.

Stephan Krawczyk galt als einer der bekanntesten Oppositionellen in der Endphase der DDR. Mit seinen regimekritischen Texten war der Liedermacher bei den SED-Oberen in Ungnade gefallen und durfte nur noch im geschützten Raum der Kirche auftreten.1988 wurde der aus dem thüringischen Weida stammende Künstler ausgebürgert. Nun gastiert der Liedermacher mit seinen berührenden Liedern, spannenden Geschichten und humorvollen Einsichten auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung zu zwei Konzerten in Sachsen-Anhalt.

Bundesweit größtes Treffen des Courage-Netzwerkes startet morgen in Magdeburg

Landestag

Alle Daumen hoch, morgen ist es soweit: Um 9.30 Uhr startet auf der Open-Air-Bühne in der Leiterstraße in Magdeburg der Landestag "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage". Etwa 500 Schülerinnen und Schüler, 130 Pädagoginnen und Pädagogen sowie ca. 65 Referenten und Gäste werden erwartet - insgesamt fast 700 Teilnehmer und Mitwirkende. Damit handelt es sich um das bundesweit größte Treffen im Courage-Netzwerk.

Schwerpunktthema ist dieses Mal: Leben in der Diktatur, dabei geht es um jung sein und anders sein in der DDR, um Lebensalltag, aber auch um Unterdrückung und Unfreiheit. Die Teilnehmer erobern das Thema auf unterschiedlichen Wegen, in 24 Schüler-Workshops und einer Veranstaltung für Lehrkräfte sowie Gäste. Im Abschlussprogramm tritt einer auf, der auch Geschichten aus der DDR erzählen kann: Der Musiker Dirk Michaelis spielt seine unvergessenen und seine aktuellen Lieder. Hierzu sind alle interessierten Magdeburger herzlich eingeladen.

Hier geht es zur vollständigen PM und zum Programm.

Einladung zu Filmvorführung und Gespräch am 19. September: „Wir sind Juden aus Breslau“

Film „Wir sind Juden aus Breslau“

Der eindrückliche Dokumentarfilm „Wir sind Juden aus Breslau“ wird am 19. September um 18.00 Uhr in Kooperation mit dem Moritzhof Magdeburg gezeigt. Im Anschluss können die Besucher mit Maria Luft, der Koordinatorin des Projektes, ins Gespräch kommen.

Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, zu Hause. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet die Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden. Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. 14 Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Dokumentarfilms von Karin Kaper und Dirk Szuszies. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt.

Hier finden Sie die vollständige PM.

Konzert mit Dirk Michaelis zum Abschluss des Landestages "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" am 19. September in Magdeburg

Dirk Michaelis
Dirk Michaelis kommt zum Landestag des Courage-Netzwerkes nach Magdeburg und tritt öffentlich auf.

Im Rahmen des Landestages "Schule ohne Rassismus  - Schule mit Courage" gibt der bekannte Musiker Dirk Michael am 19. September um 14 Uhr ein Open-Air-Konzert in der Magdeburger Leiterstraße. Der öffentliche Auftritt des Sängers bildet den Abschluss des Landestages, zu dem rund 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden.

Seit 1980 tourt der Berliner Künstler Dirk Michaelis mit eigenen Songs (er nennt sie ROCkchanSONGS) durch die Clubs und Theater des Landes. Sein kurzes Intermezzo als Sänger und Komponist der Gruppe Karussell (1985 bis zu deren Auflösung 1990) sollte ihm und der Band den größten Hit bescheren. Mit seinem Kultsong „Als ich fortging“ schrieb sich Dirk Michaelis in die Geschichte des Ostrocks ein. 1990 setzte Dirk Michaelis seine Solokarriere fort. Bereits 1992 erschien sein erstes Solo-Album „ROCKchanSONGs“.

Schülerausstellung aus Sachsen-Anhalt wird in KZ-Gedenkstätte in Polen gezeigt

Schülergruppe aus dem Domgymnasium Merseburg in der Gedenkstätte Treblinka
Bei einer Gedenkstättenfahrt konnten sich die Schüler über die Geschichte des früheren Vernichtungslagers Treblinka informieren. Die Ausstellung zeigt nun die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema.

„Treblinka – Hölle auf Erden“ heißt eine Ausstellung mit Schülerarbeiten, die ab 13. September in der KZ-Gedenkstätte in Treblinka gezeigt wird. Jugendliche aus Wettin, Mücheln und Merseburg hatten sich im Rahmen einer Gedenkstättenfahrt intensiv mit dem Grauen des Lagers auseinandergesetzt. Mit der Ausstellung möchte die Gedenkstätte, die in die Reihe deutscher Vernichtungslager im heutigen Polen gehört, ihrer Geschichte und den Schicksalen der Opfer zu größerer Bekanntheit verhelfen.  

„Die Schülerinnen und Schüler aus den drei Courage-Schulen in Sachsen-Anhalt haben ihre Erlebnisse und Gefühle bei einer Gedenkstättenfahrt künstlerisch umgesetzt und diese einzigartige Ausstellung geschaffen“, sagt Maik Reichel, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung. Sie sei damit ein Beleg dafür, wie das Grauen des Nationalsozialismus heute auf die dritte und vierte Generation nach dem Holocaust wirke.

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Ausstellung „Muslimisch in Ostdeutschland“ in der Landeszentrale

Ausstellung "Muslimisch in Ostdeutschland"
Die Ausstellung "Muslimisch in Ostdeutschland" wendet sich vor allem an junge Leute, will über den Islam in Deutschland informieren und dabei Stereotype abbauen.

„Muslimisch in Ostdeutschland“ heißt eine interaktive Wanderausstellung für Jugendliche, die seit  dem 31. August erstmals in Sachsen-Anhalt zu sehen ist. Angesichts der vielen Vorbehalte in weiten Teilen der Bevölkerung sei es wichtig, sich selbst ein Bild über muslimisches Leben hierzulande zu machen und Vorurteile abzubauen, sagte die Geschäftsführerin des Netzwerkes für Demokratie und Toleranz, Cornelia Habisch, bei der Eröffnung der Ausstellung in der Landeszentrale für politische Bildung in Magdeburg. 

Die interaktive Ausstellung, die von der Katholischen Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt präsentiert wird, bietet auf insgesamt 20 Stellwänden Porträts muslimischer Jugendlicher in Ostdeutschland, präsentiert Zahlen und Fakten zum muslimischem Leben in Deutschland bzw. Ostdeutschland und informiert über die Vielfalt des Islam. Außerdem geht es um das Thema Muslimfeindlichkeit sowie die Abgrenzung zwischen Islam und Islamismus. Zu sehen ist die multimediale Schau noch bis zum 27. September in der Landeszentrale für politische Bildung in Magdeburg (Leiterstr. 2), montags bis freitags von 8.30 Uhr bis 13 Uhr (für Schulgruppen) sowie dienstags und donnerstags von 13 bis 16 Uhr (nach telefonischer Anmeldung unter: 0391/ 56 282 76).

Weitere Informationen gibt es unter: www.muslimisch-in-ostdeutschland.de

Herausforderung Islamismus: Fachtag der Landeszentrale am 28. August in Halberstadt

Fachtag Islamismus Dominic Musa Schmitz
Zum Abschluss des Fachtages berichtete Dominic Musa Schmitz, Autor des Buches "Ich war ein Salafist", wie er in die Szene geraten ist und dann nach fünf Jahren wieder herausgefunden hat.

Erscheinungsformen des radikalen Islamismus und Möglichkeiten der Prävention standen im Mittelpunkt eines Fachtages, zu dem die Landeszentrale am 28.  August nach Halberstadt eingeladen hatte. Zu der Veranstaltung im Tagungshotel „Villa Heine“ waren rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gekommen.

Die salafistische Szene in Deutschland wächst: Seit dem Jahr 2015 stieg die Zahl der Anhänger von 8.350 auf 10.800 im Jahr 2017. Insgesamt lag das "Islamismuspotenzial" laut Bundesamt für Verfassungsschutz zuletzt bei 25.810 Personen. Vor diesem Hintergrund stellte sich die Frage, was insbesondere Jugendliche dazu bewegt, die Nähe zu diesen radikalen Ideologien zu suchen oder sich dem Salafismus zuzuwenden. Was steckt hinter solchen individuellen Radikalisierungsprozessen? Wie kann man verhindern, dass Jugendliche in die islamistische Szene abdriften? Das war Thema einer Fachtagung in Halberstadt, die Erscheinungsformen und Präventionsmöglichkeiten aufzeigen wollte.

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Europa hautnah erleben – Studienfahrt im Rahmen des Europa.Medien.Preises 2018

Start der Europa-Studienfahrt
Von Magdeburg nach Brüssel, Verdun und Straßburg: Im Rahmen des Europa.Medien.Preises besuchen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studienfahrt - Schüler, Studierende und Europainteressierte - zentrale Orte Europas.

