Arbeitsauftrag für die Landeszentrale für politische Bildung

Banner "Beschluss 1991" Foto: János Balázs (cc-by-sa 2.0)
Beschluss zur Gründung der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt als PDF (Klick auf das Bild)

Der Beschluss zur Errichtung der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt wurde 1991 von der damaligen Landesregierung gefasst. Hier finden Sie einen Auszug aus dem entsprechenden Beschlusspapier (komplett als PDF hier), welches u.a. den Arbeitsauftrag für die LpB LSA formuliert: 

§ 1

(1) Die Landeszentrale für politische Bildung des Landes Sachsen-Anhalt ist eine unmittelbar dem Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt unterstellte obere Landesbehörde.

(2) Die Landeszentrale hat ihren Sitz in Magdeburg.

§ 2

(1) Die Landeszentrale betreibt neben den freien Trägern unabhängige, überparteiliche, politische Bildungsarbeit auf der Grundlage der Ziele und Wertvorstellungen des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland und der Universellen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Sie fördert das Zusammenwachsen und die Zusammengehörigkeit im vereinigten Deutschland sowie den aus dem Grundgesetz hergeleiteten Friedensauftrag Deutschlands in einem vereinten Europa, die Gleichstellung von Frau und Mann und die Bewahrung der den Menschen überantworteten Umwelt.

(2) Vorrangige Aufgabe der Landeszentrale ist es, durch politische Bildungsarbeit die Entwicklung des freiheitlichdemokratischen Bewußtseins zu fördern und die Bereitschaft zur politischen Mitarbeit zu stärken.

(3) Durch die Landeszentrale ist die politische und kulturelle Bildungsarbeit der Einrichtungen, Organisationen und freien Vereinigungen in Sachsen-Anhalt anzuregen und zu fördern.

(4) Zur Erfüllung ihrer Aufgaben kann die Landeszentrale eigene Veranstaltungen durchführen, Materialien zur politischen Bildung erarbeiten und publizieren sowie Einrichtungen und Vereinigungen unterstützen, die sich der politischen Bildung widmen.

§ 3

Inhaltliche Schwerpunkte der Arbeit der Landeszentrale sind:

a) dem Bürger Informationen über die landeskundlichen und landesgeschichtlichen Gegebenheiten Sachsen-Anhalts zu vermitteln;
b) das Verständnis für die förderalistische Struktur der Bundesrepublik Deutschland zu fördern;
c) über zeitgeschichtliche Vorgänge und deren historische Voraussetzungen zu unterrichten;
d) durch die Vermittlung von Kenntnissen über internationale Zusammenhänge zur Verständigung zwischen den Völkern beizutragen;
e) den Gedanken des europäischen Einigungsprozesses und der Ost-West-Zusammenarbeit zu fördern;
f) die geistig-politische Auseinandersetzung mit antidemokratischen Bestrebungen und den Formen des politischen Extremismus zu führen;
g) das Verständnis für den wirtschaftlichen, technischen und sozialen Entwicklungsprozeß zu fördern;
h) das öffentliche Bewußtsein über die kulturelle Dimension der gesellschaftlichen Prozesse zu fördern;
i) die Qualifizierung von Kommunalpolitikern zu fördern.