Eine Studienfahrt anlässlich des Europa-Medien-Preises 2018 bietet Schülerinnen und Schülern, Studierenden und weiteren Europainteressierten die einmalige Gelegenheit, Europa hautnah zu erleben sowie Inspirationen und Material für die Beteiligung an dem Wettbewerb  zu sammeln

Im Rahmen des Europa.Medien.Preises Sachsen-Anhalt 2018 veranstaltet die Landeszentrale für politische Bildung mit GOEUROPE! Europäisches Jugend Kompetenz Zentrum Sachsen-Anhalt vom 27. bis 31. August 2018 eine Studienfahrt zu gleich drei bedeutsamen Plätzen für Europa – nach Brüssel, Verdun und Straßburg.

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Neues Städtisches Gymnasium Halle verstärkt das Courage-Netzwerk

Titelverleihung am Neuen städtischen Gymnasium Halle
Stolz präsentierten die Schülerinnen und Schüler des Neuen Städtischen Gymnasiums Halle gemeinsam mit dem Schulleiter und Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch am 24. August das Schild "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".

Gleich zum Beginn des neuen Schuljahres setzt das Neue Städtische Gymnasium in Halle einen besonderen Akzent. Dem erst 2015 an den Start gegangenen Gymnasium wurde am 24. August der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen. Die Patenschaft für das Gymnasium hat Sachsen-Anhalts Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch übernommen.

„Wir freuen uns sehr, dass das Neue Städtische Gymnasium von Anfang an ein Zeichen setzen will“, betonte die Landeskoordinatorin des Courage-Netzwerkes Cornelia Habisch. Dazu gehöre natürlich ein gutes Schulklima und der Einsatz gegen jegliche Form von Rassismus, Diskriminierung, Gewalt und Mobbing. „Dafür steht unser Netzwerk und damit kann man auch gar nicht früh genug anfangen“, so die Geschäftsführerin des Netzwerkes für Demokratie und Toleranz.

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Fairness-Turnier „Fußball verbindet“ mit Flüchtlingen an Magdeburger Schule

Fairness-Turnier "Fußball verbindet"
Florian Blasig (li.), der derzeit sein Freiwilliges Soziales Jahr in der Landeszentrale für politische Bildung absolviert, hat das Fairness-Turnier "Fußball verbindet" zusammen mit der Goethe-Schule in Magdeburg organisiert.

Fußball ist überall auf der Welt beliebt und verbindet Menschen. Am 16. August 2018 gibt es deshalb an der Gemeinschafts- und Ganztagssekundarschule „Johann Wolfgang von Goethe“ in Magdeburg ein Fußballturnier der besonderen Art.

Trotz der zurzeit anhaltenden Debatte über Rassismus im Fußball hat der Sport eine verbindende Wirkung. Fußball ist in der Lage, die verschiedensten Bevölkerungsgruppen zu vereinen und Gemeinsamkeiten zwischen Menschen herzustellen, die sich ansonsten nicht viel zu sagen hätten. Das soll auch bei dem Fairnessturnier unter dem Motto "Fußball verbindet" deutlich werden, an dem sich rund 80 Schülerinnen und Schüler aus den Klassenstufen 5 bis 10 beteiligen.

Hier finden Sie die vollständige PM.

Schicksalsjahr der DDR – Karsten Krampitz liest am 16. August in Zeitz aus seinem Buch „1976“

Karsten Krampitz
Der Berliner Historiker und Schriftsteller Karsten Krampitz

Das Jahr 1976 markierte den Anfang vom Ende der DDR, hat Karsten Krampitz in seinem Buch „1976. Die DDR in der Krise“ dargelegt. Am 16. August ist der Autor auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung in Zeitz zu Gast und stellt sein Buch um 19.30 Uhr im Museum Schloss Moritzburg vor. 

Es hätte so schön sein können: 1976 wurde der Palast der Republik eröffnet. Bei den Olympischen Spielen in Montreal errang die DDR 40 Goldmedaillen. Erich Honecker löste Willi Stoph im Amt des Staatsratsvorsitzenden ab. Und doch bildete das Jahr 1976 eine Zäsur in der Geschichte der DDR. Am 18. August geschah das Unvorstellbare: Auf dem Marktplatz in Zeitz übergoss sich Pfarrer Oskar Brüsewitz mit Benzin und zündete sich an. Drei Monate später wurde Wolf Biermann ausgebürgert und Robert Havemann unter Hausarrest gestellt. Ein Erosionsprozess nahm seinen Anfang, der schließlich den SED-Machtapparat einstürzen ließ. Der Historiker und Schriftsteller Karsten Krampitz erinnert bei der Lesung im Rahmen des DDR-Geschichtsprojektes der Landeszentrale an ein besonderes Jahr.

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„Unser Europa mitgestalten“: Landeszentrale startet interaktiven Bürgerdialog zur Zukunft der EU

Bürgerdialog

Aus Anlass der nächsten Europawahlen im Jahr 2019 startet die  Landeszentrale am 13. August 2018 um 18 Uhr einen interaktiven Bürgerdialog im Stadthaus in Halle. Dabei werden sich Experten und Politiker den Fragen der Bürger stellen.

Im Mai 2019 finden erneut die Wahlen zum Europäischen Parlament statt. In den letzten Jahren gab es in der EU einen massiven Anstieg an euroskeptischen Tendenzen und zeitgleich einen Rückgang der Beteiligung an Europawahlen. Diese Entwicklung wurde besonders von der Eurokrise und der Migrationskrise verstärkt. Die aktuelle politische Weltlage zeigt aber, wie wichtig eine gestärkte EU auf der Weltbühne ist. Daher müssen Bürgerinnen und Bürger mit politisch Verantwortlichen eine gemeinsame Basis für die Zukunft Europas finden und die Richtung der künftigen Entwicklung klären. Die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt will diesen Prozess unterstützen und veranstaltet aus diesem Grund am 13. August einen von der Bundeszentrale für politische Bildung geförderten EU-Bürgerdialog im Stadthaus Halle/Saale. Zwei weitere Bürgerdialoge folgen am 14. August in Bernburg und am 22. August in Magdeburg.

Hier finden Sie die vollständigen PM zum Bürgerdialog in Halle und zum Bürgerdialog in Bernburg.

Fachtag Islamismus am 28. August in Halberstadt - Ideologie, Militanz, Organisationsformen

Fachtag Islamismus
Zum Fachtag Islamismus am 28. August in Halberstadt wird auch Dominic Musa Schmitz erwartet, der Auskunft geben wird über seine Zeit als Salafist.

Der Begriff des Islamismus hat spätestens seit den Anschlägen vom 11. September 2001 Hochkonjunktur. Bei "Islamismus" denken die meisten sofort an Terror und Gewalt. Doch es gibt auch Islamisten, die keine Gewalt einsetzen und trotzdem die Vision eines islamischen Staates oder einer gottgewollten, "wahren" und absoluten Ordnung verfolgen, die im Widerspruch zu den im Grundgesetz verankerten Grundsätzen steht. Wie unterscheiden sich die verschiedenen Gruppen ideologisch und bei der Wahl ihrer Mittel? Und wie können wir umgehen mit der Bedrohung?

Was bewegt insbesondere Jugendliche dazu, die Nähe zu diesen radikalen Ideologien zu suchen oder sich dem Salafismus zuzuwenden. Was steckt hinter solchen individuellen Radikalisierungsprozessen? Diesen Fragen wollen wir beim Fachtag Islamismus am 28. August in Halberstadt nachgehen.

Den vollständigen Einladungsflyer zu der Tagung finden Sie hier.

Pulverfass Nahost – Ein Westfälischer Frieden für den Nahen Osten?

Pulverfass Nahost

Der syrische Bürgerkrieg ist zu einem Flächenbrand geworden. Verschärft wird die Lage durch die geostrategische und konfessionelle Rivalität zwischen Iran und Saudi-Arabien. Bei einer Veranstaltung  am 29. Juni in der Fakultät für Humanwissenschaften der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg soll gefragt werden, ob Europas Erfahrungen mit Dreißigjährigem Krieg und Westfälischem Frieden einen Impuls für die Konfliktlösung bringen können

Denn Deutschland und Europa sind unmittelbar vom Zusammenbruch der alten Ordnung im Nahen Osten betroffen. Bürgerkrieg, zerfallende Staaten und Terrormilizen bedrohen die europäische Sicherheit. Zudem sind die Zeiten vorbei, in denen Europa den USA das Heft des Handelns überlassen konnte. Daher ist es dringend erforderlich, die Sachverhalte zu ordnen, um eine eigene europäische Strategie für den Nahen Osten zu entwickeln.

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Studienreise auf den Spuren des Prager Frühlings

Tor der Freiheit
Tor der Freiheit

Eine Studienreise der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt zum Thema "1968 - Der Prager Frühling“ führt vom 20. bis 24. August 2018 nach Tschechien. Stationen sind am 20. und 21. August Prag u.a. mit Besuch des Senats – Waldsteinpalast, Mythologischer Gang mit Ausstellung zum Thema –  und der Deutschen Botschaft sowie vom 22. bis 24. August Mikulov mit einem Gang entlang des Weges der Freiheit an der ehemaligen tschechoslowakisch-österreichischen Grenze.

Angereichert werden die Tage durch Zeitzeugengespräche und Seminare zu verschiedenen Fachthemen. So sprechen u. a. Prof. Dr. Kerstin Eschwege über „Republikflüchtlinge“, die Landesbeauftragte Birgit Neumann-Becker zur Aufarbeitung in Sachsen-Anhalt und Prof. Axel Noack über „Kirchliche Reaktionen auf den Einmarsch in die ČSSR“. Auf dem Rückweg geht es über Brno (Brünn) zum ehemaligen Regierungsbunker der tschechoslowakischen Regierung, in dem sich heute das Archiv der tschechoslowakischen Staatssicherheit (Státní bezpečnost, kurz StB) befindet. 

Anmeldungen sind noch bis zum 4. Juli möglich per E-Mail: maik.reichel@lpb.mb.sachsen-anhalt.de, Tel. 0391/567-6450 oder Jan Bartelheimer, Tel.: 0391/567-6462.

Hier finden Sie die Informationen zur Studienreise.

Wolfgang Kraushaar zum Abschluss der Reihe „Generation Revolte“ über den Mai ’68 in Halle

Wolfgang Kraushaar

Ein halbes Jahrhundert ist mittlerweile vergangen seit jenem legendären Jahr 1968. Es hätte fast eine Regierung aus den Angeln gehoben, die Welt und Europa hat es auf jeden Fall nachhaltig verändert. Darüber wird Prof. Dr. Wolfgang Kraushaar vom Hamburger Institut für Sozialforschung am Freitag, 22. Juni 2018, um 18 Uhr im Ratshof Halle (Saale) sprechen.

Wolfgang Kraushaar, Zeitzeuge und der wohl profundeste  Kenner der 68er Bewegung, bekannt aus zahlreichen Fernsehsendungen, schildert die Ereignisse jenes Jahres und ihre Nachwirkungen. Er charakterisiert die Wortführer – Reformer und Revoluzzer –, zeigt die globale Dimension der Studentenrevolte und zieht ein politisches Fazit. Am Ende der Veranstaltung wird eine Plakatausstellung des Atelier Populaire Paris eingeweiht.

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Liedermacher und ehemaliger DDR-Dissident Stephan Krawczyk zu Schulprojekttag in Magdeburg

Stephan Krawczyk
Der Liedermacher und Autor Stephan Krawczyk kommt mit seinem Programmm "Mein bester Freund wohnt auf der anderen Seite" nach Magdeburg.

Im Rahmen des DDR-Geschichtsprojektes der Landeszentrale ist am 20. Juni der Liedermacher und ehemalige DDR-Dissident Stephan Krawczyk im Norbertusgymnasium Magdeburg zu Gast. Er kommt mit seinem Programm „Mein bester Freund wohnt auf der anderen Seite“, in dem er den Alltag in der DDR aufgreift und die Wirkungsweise von Diktaturen thematisiert. 

„Für viele der heutigen Jugendlichen ist es schwer zu begreifen, dass es ein Land geben konnte, in dem man wegen Liedern ins Gefängnis kam. Glücklicherweise wachsen sie davon unbehelligt auf. Aber sie sollen wissen, wie es war. Die Freiheit ist nichts Selbstverständliches. Man muss sich dafür einsetzen“, so der Liedermacher und Autor.

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„Einfach weggesprengt“ – Vortrag und Gespräch zum Thema Kirchenzerstörung in der DDR

Sprengung der Katharinenkirche Magdebburg
Im April 1964 wurde die im Krieg schwer beschädigte Katharinenkirche in Magdeburg gesprengt, um Platz zu schaffen für den sozialistischen Stadtumbau.

Fast 60 Kirchen mussten in der DDR dem sozialistischen Stadtumbau weichen. „Einfach weggesprengt“ lautet das Motto eines Vortrags- und Gesprächsabends am 20. Juni um 19.30 Uhr in Magdeburg, mit dem die Landeszentrale an die Zerstörung von Kirchen in der DDR erinnern will.

Zwischen 1947 und 1987 wurden in der sowjetisch besetzen Zone und in der DDR fast 60 Kirchengebäude auf Anordnung der SED-Führung gesprengt oder abgerissen. Die Stadt Magdeburg war in besonderer Weise davon betroffen. Auf staatliche Anweisung verschwanden allein hier neun der kriegsbeschädigten Kirchen aus dem Stadtbild – davon vier der sechs Hauptkirchen. Im Rahmen ihres DDR-Geschichtsprojektes möchte die Landeszentrale dieses bislang wenig beachtete Thema bei Vortrag und Gespräch in der Wallonerkirche (Neustädter Str. 8) aufgreifen. Als Referenten konnten Dr. Christian Halbrock, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Bildung und Forschung beim Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen in Berlin, sowie der Architekt Michael Sußmann, langjähriger Kirchenoberbaurat in Magdeburg, gewonnen werden.

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Erfolgreiche Premiere – Aktionstage „Netzpolitik & Demokratie“ in Sachsen-Anhalt beendet

Aktionstage

Eine positive Bilanz der ersten Aktionstage „Netzpolitik und Demokratie“ hat der Koordinator der Aktionstage, Thomas Erling, für Sachsen-Anhalt gezogen.

Es war eine Premiere und eine erfolgreiche noch dazu: Erstmals haben die Zentralen für politische Bildung und ihre Partnerinnen und Partner vom 7. bis zum 9. Juni bundesweite Aktionstage Netzpolitik & Demokratie veranstaltet. Allein in Sachsen-Anhalt seien in diesem Rahmen insgesamt 20 Veranstaltungen realisiert  worden, so Thomas Erling, Bundeskoordinator der Aktionstage und gleichzeitig verantwortlich für die Planung der Veranstaltungen in Sachsen-Anhalt. „Unsere Rechnung ist aufgegangen und alle Angebote sind gut angenommen worden.“ So habe das Programm in den Städten Halle (Saale), Magdeburg, Merseburg, Wolfen und Wittenberg circa 300 interessierte Bürgerinnen und Bürger jeden Alters erreicht. Zudem seien der Magdeburger TEDx Salon und eine Veranstaltung in Wittenberg in das Programm der ersten Streamingkonferenz der Bundeszentrale für politische Bildung aufgenommen worden, die ca. 30.000 Menschen in ganz Deutschland erreicht habe.

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Ausschnitt Bild Demonstration Identitäre

Simon Raulf

Begriffe wie „Heimatschutz“, „Leitkultur“ oder „Umvolkung“ wirken auf den ersten Blick neutral und harmlos. Dass sich ihre Sprecher damit aber einer rechtsextremen Denktradition bedienen und weitreichende Ziele verfolgen, zeigt Simon Raulfs Analyse.

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Fachtag befasst sich mit Erscheinungsformen und Gefahrenpotenzial des Linksextremismus

Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg
Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg

Die Proteste gegen den G20-Gipfel im vergangenen Jahr, bei denen es in der Hamburger Innenstadt zu gewalttätigen Ausschreitungen kam, haben den Linksextremismus einmal mehr in den Fokus der öffentlichen Debatte gerückt. Bei einem Fachtag am 13. Juni in Dessau-Roßlau will sich die Landeszentrale dem Phänomen zuwenden und Wege zur Prävention aufzeigen. 

Was ist eigentlich unter Linksextremismus zu verstehen? Welche Organisations- und Protestformen gibt es, wie groß ist das Gewaltpotenzial? Wie kann Prävention aussehen? Diesen und anderen Fragen werden bei der Tagung im Fürst Leopold Hotel Dessau der Berliner Politikwissenschaftler Prof. Dr. Hans-Gerd Jaschke, der Leiter der Abteilung Verfassungsschutz im Ministerium für Inneres und Sport, Jochen Hollmann, und Prof. Dr. Wolfgang Kühnel von der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin nachgehen. Den Abschluss bildet eine Podiumsdiskussion zum Thema „Prävention gegen Linksextremismus – aber wie?“.

Hier finden Sie die vollständige PM und das Tagungsprogramm.

Christoph Dieckmann liest in Dessau-Roßlau und Wernigerode aus seinem Buch "Mein Abendland"

Christoph Dieckmann
Christoph Dieckmann ist seit mehr als 25 Jahren für die Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ als Reporter und Autor unterwegs.

Nach dem Auftakt seiner Lesetour durch Sachsen-Anhalt am 31. Mai in Aschersleben kommt der vielfach ausgezeichnete Autor und Publizist Christoph Dieckmann in dieser Woche nach Dessau Roßlau (4. Juni, Bauhaus Dessau) und nach Wernigerode (7. Juni, Kirche St. Sylvestri). Er liest jeweils um 19.30 Uhr aus seinem jüngsten Buch „Mein Abendland – Geschichten deutscher Herkunft“. Die Essays und Reportagen behandeln vergangenes und gegenwärtiges Zeitgeschehen. Es geht um die Flüchtlingskrise und Pegida, Titos Jugoslawien und Putins Russland, europäische Werte und universale Menschenrechte. Vieles in seinen Überlegungen dreht sich aber um das untergegangene Land, aus dem er kommt. So verschwindet ein Kind, dann ein Staat. Die DDR-Nationalmannschaft ersteht neu, in Dresden demonstriert das Volk – wie 1989? Bei allem historischen Blick fehlt es den Texten des Publizisten nicht an individueller Erinnerung: „Ostdeutsch bleibe ich nebst vielen anderen Zutaten meiner multiplen Identität“. 

Die Lesung ist Teil des aktuellen Geschichtsprojektes der Landeszentrale für politische Bildung unter dem Motto „Ermutigung – Lebenswelt, Repression und Widerstand in der DDR und Osteuropa nach 1945“.

Hier finden Sie die Pressemitteilungen zu den Lesungen in Dessau-Roßlau und Wernigerode.

Bundesweite Aktionstage Netzpolitik & Demokratie - Programm für Sachsen-Anhalt

Programm Cover

Es ist soweit - das Programm der Bundesweiten Aktionstage Netzpolitik & Demokratie für Sachsen-Anhalt ist fertig und kann als PDF heruntergeladen werden.

Die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt bietet über 20 Veranstaltungen gemeinsam mit Kooperierenden aus unterschiedlichen gesellschaftspolitisch-bildnerischen Bereichen an. Zu diesen sind alle Menschen eingeladen, die sich für Netzthemen im Allgemeinen und digitale Bürgerrechte im Speziellen interessieren und einsetzen – ganz nach dem Motto: „Das Internet ist überall. Warum überlassen wir es anderen, die Regeln zu machen.“

Hier gibt's das Programm als PDF

Big Mama is watching you

Bild Artikel zu Kindertracking

Tina ist sieben Jahre alt und auf dem Weg zur Schule. Von der Haustür nach links bis zur Straße, dort an der Ampel warten, bei grün rüber gehen und beim Bäcker rechts abbiegen, schon kommt die Grundschule in Sicht. Ein kurzer Weg, ohne Frage. Trotzdem kann sich Tinas Vater noch nicht so recht vorstellen, das Mädchen in naher Zukunft allein zur Schule gehen zu lassen. „Ich weiß, dass sie den Weg kennt und alles“, sagt der groß gewachsene Mann, „aber was, wenn sie sich doch mal verläuft, oder mit einem Fremden mitgeht? Wie finden wir sie dann?“

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Staffelstab übergeben: Neuer Ansprechpartner für den Publikationsservice

Neuer Ansprechpartner in der Publikationsstelle
Jan Bartelheimer (li.) hat die Aufgaben von Wilfried Welz übernommen.

Seit Anfang Mai 2018 ist Jan Bartelheimer neuer Ansprechpartner für den Publikationsservice der Landeszentrale für politische Bildung. Der 36-jährige Politikwissenschaftler übernimmt diesen Aufgabenbereich von Wilfried Welz, der ihn fast 25 Jahre verantwortet hat. Zur symbolischen „Buchübergabe“ sind beide in der Literaturstelle in der Leiterstraße 2 in Magdeburg zusammengekommen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landeszentrale freuen sich über den neuen Kollegen, setzen auf eine gute Zusammenarbeit und wünschen ihm allzeit eine glückliche Hand bei Literaturauswahl und Lesungen.

Kammerkonzert und Lesung mit dem Ensemble „Opus 45“ und dem Schauspieler Roman Knižka

Das Ensemble "Opus 45" und der Schauspieler Roman Knižka

Es wird eine ungewöhnliche musikalische Lesung am kommenden Sonntag, dem 27. Mai, um 12 Uhr im Magdeburger Palais am Fürstenwall: Das Bläserquintett Opus 45 spielt im Festsaal der Staatskanzlei ausschließlich Stücke von Komponisten, die Opfer des nationalsozialistischen Terrors wurden. Der Rezitator und Schauspieler Roman Knižka, bekannt aus vielen Film- und Fernseh-Produktionen, liest dazu Texte von Bertolt Brecht, Kurt Tucholsky, Erich Kästner, Paul Celan, Oskar Maria Graf, Primo Levi, Mascha Kaléko u.v.m. Der Titel des Programms, „Den Nazis eine schallende Ohrfeige versetzen“, ist ein bekannter Satz des überzeugten Pazifisten und Widerstandskämpfers Konrad Reisner. 

Hier finden Sie die vollständige PM.

Cover Bild SAM 2018

Am 22. Mai ist der vom ZSH im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung erstellte Sachsen-Anhalt-Monitor "Polarisierung und Zusammenhalt" vorgestellt worden. Für die Analyse haben die beauftragten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über mehrere Monate 1100 Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter befragt und die Ergebnisse auf 144 Seiten zusammengefasst.

Die Publikation kann hier als PDF heruntergeladen werden. 

Den zugehörigen Tabellenband finden Sie hier.

Eine "open data version" des Sachsen-Anhalt-Monitors 2015 kann per E-Mail bei der Landeszentrale für politische Bildung angefordert werden.

Senden Sie dazu Ihre E-Mail mit Betreff: SAM 2018 - open data und den nachfolgenden Angaben zu Ihrer Person: Name, Vorname und Adresse

an politische.bildung(at)lpb.mb.sachsen-anhalt.de

Die Zustellung erfolgt ausschließlich per E-Mail.

Anforderungen ohne Angabe zur Person werden nicht berücksichtigt.

Hinweis: Es gelten die datenschutzrechtlichen Bestimmungen zum Schutz personenbezogener Daten.

Jahreskonferenz des Netzwerkes für Demokratie und Toleranz am 23. Mai in Halle: Wie begegnen wir Hass und Verdruss?

Meile der Demokratie
Bei der diesjährigen Meile der Demokratie in Magdeburg wurde der Meilenschal der Sekundarschule "LebenLernen" entrollt.

Vertreter der Zivilgesellschaft, von Vereinen, Parteien, Kirchen, Gewerkschaften und Verbänden treffen sich anlässlich des Tages des Grundgesetzes am 23. Mai zur Jahreskonferenz des Netzwerkes für Demokratie und Toleranz in den Franckeschen Stiftungen in Halle. Zu den Vorträgen und Workshops werden rund 170 Teilnehmer erwartet. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Gesellschaft dem wachsenden Hass und Verdruss begegnen kann.

Eröffnet wird die Jahreskonferenz von Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch, die gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten Schirmherrin des 2005 gegründeten Netzwerkes ist.

Hier finden Sie die vollständige PM und den Veranstaltungsflyer

Populismus in Europa – Vortrag des Populismusforschers Cas Mudde am 22. Mai in Magdeburg

Cas Muddde
Der niederländische Politikwissenschaftler Cas Mudde von der Universität Georgia (USA) kommt nach Magdeburg.

Der renommierte niederländische Politikwissenschaftler Cas Mudde von der Universität Georgia (USA) wird am 22. Mai in der Landeszentrale für politische Bildung über die Entwicklung und Auswirkungen populistischer Bewegungen in Europa sprechen. Veranstaltungsbeginn ist 18 Uhr. Die Landeszentrale für politische Bildung und das Europe Direct Informationszentrum Sachsen-Anhalt/Magdeburg laden hierzu gemeinsam mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg herzlich ein.

In den letzten Jahren verzeichnen populistische und anti-europäische Bewegungen wachsenden Zuspruch. Dies gilt nicht nur für nationale, sondern auch für die europäische Ebene. Doch wie entsteht Populismus? Warum erhalten populistische Bewegungen gerade in den letzten Jahren so viel Zulauf? Cas Mudde hat sich diesen Fragen angenommen. Der Wissenschaftler wird einen Überblick über seine Hauptforschungsfrage geben, wie liberale Demokratien sich gegen extremistische Herausforderungen verteidigen und gleichzeitig ihre eigenen Werte erhalten können.

Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung in der Landeszentrale, Leiterstraße 2, 39104 Magdeburg, in englischer Sprache stattfindet!

Europäische Katastrophe, deutsches Trauma: Der Dreißigjährige Krieg - Lesung mit Herfried Münkler am 17. Mai in Magdeburg

Prof. Herfried Münkler
Prof. Herfried Münkler lehrt Politikwissenschaft an der Humboldt-Universität.

Der renommierte Historiker und Politikwissenschaftler Herfried Münkler bietet mit seinem Buch über den Dreißigjährigen Krieg eine packende Gesamtdarstellung, die große Geschichtsschreibung und politische Analyse vereint. Am 17. Mai stellt der Autor das Buch um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Magdeburg (Breiter Weg 109) vor.

Noch heute gilt der „Dreißigjährige Krieg“ als Metapher für die Schrecken des Krieges schlechthin, dauerte es doch Jahrzehnte, bis sich Deutschland von den Verwüstungen erholte, die der längste und blutigste Religionskrieg der Geschichte angerichtet hatte. Der Autor führt in seinem Buch den Krieg in all seinen Aspekten vor Augen, behält dabei aber immer unsere Gegenwart im Blick.

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Wenig beleuchtetes Kapitel der langen Schulgeschichte: „Wendejahre. Schulpforte 1985–1995“

Wendejahre. Schulpforte 1985-1995
Wie war die Wende in Schulpforte? Dieser Frage gehen die Autoren Matthias Haase und Anne Hultsch nach.

Die Landesschule Pforta ist legendär. Friedrich Gottlieb Kloppstock, Johann Gottlieb Fichte,  Friedrich Nietzsche und Leopold von Ranke haben hier bereits die Schulbank gedrückt. Ein bislang wenig beleuchtetes Kapitel ist die Umbruchphase zwischen 1985 und 1995. Unter dem Titel „Wendezeit“ wird am 18. Mai ein Buch in Schulpforte vorgestellt, das hier Abhilfe schaffen soll.

Wie wurde aus der Erweiterten Oberschule Pforte die heutige Landesschule Pforta? Welche Schwierigkeiten galt es dabei zu meistern? Wie haben sich inhaltliche Ausrichtung und äußeres Erscheinungsbild mit dem Ende der DDR und der deutschen Wiedervereinigung entwickelt? Diesen Fragen geht das Buch nach. Anlass für die Präsentation ist das 475-jährige Schuljubiläum. Anstelle einer wissenschaftlichen Abhandlung haben die Autoren Matthias Haase und Anne Hultsch ein Zeitzeugenbuch vorgelegt, in dem ehemalige Schülerinnen und Schüler, Lehrer, Erzieher und Rektoren zu Wort kommen, die die Zeit jeweils aus ihrer Sicht betrachten.

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200 Jahre Karl Marx – Lesung und Diskussion mit dem Biographen Rolf Hosfeld am 9. Mai in Magdeburg

Lesung Marx-Biographie

Karl Marx gilt als einer der einflussreichsten Vordenker des Kommunismus. Doch kaum eine andere Gestalt des 19. Jahrhunderts ist so umstritten wie der Philosoph, Journalist und Wirtschaftstheoretiker. Aus Anlass seines 200. Geburtstages stellt der Kulturhistoriker und Autor Dr. Rolf Hosfeld sein Buch „Karl Marx: Philosoph und Revolutionär – eine Biographie“ am 9. Mai 2018 um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Magdeburg vor. Hosfeld gibt in seinem Buch Einblicke in das unstete Leben des Philosophen, in seine bahnbrechenden Einfälle, aber auch die Irrtümer und Fehler des Denkers und Politikers. Die Landeszentrale für politische Bildung lädt hierzu herzlich ein.

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Lehrerfortbildung und Podium "Programmieren in der institutionellen Bildung" am 8. Juni in Halle

Banner zur Veranstaltung

Der frühe Einstieg in die Programmierung wird derzeit kontrovers diskutiert. Dabei reicht die Bandbreite von „Informatik als Pflichtfach“ schon in Grundschulen bis hin zu „Programmieren als Kulturtechnik" neben lesen und schreiben. Im Zuge der Bundesweiten Aktionstage Netzpolitik & Demokratie bietet die Landeszentrale Lehrerinnen und Lehrern eine Fortbildung an, in welcher die Teilnehmenden mit Hilfe von visuellen Werkzeugen die Grundlagen der Programmierung lernen und danach in der Lage sein werden, einfache Programme zu erstellen. Gleichzeitig werden ihnen Möglichkeiten zur Anwendung des Calliope mini zur Unterrichtsgestaltung und -ergänzung vermittelt. Der Calliope mini ist ein Mikrocontroller, der speziell für Bildungszwecke konzipiert wurde. Er lässt sich als universelles Lehrmittel einsetzen, um Inhalte aus verschiedensten Fächern ergänzend zu vermitteln. 

Nach der Fortbildung sprechen Expertinnen und Experten aus Politik, Lehre, Lehrerbildung und Wirtschaft über "Programmieren in der institutionellen Bildung", also über Möglichkeiten, Programmierkenntnisse im Unterricht an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen zu vermitteln.

Die Veranstaltung findet im Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung am 8. Juni zwischen 10.30 Uhr bis 18.00 Uhr statt (Lehrerfortbildung 10:30 Uhr bis 15:30 und Podium 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr).

Anmeldung Lehrerfortbildung über: aktionstage(at)netzpolitische-bildung.de

Die Podiumsdiskussion ist öffentlich. Der Eintritt ist frei.

 

Podiumsgäste sind:
Marco Tullner (Bildungsminister des Landes Sachsen-Anhalt)
Thomas Wünsch (Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt)
Dr. Henry Herper (Lehramt Informatik Otto-von-Guericke-Universität)
Daniel Havlik (Jugend hackt Halle)
Natalie Santopski (Code Girls)
Volker Torgau (Technikum Saline Halle/Saale)

Moderation: Tom Gräbe (MDR)

 

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Neuer CampusPublik-Artikel ist online: "Ausgebremst: Der NSA-Untersuchungsausschuss"

NSA Logo Montage

von Christopher Hamich

Die Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden haben seit 2013 weltweit eine Debatte über digitale Bürgerrechte und die Befugnisse von Geheimdiensten in Gang gesetzt. In Deutschland wurde eigens ein Untersuchungsausschuss eingerichtet, um die Verstrickungen deutscher Nachrichtendienste in die amerikanische Überwachungspraxis aufzuklären und zu kontrollieren. Ob das erreicht wurde, hat Christopher Hamich in einer Studienarbeit untersucht. 

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„Das andere ’68“: Podiumsdiskussion zum Prager Frühling und den Folgen am 26. April in Magdeburg

"Das andere ’68“: Podiumsdiskussion zum Prager Frühling

Der Prager Frühling vor 50 Jahren und die Reformbestrebungen in Polen stehen im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion mit dem früheren DDR-Bürgerrechtler Wolfgang Templin, dem tschechisch-deutschen Schriftsteller Jan Faktor und Dr. Stefan Wolle, zu der die Landeszentrale für politische Bildung  am 26. April um 19.30 Uhr ins Roncalli-Haus in Magdeburg einlädt.

Wenn es um das Jahr 1968 geht, werden vielfach die Studentenproteste in Westeuropa damit assoziiert. Im Osten haben jedoch vor allem der Prager Frühling und die Studentendemonstrationen in Polen Spuren hinterlassen. In einer Podiumsdiskussion im Rahmen des Geschichtsprojektes „‘Ermutigung‘ – Lebenswelt, Repression und Widerstand in der DDR und Osteuropa nach 1945“ sollen deshalb der Ruf nach mehr politischen Freiheiten und die kritische Auseinandersetzung mit staatlicher Willkür und Unrechtsverhältnissen  am Ende der 1960er Jahre in der ČSSR, Polen und der DDR thematisiert werden.

Hier finden Sie die vollständige PM

Wolf Biermann in Halle: „Ein Stück Zeitgeschichte geschrieben“

Wiolf Biermann in der Marktkirche Halle
Knapp 500 Besucherinnen und Besucher waren zur Lesung und zum Gespräch mit Wolf Biermann in der Marktkirche in Halle gekommen.

Zum Auftakt ihres Geschichtsprojektes unter dem Motto „Ermutigung“ – Lebenswelt, Repression und Widerstand in der DDR und Osteuropa nach 1945 war am 23. April Wolf Biermann auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung in der Marktkirche in Halle zu Gast. Anhand seiner Autobiographie „Warte nichts auf bessre Zeiten!“ hat er dort über seine Erfahrungen in und mit der DDR gesprochen. „Wir freuen uns riesig, dass es uns gelungen ist, mit Wolf Biermann einen Zeitzeugen zu gewinnen, der selbst ein Stück DDR-Zeitgeschichte geschrieben hat“, so LpB-Direktor Maik Reichel.

Rekordergebnis bei der „Schulmeile“ - Spendenscheck an Arbeitskreis Stolpersteine für Magdeburg und Förderverein "Neue Synagoge Magdeburg" übergeben

Spendenscheck Schulmeile
Zufriedene Gesichter gab es bei der Übergabe des Spendenschecks im Rathaus in Magdeburg.

Genau 2.274,53 Euro sind von den 18 beteiligten Schulen bei der diesjährigen "Meile der Demokratie" in Magdeburg gesammelt worden. Ein Rekordergebnis der Schulmeile. Am 17. April konnte der Spendenscheck an den Arbeitskreis "Stolpersteine für Magdeburg" und die Vorsitzende des Fördervereins "Neue Synagoge für Magdeburg" e.V., Waltraut Zachhuber, im Rahmen einer Projektpräsentation der Berufsbildenden Schule "Eike von Repgow" im Magdeburger Rathaus übergeben werden. Die Landeskoordinatorin des Netzwerkes Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage, Cornelia Habisch, lobte den Einsatz der Schülerinnen und Schüler. Auch ihre Präsentation zur Stolpersteinverlegung und das jahrelange Engagement auf diesem Feld sei "alle Achtung wert". Ein großes Dankeschön kam schließlich von der Vorsitzenden des Fördervereins Neue Synagoge. "Sie tragen den Gedanken, der hinter den Stolpersteinen steht, in ihrer Schule und weit darüber hinaus weiter", gab Waltraut Zachhuber den Jugendlichen mit auf den Weg.

Veranstaltungsreihe zur „Generation Revolte – Der Mai ’68 und seine Folgen für Europa“ - Ausstellung, Film und Gespräch

Plakat des Atelier Populaire
Plakat "Die Schönheit ist auf der Straße" Montpellier 1968

Die sozialen Proteste des Jahres 1968 sind in vielen Ländern Europas zu einem wichtigen Markstein in der nationalen Geschichte geworden. In den einzelnen Ländern hatten die Studentenproteste verschiedene Beweggründe und nahmen z. B. in Frankreich und Deutschland auch ganz unterschiedlichen Verlauf. Dennoch führten sie in einem gesamteuropäischen Reflex zu einer grundlegenden Neuordnung von Denkweisen und Geisteshaltungen sowie zur Stärkung  zivilgesellschaftlicher Kräfte. Insbesondere die Bewegung in der Bundesrepublik Deutschland war deutlich vom Impulsgeber Paris beeinflusst.

In dem Bestreben, die deutschen Ereignisse des Jahres 1968 in einen internationalen Kontext zu stellen, widmen sich das Institut français Sachsen-Anhalt und die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt dem 50. Jahrestag des „Mai ’68“ mit einer Reihe von Veranstaltungen, die miteinander in Verbindung stehen.

Nähere Informationen – Termine, Orte, Programm – finden Sie im Veranstaltungsflyer.

Neue Veranstaltungsreihe „Mirror Monday“ in der Landeszentrale und im Campus-Service-Center

Black Mirror

Es wird spannend: In Vorbereitung auf die bundesweiten Aktionstage „Netzpolitik & Demokratie“ hat die tartet die Landeszentrale für politische Bildung am 9. April eine neue Film- und Gesprächsreihe gestartet.

Der Fortschritt der Digitalisierung begleitet uns überall und verändert alles. Wie schnell die Zukunft in der Gegenwart ankommt und was dadurch möglich wird, zeigt die Serie „Black Mirror“. Jeweils montags um 19 Uhr werden neun Wochen lang abwechselnd in der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt (LpB) und im Campus-Service-Center der Otto-von-Guericke Universität (Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg) ausgewählte Folgen des Internetserien-Hits gezeigt. Im Anschluss gibt es Gespräche mit Expertinnen und Experten zur jeweils behandelten Problematik.

Hier finden Sie die komplette PM mit allen Terminen.

Postkarte Flyer

Das Figurentheater Pantaleon in München hat auf der Grundlage einer wahren Geschichte das Figurentheaterstück „Wenn du einmal groß bist“ entwickelt: Es thematisiert die Geschichte eines Buches, das der Karikaturist Bedrich Fritta 1944 im Konzentrationslager Theresienstadt für seinen dreijährigen Sohn Tommy geschrieben und gestaltet hat.
Das hoffnungsvolle Buch, das unter unmenschlichsten Bedingungen entstand, skizziert ein Leben jenseits der Mauern des Konzentrationslagers; Fritta zeichnet „das Leben“, so wie er es sich für seinen Sohn wünscht und erhofft.
Das Buch wurde versteckt und nach Kriegsende ausgegraben. Tommy Fritta-Haas, der den Nationalsozialismus als schwer traumatisiertes Waisenkind überlebte, bekam das geborgene Buch zu seinem 18. Geburtstag von einem überlebenden Freund geschenkt. 1999 wurde es erstmalig in Israel publiziert.

Wir empfehlen eine Teilnahme ab der 8. Klasse. Nach der Aufführung findet ein ca. 30 minütiges Gespräch statt.

Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmendenzahl auf 120 Personen begrenzt ist und wir möglichst vielen Schulen die

Möglichkeit bieten wollen, die Vorstellung zu besuchen. Eine Anmeldung ist bis zum 22. März 2018 möglich.

Der Eintritt ist frei!

Wir organisieren den Bustransfer für die Schülerinnen und Schüler, der für Sie ebenfalls kostenfrei ist.

Anmeldungen an:

Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin
Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt
Prettiner Landstraße 4
06925 Annaburg / OT Prettin

Tel: 035386 60 99 75
Fax: 035386 60 99 77
Mail: info-lichtenburg(at)stgs.sachsen-anhalt.de

Fachtagung "Reichsbürger - Totalverweigerer von Rechts?"

Schilder an Zaun "Deutsches Reich"

Gemeinsam mit Experten aus Wissenschaft, Medien und Praxis wollen wir unter dem Titel "Reichsbürger - Totalverweigerer von Rechts?" Einblicke in die heterogene Szene der Reichsbürger ermöglichen und über Umgangsweisen in Verwaltung, Schule und Sicherheitsbehörden sprechen. Das genaue Programm sowie das Anmeldeformular entnehmen Sie bitte dem Flyer. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und bitten herzlich um Ihre Anmeldung bis spätestens 12. April 2018.

Programm und Anmeldeformular hier.

Größte Schule im Courage Netzwerk Sachsen-Anhalts

Titelverleihung an der Beerufsbildenden Schule Anhalt-Bitterfeld
Stolz präsentierten die Mitglieder des Schülerrates gemeinsam mit den Paten sowie den Vertretern der Landeszentrale das Schild "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".

Die Berufsbildende Schule Anhalt-Bitterfeld kann sich jetzt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nennen. Unter dem Motto „37 Länder – eine Schule“ gab es am 20. März eine große Festveranstaltung anlässlich der Titelverleihung. Aber nicht nur die Größe der Berufsbildenden Schulen mit ihren derzeit knapp 2.900 Schülerinnen und Schülern war dabei rekordverdächtig. Auch die Resonanz zeigte die Bedeutung des Titels für die Schule und die Region. Neben Sachsen-Anhalts Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch und Bildungsstaatssekretärin Eva Feußner hatten auch die beiden Paten – Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund, und Christian Prokop, Trainer der Handball-Nationalmannschaft – den Weg nach Bitterfeld gefunden.

Die Bildungsstaatssekretärin lobte das Engagement der Schule. „Wenn sich eine Schulgemeinschaft auf den Weg macht, um ein demokratisches Miteinander ohne Diskriminierung und Mobbing zu verabreden, dann ist das ein starkes Signal für das gemeinsame Leben und Lernen an dieser Schule."

Hier finden Sie die vollständige Pressemitteilung.

Landeszentrale vor Ort - Auf zur Leipziger Buchmesse vom 15. bis 18. März

Gemeinsamer Stand der Landeszentralen aus Sachsen und Sachsen-Anhalts auf der Leipziger Buchmesse
Mit einem Gemeinschaftsstand präsentieren sich die Landeszentralen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt auf der Leipziger Buchmesse.

Mit einem umfangreichen Publikationsangebot ist die Literaturstelle der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt bis zum 18. März auf der Leipziger Buchmesse vertreten. Wer Informationen zur Landeskunde, der mitteldeutschen Geschichte, zum Lutherland Sachsen-Anhalt oder zur Beschäftigung mit der jüngeren deutschen Vergangenheit sucht, ist hier genau richtig. Der gemeinsame Stand mit der sächsischen Landeszentrale befindet sich in Halle 2, Stand D103 in unmittelbarer Nachbarschaft der Stände von Bundeszentrale und Bundesregierung. Das Team der Landeszentrale freut sich auf Ihren Besuch! 

Ende 1990 ist die DDR Geschichte. Der Wandel kam schnell, zu schnell für viele DDR-Bürger. Einer Schülerin bricht der Lebensinhalt weg, doch sie baut sich eine neue Welt auf. Ein Dorf verliert seine jungen Bewohner, kann aber endlich saniert werden. Und ein DDR-Protestler lernt ungewollt den Protest neu kennen.25 Jahre Mauerfall: Journalisten, Forscher und Zeitzeugen haben viel geschrieben, debattiert und erinnert. Doch was kam nach der Wende? Wie haben sich die Leben der Menschen verändert, die plötzlich nicht mehr im Bezirk Halle oder Bezirk Magdeburg, sondern im Bundesland Sachsen-Anhalt leben?

In "grenzenlos - Wege nach der Wende" möchten  die Studierenden des Masterstudiengangs "MultiMedia & Autorschaft", diese Geschichten aus den 1990er-Jahren in Sachsen-Anhalt erzählen. Wenn auch Sie von Ihren Erlebnissen berichten wollen, besuchen Sie das Projekt bei den BürgerReportern der Mitteldeutschen Zeitung. Oder nähern Sie sich mit dem Neunziger-Jahre-Memory sowie dem Quiz der Dekade auf spielerische Weise.

Hier geht´s zum Projekt

Video zum EU-Projekttag
Zum starten des Videos einfach auf das Bild klicken.

Der zwölfte EU-Projekttag ist eine Fortsetzung des erstmals 2007 aus Anlass der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und dann jährlich durchgeführten Projekttages mit dem Ziel, das Interesse der Schülerinnen und Schüler am Europäischen Projekt zu wecken und ihr Verständnis für das Funktionieren der Europäischen Union zu vertiefen.

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs und Regierungschefinnen der Länder haben für 2018 vereinbart, dass am Freitag, den 04. Mai 2018, ein bundesweiter EU-Projekttag an den Schulen in Deutschland stattfindet.

ln Sachsen-Anhalt wird dieser Tag speziell für Gespräche und Diskussionsrunden mit VertreterInnen aus Politik und Verwaltung zur Verfügung stehen. Darüber hinaus besteht in Sachsen-Anhalt bei der Festlegung eines Termins für den EU-Projekttag eine gewisse Flexibilität, da kein konkretes Datum zur Durchführung bestimmt worden ist. Der EU-Projekttag kann vielmehr im zeitlichen Umfeld der Europawoche durchgeführt werden, vorzugsweise vom 02. Mai bis zum 01 . Juni 2018.

Ansprechpartner und Koordinator für die Umsetzung des EU-Projekttages in Sachsen-Anhalt ist wieder die Landeszentrale für politische Bildung, die ihre Aktivitäten zur Vorbereitung und Durchführung eines EU-Projekttages in ihrer Schule verstärkt und mit einem speziellen Angebot unterstützt. Es können insgesamt 10 Großveranstaltungen mit bis zu 300 Schülerinnen pro Schule unterstützt werden.

Hier gibt es alle wichtigen Ausschreibungsunterlagen komplett zum Download als PDF.

Landeszentrale fördert Gedenkstättenfahrten neuerdings auch in die Ukraine und nach Weißrussland

Schülerinnen aus Sachsen-Anhalt in der KZ-Gedenkstätte Treblinka
Schülerinnen aus Sachsen-Anhalt in der KZ-Gedenkstätte Treblinka

Die Landeszentrale für politische Bildung will in diesem Jahr Studienfahrten zu KZ-Gedenkstätten in Polen sowie nach Weißrussland, Lettland und in die Ukraine intensivieren. Dazu ist eine Vereinbarung mit dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH Dortmund (IBB) sowie der Geschichtswerkstatt Merseburg-Saalekreis e.V. unterzeichnet worden. „Wir sind sehr froh, dass wir gemeinsam für Kontinuität bei den Gedenkstättenfahrten sorgen können“, betonten LpB-Direktor Maik Reichel, der Beauftragte des IBB Dortmund, Peter Junge-Wentrup, und die Vertreterin des Vorstandes der Geschichtswerkstatt, Edda Scharf. Die Fahrten an diese besonderen Lernorte sollten es Jugendlichen auch 2018 ermöglichen,  „aus der Geschichte für eine gemeinsame europäische Zukunft“ zu lernen. 

Hier finden Sie die vollständige Pressemitteilung.

Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte in Treblinka soll vertieft werden

Dr. Edward Kopówka, Leiter der Gedenkstätte Treblinka, und LpB-Direktor Maik Reichel
In der Gedenkstätte Treblinka übergab LpB-Direktor Maik Reichel eine Bücherspende an den Leiter der Gedenkstätte, Dr. Edward Kopówka, für die Bildungsarbeit vor Ort.

Der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Maik Reichel, überreichte bei seinem Arbeitsbesuch in der Gedenkstätte Treblinka umfangreiche Fachliteratur an den Leiter Dr. Edward Kopówka. Beide sprachen über eine vertiefte Zusammenarbeit im Rahmen von Studienfahrten für Schulklassen, aber auch über Weiterbildungsangebote für Lehrerinnen und Lehrer sowie Multiplikatoren der politischen Bildung. Zur Ausstellungseröffnung "Treblinka. Hölle auf Erden" in Merseburg wird der Direktor der Gedenkstätte vom 14. bis 17. April Sachsen-Anhalt besuchen. In der Schau in der Willi-Sitte-Galerie sind ab 15. April Arbeiten von Jugendlichen aus dem Burg-Gymnasium Wettin, dem Domgymnasium Merseburg und der Sekundarschule "Adolf Holst" in Mücheln zu sehen, die im Oktober 2016 und September 2017 in Treblinka waren.

Auftakt des Europa-Informationszentrums Magdeburg war ein voller Erfolg

Eröffnung des Europa-Informationszentrums (EDIC) Magdeburg
Europaminister Rainer Robra: Europa braucht mehr Bürgernähe. Dazu leistet das Informationszentrum einen wichtigen Beitrag.

„Europa in die Köpfe und Herzen der Menschen bringen“ – dies ist das Motto, unter dem die Arbeit des Europe-Direct-Informationszentrums (EDIC) Sachsen-Anhalt / Magdeburg in den nächsten drei Jahren stehen soll. Zur erfolgreichen Auftaktveranstaltung und Eröffnung des Informationszentrums am 1. März waren zahlreiche namhafte Gäste der Einladung in die Räumlichkeiten des EDIC in der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt gefolgt, um gemeinsam dieses Ereignis zu feiern. Im April soll dann das zweite EDIC in Halle folgen, das bei GOEUROPE! angesiedelt ist.

Europaminister Rainer Robra verwies in seinem Grußwort auf die großen Herausforderungen, vor denen Europa in Zukunft stehen wird. Die gemeinsamen Werte, für die die Europäische Union steht, müssten in der Breite der Gesellschaft noch besser sichtbar werden. Mit der engen Anbindung an die Landeszentrale sieht er das EDIC für diese Aufgabe sehr gut gewappnet. Die Vertreterin der Europäischen Kommission in Deutschland, Dina Behnke, betonte, dass Sachsen-Anhalt mit der Vergabe von zwei Europainformationszentren in Halle und Magdeburg "auf der ganzen Linie" gewonnen habe. 

"Voll der Osten" - Fotoplakatausstellung in der Landeszentrale

Ausstellung "Voll der Osten"
Die Fotos von Harald Hauswald zeigen die DDR-Realität ungeschminkt.

Seit dem 28. Februar hängt die sehenswerte Plakat- und Fotoausstellung "Voll der Osten" über das Leben in der DDR auch in der Landeszentrale für politische Bildung. Die Schau präsentiert auf insgesamt 20 Plakaten mehr als 100 Fotos von Harald Hauswald, der vor allem in den 1980er Jahren den DDR-Alltag fotografisch festgehalten hat. Die Texte stammen aus der Feder des Historikers und Buchautors Stefan Wolle, der ebenfalls in der DDR aufgewachsen ist.
Die Ausstellung, die von der Stiftung Aufarbeitung und der Agentur "Ostkreuz" herausgegeben worden ist, steht als Poster-Set im Format DIN A1 für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit zur Verfügung und kann in der Landeszentrale für politische Bildung bestellt werden unter der E-Mail-Adresse: politische.bildung(at)lpb.mb.sachsen-anhalt.de.

Partner aus der Ukraine zu Besuch in Sachsen-Anhalt

Besuch im Kulturhistorischen Museum Magdeburg
Im Kulturhistorischen Museum erhielt Taras Kostin, Bürgermeister von Perejaslaw, aus den Händen von Museumsdirektorin Gabriele Köster auch einen Katalog der erfolgreichen Ausstellung aus dem Jahr 2012 "Otto der Große und das römische Reich".

Kooperationspartner aus Perejaslaw (Ukraine) waren vergangene Woche Gäste der Landeszentrale für politische Bildung. Im Mittelpunkt des Besuchsprogramms vom 14. bis 17. Februar standen gesellschaftspolitische Themen und Aspekte der kommunalen Selbstverwaltung. Als Ergebnis der Ausstellung 2016 zum „Magdeburger Recht und dem Sachsen-Spiegel“ in Perejaslaw und drei weiteren Städten wollten die Gäste Praxiserfahrungen in den Bereichen Bildung, Kulturgeschichte und Kommunalpolitik sammeln.

Kompetente Gesprächspartner standen u.a. im Kulturhistorischen Museum Magdeburg, der Stadtverwaltung der Landeshauptstadt und einer Courage-Schule im Burgenlandkreis. Die Gäste aus der ukrainischen Stadt, die rund 30.000 Einwohnern zählt, kamen mit vielen Fragen und Wünschen nach einer Vertiefung der Kooperation zu ihnen. „Wir sind als Stadt auf dem Weg nach Europa, da kommen uns die guten Erfahrungen der deutschen Partner sehr entgegen“, betonte Taras Kostin, Bürgermeister von Perejaslaw, im Auftaktgespräch mit LpB-Direktor Maik Reichel.

Plakatausstellung zum Thema Alltagsdiskriminierung in der Landeszentrale eröffnet

Plakatausstellung zum Thema Alltagsdiskriminierung
Strahlende Gesichter gab es am 15. Februar bei der Eröffnung der Ausstellung in der Landeszentrale für politische Bildung in der Magdeburger Leiterstraße.

Eine Ausstellung mit Plakaten zum Thema Alltagsdiskriminierung ist gestern Nachmittag in der Landeszentrale für politische Bildung in Magdeburg eröffnet worden. Gestaltet worden sind die Motive von Schülerinnen und Schüler der AG „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ des Dr.-Carl-Hermann-Gymnasiums aus Schönebeck. Der Direktor der Landeszentrale, Maik Reichel, würdigte zur Eröffnung das Engagement der Schülerinnen und Schüler bei der Auseinandersetzung mit dem Thema. „In einer Zeit, in der ganze Bevölkerungsgruppen stigmatisiert und herabgesetzt werden, zeigt ihr mit eurem Projekt, wie wir in unserer Gesellschaft miteinander umgehen sollten und warum die Achtung von Grundrechten so wichtig ist“, so Reichel. 
Im vergangenen Jahr war die Ausstellung von Plakaten, die sich mit den Ursachen und Auswirkungen von Diskriminierung und Rassismus in Geschichte und Gegenwart befassen, zunächst in dem Gymnasium gezeigt worden. Jetzt soll sie vier Wochen lang in der Landeszentrale zu sehen sein. Für Schulen und Bildungseinrichtungen besteht die Möglichkeit, die Plakatausstellung auszuleihen. Interessenten können sich dazu in der Landeszentrale, Netzwerk für Demokratie und Toleranz, Tel.: 0391/567-6460, E-Mail: netzwerk@lpb.mb.sachsen-anhalt.de, melden.

Neue CampusPublik-Rubrik

Bannerbild CampusPublik "LANDESKUNDE"

Mit dem Publikationsprojekt CampusPublik erhalten Studierende die Möglichkeit, ihre Studienarbeiten im Rahmen der Bildungsarbeit der Landeszentrale für politische Bildung online zu veröffentlichen. Die Arbeiten von CampusPublik "LANDESKUNDE" sollten sich mit einem geschichtlich & heimatkundlich relevanten Thema beschäftigen und von einem Dozenten mit "gut" oder "sehr gut" bewertet worden sein.

Bei Interesse an einer Publikation wenden Sie sich bitte via E-Mail an uns: landeskunde(at)campuspublik.de

Fotoausstellung "Voll der Osten" zeigt ungeschminkte DDR-Realität

Fotoausstellung

In den 1980er Jahren zog der Fotograf Harald Hauswald durch die DDR und hielt kleine Szenen des Alltags fest. Mit der Ausstellung „Voll der Osten. Leben in der DDR“ laden OSTKREUZ - die Agentur der Fotografen und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur zu einer Zeitreise ein. Die Ausstellung präsentiert auf 20 Tafeln über 100 Fotos von Harald Hauswald. Die Texte hat der Historiker und Buchautor Stefan Wolle verfasst, der ebenfalls in der DDR aufgewachsen ist.

Die Schau steht jetzt als Poster-Set im Format DIN A1 für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit zur Verfügung und kann auch in der Landeszentrale für politische Bildung bestellt werden (E-Mail: politische.bildung@lpb.mb.sachsen-anhalt.de).

Die Zentralen für politische Bildung widmen Netzpolitik vom 07. – 09. Juni 2018 drei Aktionstage!

Logo Aktionstage

Premiere in der politischen Bildung: In diesem Jahr schließen sich zum ersten Mal die Bundeszentrale und viele Landeszentralen für politische Bildung zusammen, um das Thema Netzpolitik stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Gemeinsam mit Partnern aus Bildung, Medien, Politik und Zivilgesellschaft werden vom 07. bis 09. Juni 2018 in ganz Deutschland Veranstaltungen rund um Netzpolitik, digitale Bürgerrechte und Internetkultur stattfinden.

Hier finden Sie die vollständige Pressemitteilung.

SA-Aufmarsch

von Oliver Schmiedl

Die politischen und rechtlichen Schritte, die zur Machtergreifung Hitlers führten, gehören heute zum Allgemeinwissen. Aber wie gewannen die Nationalsozialisten die Stimmen der kleinen Leute? Oliver Schmiedl hat die öffentliche Stimmung jener Jahre im Rahmen seiner Abschlussarbeit unter die Lupe genommen und einige Parallelen zur heutigen Zeit gefunden.

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Gedenkstättenfahrten nach Auschwitz, Treblinka und Majdanek stark gefragt

Korczakianum

Zwei Jahre nach dem Start eines Schülerfahrten-Projektes zu KZ-Gedenkstätten in Polen hat der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung die Bedeutung solcher Gedenkstättenfahrten hervorgehoben. In den vergangenen beiden Jahren sind insgesamt 32 Schülergruppen mit rund 850 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Sachsen-Anhalt nach Polen in die KZ-Gedenkstätten gefahren. „Für viele der Jugendlichen ist das eine wichtige Erfahrung gewesen, um aus der Geschichte für die Zukunft zu lernen“, sagte LpB-Direktor Maik Reichel.

Hier finden Sie die vollständige Pressemitteilung.

Schulklasse

von Stefanie Lübcke

In Deutschland könne jeder das werden, was er sein wolle. Dass Kinder mit Migrationshintergrund hierzulande deutlich schwächere schulische Leistungen zeigen als Andere, sei allein eine Frage des Wollens und der Intelligenz. Denn hierzulande ist ja schließlich jeder seines eigenen Glückes Schmied, oder etwa nicht? Stefanie Lücbke widerspricht und verweist in ihrer Studienarbeit auf Erkenntnisse der Schulforschung.

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Scene mit Soldaten / Drittes Reich

Anlässlich des Gedenkens an die Opfer des Holocaust wurden am 27. Januar 2018 vier neue Kurzfilme aus der Reihe „Stolpersteine – Filme gegen das Vergessen“ des Masterstudiengangs MultiMedia und Autorschaft gezeigt. Die vier Produktionen aus dem Jahr 2017 beschäftigen sich mit dem Leben und Wirken des jüdischen Publizisten und späteren Reichstagsabgeordneten Werner Scholem, Shanghai als Zufluchtsort, der Villa Schloss in Halle sowie den Lebensumständen von Sinti und Roma damals und heute.

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Französische Schülerinnen und Schüler kommen zum Holocaust-Gedenktag nach Magdeburg

Kranzniederlegung in der Gedenkstätte für die Opfer der NS-"Euthanasie" in Bernburg
Nach dem Besuch der Gedenkstätte für die Opfer der NS-"Euthanasie" in Bernburg legten die Mitglieder der deutsch-französischen Jugendbegegnung einen Kranz nieder.

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages besucht eine Schülerdelegation aus der Partnerregion Centre-Val de Loire vom 25. bis 27. Januar Sachsen-Anhalt. Im Mittelpunkt der deutsch-französischen Begegnung steht die Erinnerung an den Holocaust. Das dreitägige deutsch-französische Geschichtsprojekt unter dem Motto „Sich erinnern, sich begegnen“ beginnt am Donnerstag in Magdeburg. Bis zum Sonnabend werden die Schülerinnen und Schüler aus Frankreich und Sachsen-Anhalt Workshops gestalten, in die Gedenkstätte für die Opfer der NS-„Euthanasie“ in Bernburg fahren, die Ausstellung „KZ überlebt“ im Landtag besuchen sowie an der zentralen Gedenkveranstaltung des Landes zum Holocaust-Gedenktag teilnehmen.

Hier finden Sie die vollständige Pressemitteilung.